Face Music - Traditional crafts of the Uganda people
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P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


  • Unten können Sie grossartige Beispiele sehen - Klicken Sie auf ein Symbol und geniessen Sie den Anblick !
    © Albi - Face Music 2007

Die Kunst der Einheimischen war stets sehr beliebt. Die Afrikaner haben von den Immigranten nur so viel angenommen, als ihnen für ihren Lebensstil entsprechend erschien. Viele verteidigten ihre Stammestraditionen gegen islamische Einflüsse und später gegen die christliche Religion. Die figürlich-plastische Kunst, für die Schwarzafrika berühmt geworden ist, erlangte nicht bei allen Völkern gleich hohe Bedeutung. Bei einigen Stämmen waren vorwiegend der malerische Dekor der Hütten oder die Töpferei von Bedeutung. Bei anderen war es die Maskenschnitzerei. Die Plastik war bei den Bantu hochentwickelt, diese Verbreitung zeigte deutlich, dass die Frau eine soziale Vormachtstellung einnimmt.

In Uganda gibt es eine grosse Vielzahl an Kunsthandwerksprodukten, die von Körben, Matten, Keramiken, Perlen, Töpfereiprodukten, handgewobenen Textilien und Geweben bis zu Spielzeug, Schmuck, Taschen, Lederartikeln, Batiken und Holzprodukten etc. reichen. Diese Gegenstände werden in allen Bezirken und Regionen erzeugt, wobei örtliche Rohmaterialien verwendet und die Stammesornamente in limitierter Ausgabe auf Grundlage von Kultur, Geschichte und Traditionen erzeugt werden.
Beim Kunsthandwerk handelt es sich um eine kulturelle Tradition sowie vorherrschend um eine Form der Heimindustrie, die von der ländlichen Jugend beiderlei Geschlechts ausgeübt wird, aber hauptsächlich von Frauen auf dem Lande, um ihr Einkommen aufzubessern. Es war immer Tradition, das Kunsthandwerk und dessen Fertigkeit von einer Generation zur nächsten weiterzureichen. Diese Tradition ist aber mit der Zeit immer mehr in Vergessenheit geraten. Man findet aber noch immer wahre Meister des Kunsthandwerks. Heutzutage erlebt die Herstellung von Kunsthandwerk einen Aufschwung als neuer Industriezweig und wird als mögliche Einkommensquelle für ein sicheres Familieneinkommen wahrgenommen, wodurch die moderne Kunst für Künstler, Händler und zumindest für den Exportsektor zunehmend interessanter wird.

Einen Teil des ugandischen Handwerks machen die Musikinstrumente aus, so etwa Trommeln, Daumenklaviere, gestopfte Ton- und Rohrflöten, Lyrafiedeln und Rasseln. Einige Glocken aus Gusseisen werden an den Beinen der Tänzer getragen.

Bantuhaus
Die Häuser bestehen aus einer Doppelschicht aus geflochtenem Bambus, die mit Lehm gefüllt wird (Fachwerk mit Lehmverputz). Das Dach wird aus Gras oder Bananenpflanzenblättern gefertigt, obwohl dieses nunmehr öfter durch das in Afrika übliche Eisenwelldach ersetzt wird.
Die Formen der Hütten glichen Bienenkoerben, Kuppeln oder dem Rechteck, wobei deren Rohkonstruktion aus Holz, Palmblattrippen oder eben mit Bambus gefertigt wurde. Die Wände deckte man mit Lehm, Rinde und geflochtenen Matten ab. Einige Stämme bemalten den Lehmverputz mit Ornamenten.

Bark cloth - Rindertuch
Bevor mit den arabischen Händlern die Baumwolle ins Land gebracht wurde, wurden Fasern der Bananenpflanze oder die Rinde des Mutuba-Feigenbaums (Ficus natalensis) verwendet. Bark cloth – das Rindentuch hat seinen Ursprung in Uganda und ist eine rein pflanzliche Faser. Kein Tuch gleicht dem anderen – es gibt einige riesige Auswahl unterschiedlichster weicher Naturtöne in Braun bis hin zu Färbungen.

Eines der feinsten Materialien, aus dem ugandische Künstler ihre Kunstwerke erschaffen, ist das Rindentuch, ein faseriges und auch raues Material, das von einem Feigenbaum abgeschabt wird. Das Lubugo, wie es in Luganda genannt wird, wird aus der Rinde eines Feigenbaums hergestellt, nachdem es einige Tage in Wasser eingelegt war, bevor die Künstler es mit einem gezahnten Hammer in ein Gewebe hämmern. Dieses Gewebe gibt es in den verschiedensten Brauntönen, einige davon in einer sehr intensiven Braunfärbung. Das Rindentuch ist in vielen Ritualen in den Königreichen von Buganda und Bunyoro von grosser Bedeutung: die Prinzen und Prinzessinnen waren dort geradezu verpflichtet, sich in diesem Rindentuch zu kleiden. So wurden z.B. viele Meter davon verwendet, um die Wände der Schreine und Gotteshäuser zu verhängen oder zu drapieren. Die Könige tragen dieses Rindentuch – insbesondere in weisser Farbe – anlässlich grosser Gedenkfeierlichkeiten; die Stammesführer leisten auf das Rindentuch ihren Eid, wenn sie Meter dieses Gewebes an der Schulter zusammengeknotet mit einem Speer in der Hand tragen. Und während der Begräