Face Music - Catalog - Uganda

  • Traditional music of the Bantu from Uganda - Twins rituals




- Catalog (in stock)
- Back-Catalog
- Mail Order
- Online Order
- about Artists
- Sounds
- Workshops
- Instruments
- Projects
- History Face
- ten years 87-97
- Review Face

- Photos - Artists
- our friends
- Albis Face
- Albis - Photos
- Albis Work
- Links

- Home

- Contact

- Profil MySpace
- Profil YouTube
- Overton Network

P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


- FM 50057 - P & C 2013
more information songs in German - Quartett Nit

- Mit Mitgliedern des Naggalabi Indigenous Theatre (NIT), einer Künstlergemeinschaft mit Zentrum in Naggalabi für lokale, tradiotionelle und zeitgenössische Kunst und Kunsthandwerk. Die Institution wurde von Sylvia Namulema Kigula und Eric Jjemba Lutaaya gegründet und befindet sich in Nsangi su county Wakiso Bezirk in Uganda.


Sylvia, Ritah - Israel, Eric

In Afrika sind verschiedene ethnische Gruppen beheimatet, von denen jede ihre eigene Musiktradition besitzt. Dabei handelt es sich um ein traditionelles musikalisches Erbe, das mündlich über Jahrhunderte von einer Generation zur anderen überliefert wurde. Trotz äusserer Einflüsse achtet die Mehrheit dieser ethnischen Gruppen auch weiterhin ihre jeweiligen traditionellen Musikstile, welche wiederum eine starke musikalische und kulturelle Identität etablieren müssen und auch weiterhin besitzen, und übt sie auch aus.

Die ugandische Musik ist im Allgemeinen rhythmisch, wobei die Komplexität dieser Rhythmen mit den unterschiedlichen ethnischen Gruppen variiert. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der unterschiedlichen Instrumentation wider. Einige musikalische Formen werden auf einfachen Instrumenten gespielt, während andere, insbesondere dabei die Tanzmusik, in Ensembles mit komplexer Instrumentenzusammensetzung gespielt werden. Die afrikanische Musik ist gewöhnlich pentatonisch, aber einige Stämme setzen auch eine sechsstufige Ganztonleiter ein. Die in der Vokalmusik eingebettete Literatur dient dazu, die sozialen Gemeinschaften zu transformieren, so etwa in ihrer strukturellen Anpassung.

Obwohl in Uganda eine Vielzahl an ethnischen Gruppen eine Heimat gefunden hat, trifft man gewöhnlich eine breite linguistische Unterscheidung zwischen der Bantu sprechenden Mehrheit, die in den zentralen, südlichen und westlichen Teilen des Landes lebt, und der nicht-Bantu-sprechenden Gruppe, die im östlichen, nördlichen und nordwestlichen Teil des Landes beheimatet ist (diese Gruppe kann auch in nilotische und zentralsudanesische Völker unterteilt werden).

- mehr Information zu Uganda: Uganda das Land und die Völker


The medicine man's hut

Das Bantu-Volk

Das Wort "Bantu" selbst bedeutet einfach "Menschen". Diese Stämme haben alle Bantu als Kernsprache gemeinsam, während ihre eigenen Sprachen für gewöhnlich viele Dialekte und Variationen umfassen. Die ethno-linguistische Bantu-Gruppe soll ihre Ursprünge in Westafrika (Kamerun) haben. Sie sind Teil der Niger-Kongo-Sprachfamilie und weisen eine gemeinsame starke Ahnengeschichte mit einer Gruppe von Sprachen auf, die heute im südöstlichen Nigeria gesprochen werden. Die Bantu kamen aus Zentralafrika, von wo aus sie damit begannen, um 2.000 v. Chr. in andere Teile des Kontinents vorzustossen. Man glaubt, dass diese Wanderungen das Ergebnis eines zunehmend beständigeren landwirtschaftlichen Lebensstils waren: obwohl nur wenig Land nötig war (viel weniger als für das Grasen der Herden erforderlich ist), musste das Land fruchtbar und gut bewässert sein, damit dessen Kultivierung eine lebensfähige Alternative darstellen konnte. Der Bevölkerungsdruck in Zentralafrika kann somit für die ersten Wanderbewegungen der Bantu verantwortlich gewesen sein. Bantu sprechende Völker waren wahrscheinlich in den Süden Ugandas am Ende des ersten Jahrtausends vor Christus eingewandert, und bis zum fünfzehnten oder sechszehnten Jahrhundert hatten sie zentralisierte Königreiche entwickelt. Ihre Sprachen werden als östliches und westliches Lacustrine klassifiziert. Die westliche Form umfasst die Gebiete um die Grossen Seen Ostafrikas (Viktoria, Kyoga, Edward und Albert in Uganda). Zur östlichen Gruppe gehören das Baganda-Volk (deren Sprache Luganda ist), aber auch die Basoga, die Bagisu und viele kleinere Gruppen in Kenia, Tansania und am Zambezi Fluss gesprochen werden, wo die Monomatapa Könige den berühmten Great Zimbabwe Komplex errichtet hatten.


Die Bantu-Gemeinschaft

Vor sehr langer Zeit waren die Bantu-Gemeinschaften wahrscheinlich matrilinear organisiert, d.h. sie wurden von Frauen regiert, wie dies auch in zahlreichen mündlichen Erzählungen bestätigt wird, und weibliche Gründervorfahren, so sie in einer Tradition existieren, sind genauso verehrt und respektiert wie ihre männlichen Gegenstücke. Da die Bantu eine Kultur mit festem Wohnsitz haben, waren sie selbst ständig den Attacken von umherziehenden nomadischen Rinder- und Kamelhirten, wie etwa der Masaai, Borana (Oromo) und Somali, ausgesetzt, und als Ergebnis dessen waren die vielen Bantu-Gemeinschaften durch ihre verteidigende Natur gekennzeichnet. Bantu-Gruppen lebten auf dem offenen Land (ideales Gebiet für die Viehzüchter), wobei sie sowohl aus ökonomischen (landwirtschaftlichen) als auch verteidigungstechnischen Gründen die Besiedelung von weniger zugänglichen Hochlandregionen bevorzugten. Die Ansiedlungen waren mit besonderem Augenmerk auf Verteidigung errichtet worden, und sie lagen auch sehr versteckt. Die Europäer entdeckten, dass sie oftmals nur einige Meter von einer Siedlung entfernt vorbeiwanderten, ohne dass sie deren Existenz bemerkten. Einige Stämme wie etwa die Kikuyu wurden Experten darin, sich neuen Realitäten anzupassen und diese anzunehmen, und sie nahmen auch nur sehr selten in Konflikten Zuflucht. Andere wie etwa die Chuka entwickelten eine Reihe erfindungsreichere Verteidigungsmassnahmen, von erfinderischen Fallen bis zu Baumhäusern und Befestigungen. Beinahe alle Bantu-Gruppen nahmen auch ein strenges System der Altershierarchie an (wobei sie dieses System wahrscheinlich von hamitischen oder kuschitischen Völkern, deren Wege sie kreuzten, übernahmen) an. In diesem System wurden alle Menschen gleichen Alters in eine Altersstufe initiiert, die gemeinsam klar definierte Phasen sozialer Verantwortlichkeiten, Funktionen und Status, ausgehend von Initiation über Kriegerphase, Heirat und Alter bis zum Tod, durchlaufen. Das System stellte die Kohäsion der Gesellschaft sicher, auch wurde dadurch die Entwicklung des Kriegersystems möglich, durch welches alle jungen Männer einer bestimmten Gesellschaft kurz nach ihrer Einführung in das Erwachsenenalter und ihre Altersstufe ihre Aufgabe der Verteidigung der gesamten Gesellschaft übernahmen. Heutzutage bedeutet die Tatsache, dass die Bantu auf Landwirtschaft und in der letzten Zeit Handel bauen, dass es sich bei ihnen, zumindest in monetärer Hinsicht, um das bei weitem reichste Volk handelt. Der Nachteil liegt darin, dass ihre Siedlungen unweigerlich dicht besiedelt sind, wobei dieses Problem sich während der letzten Jahrzehnte zu einem akuten Problem entwickelt hat.


Religion - Ahnen- und Geisterkult

In der Philosophie der Schwarzafrikaner (auch der Bantu) ist das zentrale Thema die Lebenskraft, die Energie, um die alles Denken und Handeln kreist. Es geht um Ethik, Metaphysik und die magischen Kräfte, die lebensbeeinflussend wirken, die Krankheiten und Schicksal mitbestimmen. Man strebt danach, viel Kraft zu erwerben und zu besitzen. Der Mensch steht im Mittelpunkt der Schöpfung und soll die ihm zustehenden Kräfte der Natur nutzen, frei wählen zwischen höherem oder niederem Gut, zwischen Böse und Gut. Der Missbrauch, der schädliche Zauber soll durch Versöhnungsopfer und ornithologische Reinigung die Ordnung wiederherstellen. Das Weltbild kennt viele dunkle und rätselhafte Erscheinungen, die zu deuten und durch Ritual zu besiegen sind. Man unterscheidet zwischen Weisser und Schwarzer Magie, zwischen dem Wirken des Medizinmannes und den düsteren Umtrieben der bösen Zauberer und Hexen - jener Dämonen, die im Dunkeln Unheil stiften. Ueber allen Kräften steht Gott, Geist und Schöpfer zugleich, der Weise (Medizinmann oder auch ein König - die Ahnen, Stammeltern oder Urmutter). In das System der Seinslehre ist die Religion eingebettet. Der Meister vermittelt dem Schüler seine Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit den überirdischen Mächten. Oft amtet der Medizinmann zugleich als Priester und wirkt zum Wohl der Gemeinschaft. Er kann Kraft vermitteln und durch das Orakel bestimmen, wann der Zeitpunkt des Handelns gekommen ist. Er schützt, heilt, treibt böse Geister aus und vollzieht die Rituale.

- Die Baganda glaubten an übermenschliche Geister. Balubaale waren die Männer, die den Menschen in den Tod überführten. Mizimu waren die Geister toter Menschen. Sie glaubten, dass die Seele weiterlebt. Die höchste Allmacht war der Schöpfer, Katonda.

- Die Banyankore: Die Bevölkerung glaubt auch, das Ruhanga ihr Schöpfer aller dieser Dinge auf Erden ist. Man glaubte aber, dass die böse Macht im Menschen auf Schwarze Magie zurückgreifen kann, um – im Einvernehmen mit Ruhanga – ins Schicksal einzugreifen und Krankheit, Gesundheit, Dürre, Tod oder sogar Nacktheit auszulösen. Die Legende Ruhanga fand mit dem Emandwa-Kult ihren Ausdruck. Darunter verstand man Verehrung und Huldigung der verschiedenen Götter, die in Familien und Clans ihre besonderen Bedeutungen bekamen. Ihnen zum Dank mussten Rituale zelebriert werden.

- Die Banyoro: Der Tod wurde meistens mit Hexenmeistern, Geistern und anderen nicht-menschlichen Medien in Verbindung gebracht. Der Tod wurde somit durch die Tat von schlechten Nachbarn verursacht, die über einen grossen Reichtum an magischen und halb-magischen Mitteln zum Verletzen und Töten von anderen ausgestattet waren. Und somit wurden viele Todesfälle mit Hexenmagie, die von Menschen, die Übles wollten, ausging, in Zusammenhang gebracht. Sie feierten den Neumond und eine jährliche Zeremonie namens "Empango".

- Die Basoga: Spirituelle Rituale wurden von dazu Ermächtigten zelebriert. Ahnenkult wurde praktiziert, und man verehrte viele Götter und Halbgötter, wie auch Lubaale, deren Schöpfer. Man glaubte generell an eine beseelte Natur, der man Opfer zu bringen hatte.


Lieder und Tänze der Bantu-Frauen

Die Musik der Frauen in Bantu-Stämmen ist oftmals Teil eines Ausdrucks, der uns mitteilt wer, nicht individuell sondern als Gruppe, sie sind - nicht in Widerspruch zu ihrer Kultur sondern in Harmonie mit und durch Förderung der dominanten und dynamischen Muster ihrer Kultur. Die Lieder und Tänze können nur durch ein Stammesmitglied voll und ganz verstanden werden, aber auch wir können aus einem Ansatz, der sich mit dem textlichen Inhalt beschäftigt, dem Stil (der ihren Ansatz zur Komposition umfasst) und der Funktion der Lieder und Tänze, unseren Vorteil ziehen.

Es gibt einen Konflikt zwischen der Darstellung und der zweifellose fälschlichen Darstellung der Tänze und Lieder, die aus den Bantu-Kulturen hergeleitet werden. Das Gewicht dieses Unrechts stellt einen Beweis für die lebendige Verbundenheit zwischen Musik und Lebensweise und deren Bedeutungen in der Bantu-Kultur dar. Dies wurde bereits von vielen afrikanischen Kulturen gesagt. In einigen Bantu-Sprachen gibt es ein Sprichwort für diesen Werteverlust: "Du kannst dem Vogel eine Feder nehmen, aber wenn du nach Hause kommst, wird sie dir nicht helfen zu fliegen." Auf diese Weise spiegelt die Musik einen tiefen Glauben an die Macht der Musik wider, ihr Leben und ihre Kultur lebendig zu halten. Auch die traditionellen Lieder, die das Leben der Frauen begleiten, beweisen dies. Somit ist das, was wir von der Musik und dem Tanz erkennen, aus dem Kontext gerissen, aber nichtsdestotrotz sind alle diese Elemente und Ausdrücke rein reflektierend und bestätigend, wie dies auch in der Kultur ihres Ursprungs der Fall ist. Auch könnten wir uns über die Frauen der Bantu-Kultur eine sehr kurzsichtiges Urteil bilden, würden wir nicht die afrikanische musikalische Sensibilität untersuchen, die innerhalb der Kultur eine viel breitere Geisteshaltung gegenüber der Musik an den Tag legt. "Wie ein Ritual oder ein musikalisches Ereignis, ist auch die afrikanische Gesellschaft im Grunde genommen auf einer Ordnung basierend, die sich über die Zeit entwickelt hat. Afrikaner verwenden die Musik dazu, einen Kontext für die Verhaltensweise ihrer Gemeinschaft zu schaffen, und analog dazu spiegeln viele Aspekte des Gemeinschaftslebens ihre musikalische Sensibilität wider". Dem westlichen Verständnis von Musik entspricht die Identifizierung einer Arbeit oder eines Liedes als das Werk eines einzelnen Komponisten. Im afrikanischen Musiksystem ist der Verfasser eines Musikstücks nie ein Individuum. Entweder die gesamte Musik ist wirklich ein Gemeinschaftswerk (nicht der Fall) und/oder es ist nicht wichtig, dass Individuen für die Kreation Ehre zugesprochen wird. Musik wird oftmals als ein Produkt göttlicher wie auch weltlicher natürlicher Rhythmen verstanden, die von der Dorfbevölkerung kollektiv interpretiert werden. Und somit bildet Musik nicht eine separate Einheit (aus Tanz und aus der Holistischen (Ganzheitlehre) und Alltagskultur), sie stellt ein Produkt der Gemeinschaft dar. Insbesondere Frauen besitzen die Solidarität der anderen Frauen und müssen nicht die individuelle Ehre für die Komposition, die sie geschaffen haben, übernehmen. Auch wird am Liedmaterial von Generation zu Generation festgehalten. Die Sicherheit der Form und des Liedes garantiert darin eine gewisse Freiheit. Die Struktur ist so weit bekannt, dass einzelne Frauen, im speziellen dabei solche mit dominanten Stimmen, über dieser improvisieren und somit gewisse Aspekte der Liedform transformieren. Die Frauen, die diese Musik leben, suchen nicht nach Originalität sondern nach Harmonie. Insbesondere bei den Liedern der Gruppenarbeit ist klar, dass es wichtiger ist, das Lied zu kennen und zu wissen, wie es dabei hilft, seine Arbeit zu verrichten, als in Erfahrung zu bringen, wer die Melodie zuerst gesungen hat. Afrikanische Frauen gewinnen aus der sozialen Struktur ihre Macht und Stärke. Es scheint klar zu sein, dass wir oftmals jene Frauen als stärkste einschätzen, die den sozialen Standards trotzen. Eine afrikanische Frau drückt in ihrer Musik aus, dass sie durch ihre Positionen, die durch ihre Kultur festgelegt sind, Stärke und Macht gewinnt. Die Lieder oder Tänze liefern in ihren Texten und in ihrem Platz in der Welt einer Frau eine Bestätigung der Identitäten, so etwa der Identität als Mutter, Ackerbäuerin, Mahlen des Mehls, Hebamme, sozialisierende Lehrerin oder Ältere oder spirituelle Führungskraft. Die Lieder können explizite Botschaften an die Gemeinschaft oder an einen bestimmten Teil der Gemeinschaft darstellen. Sie können funktionell sein, wobei sie die erforderlichen Rhythmen für die Tätigkeiten der Menschen liefern. Auch können sie von einem stattfindenden Ereignis oder allgemein bekannten Personen erzählen. Die Frauen üben die Rolle der Hüterinnen der Lebenskreise aus, von der Geburt über Produktivität bis zum Tod, und wieder von der Geburt. Musikalische Elemente, welche die Wichtigkeit eines Liedes innerhalb der Einheit der Dorffrauen widerspiegeln, umfassen wie folgt: Ruf und Antwort, Bestätigung der Teilnahme (auch gemeinsame Inkonversation), Spielen. "Afrikaner respektieren ritualisierte soziale Anordnungen, um ihren Sinn der Beziehung zu externalisieren und objektisieren, weil wenn eine Beziehung für sie einen Sinn haben soll, so muss die Anerkennung einer Person ausserhalb ihrer eigenen privaten Beziehung sichtbar sein."

Rituelle Lieder zur Geburt von Zwillingen – Wenn die Frau Zwillinge zur Welt bringt, tanzt sie mit einigen Menschen als eines der Rituale, um die Zwillinge in die Gemeinschaft einzuführen.
In diesen Feierlichkeiten wird ein Abalongo-Ring (bedeutet Zwillinge) hergestellt. In diesem Ring wird die Nabelschnur eingebettet und soll zukünftig die Zwillinge und deren Eltern vor Unheil schützen. In einem Korb wird für die Zwillinge gesammelt (siehe Foto auf der Vorderseite des Booklets).

Die Mutter der Zwillinge ist Nnaalongo. Der Vater der Zwillinge ist Ssaalongo. Werden Zwillinge geboren, so wird dies als ein besonders Omen der höheren Himmelsgötter angesehen. Auf diese Weise lobt die Gemeinschaft die Eltern mit einer Reihe von Liedern während der Initiationsriten, und hier findet man einige dieser.

Lieder der Baganda

1. Kusi Ku Nalongo Kusi Ku Salongo - Die Mutter und den Vater der Zwillinge lobpreisen
- rituelles Lied des Baganda-Volks (Bantu)

- Israel Kalungi - lead voice, engalabi (long drum)
- Sylvia Namulema Kigula - backing voice
- Eric Lutaaya Jjemba - backing voice
- Ritah Kobusinge - embuutu (big drum), backing voice

In Buganda ist es ein Zeichen Gottes, wenn Vater und Mutter Eltern von Zwillingen werden. Sie müssen grossartige Partner sein und werden in diesem Lied gelobt.


4. Lubaale wa Baana - Götter der Kinder
- rituelles Lied des Baganda-Volks (Bantu)

- Sylvia Namulema Kigula - lead voice, backing voice
- Israel Kalungi - engalabi (long drum), backing voice
- Eric Lutaaya Jjemba; ensaasi (shakers), embuutu (big drum), engalabi (long drum), backing voice (voice of the lead god - possesed)
- Ritah Kobusinge - namunjoloba (small drum), backing voice

Die Beschützer (Götter) werden um Hilfe gerufen, zu kommen, um die Probleme der Menschen des Baganda-Volks zu lösen. Die Götter erscheinen in menschlicher Gestalt und helfen der Gemeinschaft, deren Probleme zu lösen. Sie bringen den Menschen Hilfe und geben ihnen, was sie brauchen.


6. Abalongo Twabazala Babiri ne Nalongo - Gemeinsam mit Nalongo, Zwillinge wurden geboren
- rituelles Lied des Baganda-Volks (Bantu)

- Eric Lutaaya Jjemba - lead voice, backing voice, ensaasi (shakers)
- Sylvia Namulema Kigula - backing voice
- Ritah Kobusinge - namunjoloba (small drum), backing voice
- Israel Kalungi - embuutu (big drum), engalabi (long drum), backing voice

In diesem Lied werden Vater und Mutter gelobt, weil sie der Gemeinschaft Zwillinge geschenkt haben, denn sie sind ganz besondere Menschen, weil sie gleich zwei Seelen auf einmal geschenkt haben.


Lieder der Banyankore

2. Muziguri Zitahe - Öffnet die Tür für die Götter, damit diese nach Hause kommen können
- rituelles Lied der Banyankore (Bantu)

- Ritah Kobusinge - lead voice
- Sylvia Namulema Kigula - backing voice
- Eric Lutaaya Jjemba - backing voice
- Israel Kalungi - embuutu (big drum)

Dieses Lied ruft die Götter an, zu den Menschen zu kommen. Die Gemeinschaft hat für deren Eintritt die Türen offen zu halten.


Lieder der Banyoro

3. Omukago - Blutsbrüderschaft
- rituelles Lied der Banyoro (Bantu)

- Ritah Kobusinge - lead voice, backing voice
- Sylvia Namulema Kigula - backing voice
- Israel Kalungi - embuutu (big drum)
- Eric Lutaaya Jjemba - namunjoloba (small drum), ebinyege (rattles), backing voice

Dabei handelt es sich um eine Blutsbrüderschaft zwischen zwei Freunden, die zu Brüdern werden.


Lieder der Basoga

5. Nabirye Yazaala - Nabirye hat Zwillinge zur Welt gebracht
- rituelles Lied des Volks der Basoga (Bantu)

- Ritah Kobusinge - lead voice, backing voice
- Sylvia Namulema Kigula - backing voice
- Eric Lutaaya Jjemba - namunjoloba (small drums), backing voice
- Israel Kalungi - embuutu (big drum), engalabi (long drum)

Dieses Lied wird von den Gemeindemitgliedern gesungen, damit jeder weiss, das Nabirye aus ihrem eigenen Dorf Zwillinge zur Welt gebracht hat. Jeder muss feiern, weil dies ein Zeichen dafür ist, dass die Götter glücklich sind.

- mehr Informationen zu den Baganda, Banyankore, Banyoro und Basoga (Bantu): Das Bantu-Volk



Instrumente



- Adungu – Bogenharfe - Saiteninstrument

Die Adungu ist eine neunsaitige (gebogene) Harfe der Alur-Stämme aus dem nordwestlichen Uganda. Sie ist der Tumi-Harfe der benachbarten Kebu-Stämme sehr ähnlich, und sie wird auch von den Lugbara und Ondrosi in dieser nordwestlichen Region rund um den Nil verwendet. Die Harfe wird verwendet, um epische und lyrische Lieder zu begleiten, und sie wird auch als Soloinstrument oder in Ensembles eingesetzt. Spieler der Bogenharfe besassen bereits immer einen hohen sozialen Status, und sie gehören auch zum königlichen Gefolge. Heute wird die Bogenharfe nun auch in Kirchen gespielt.

Die Adungu besteht aus einem bogenförmigen Hals, einem Resonanzkörper aus Holz, in welchem der Hals befestigt ist, sowie aus einer Reihe parallel geführter Saiten unterschiedlicher Länge, die gezupft werden. Die Saiten sind an einem Ende am Resonanzkörper befestigt und laufen in einem schiefen Winkel zum Hals hin aus, wo sie befestigt sind und mithilfe von Wirbeln gestimmt werden.



- Endingidi – Röhrenfiedel - einsaitige Fiedel - Saiteninstrument

Dieses Instrument ist in den Regionen Buganda, Busoga, Ankole, Kigezi, westlicher Nil und Acholi bekannt. Es besteht aus einer einzelnen Saite, die an einem biegsamen Stock befestigt ist und manchmal einen Resonanzkörper besitzt. Anders als andere Einsaiteninstrumente wird diese Fiedel mit einem Bogen gespielt.


In der afrikanischen Tradition bringen die Trommeln jene Energie zum Vorschein, die ein musikalisches Spiel vorantreibt. Musik ist nicht nur Unterhaltung, sie ist vielmehr an die visuellen und dramatischen Künste und auch im grösseren Sinn an das Leben selbst gebunden. Trommeln können zur Kommunikation eingesetzt werden, so etwa um Information und Signale durch die Imitation der Sprache zu übertragen. Viele afrikanischen Sprachen sind sowohl tonal (d.h. die Bedeutung hängt von den Abwandlungen der Tonhöhe ab) als auch rhythmisch (Akzente können dauernd sein), wodurch die Sprache eine musikalische Qualität erhält, die dadurch von Trommeln oder anderen Instrumenten imitiert werden kann. Trommelmusik und Tanz sind ständige Begleiter bei vielen Arten von Zeremonien wie Geburt, Hochzeit und Beerdigung.

Engoma (Ugandisches Trommelset - Schlaginstrument) – Während grössere Versionen dieser Trommel traditionellerweise aus alten Hartholzbäumen geschnitzt werden, sind diese Trommeln heute aus Kieferholzplatten gefertigt, die gemeinsam wie Fässer zusammengesetzt sind. Kleinere Trommeln werden auf einer Drehbank laminiert und gedreht und können einen Strick besitzen, um das Instrument zu tragen. Alle diese Trommeln besitzen Köpfe, die aus Haut gefertigt sind, die von Stiften gehalten wird, die in die Seiten der Trommeln gehämmert wurden.




- Namunjoloba - kleine Trommeln - Schlaginstrument

- Embuutu - grosse Trommel - Schlaginstrument


- Engalabi - Lange Trommel - Schlaginstrument

Diese traditionelle Trommel besitzt einen Kopf, der aus Reptilienhaut gefertigt und an einem hölzernen Resonanzkörper befestigt ist.
Die Engalbi aus der Region Buganda spielt bei Zeremonien und im Theater eine sehr wichtige Rolle. Sie wird als "okwabya olumbe" bezeichnet, d.h. Nachfolgers eines Verstorbenen; es gibt in der Lugandasprache der Baganda das Sprichwort "tugenda mungalabi", was so viel heisst wie, wir gehen zur Engalabi, d.h. "lange trommeln".
Beim Spielen der Trommel dürfen nur die blossen Hände verwendet werden.



- Ebinyege - Rasseln - Schlaginstrument

Diese haben ihren Ursprung in Bunyoro und in der Batooro (Toro) Region in Westuganda entlang der Ausläufer des Ruwenzori Gebirges. Die Samen werden in diese trockenen Früchte eingefüllt, um rhythmische Muster zu erzeugen, wenn diese geschüttelt werden.
Die Ebinyege werden an den Beinen der Männer befestigt, um zum Klingen gebracht zu werden, und der Runyege-Tanz (Werbungstanz der Batooro) ist nach den Ebinyege benannt und besitzt somit einen hohen Stellenwert.



- Ensaasi - Enseege – Schüttelrohre - Schlaginstrument

Schüttelrohre bestehen aus Kürbis- oder Muschelpaaren, die manchmal Stockgriffe besitzen: Sie werden zur Begleitung traditioneller Instrumente verwendet. In den zentralen und nördlichen Regionen in Uganda (z.B. Alpaa Region) gibt es Schüttelrohre, die einen kontinuierlichen Ton erzeugen, wenn die Perlen sich im Kürbis oder in der Muschel von einer Seite zur anderen bewegen. Im Allgemeinen erzeugen diese Schüttelrohre dadurch ein Geräusch, dass viele kleine Objekte wie etwa Kieselsteine im Inneren des Körpers gemeinsam geschüttelt werden.

- mehr Informationen zu Traditional instruments of the Uganda people und Traditional dance of the Uganda people

Revidiert von Hermelinde Steiner 2013


PageTop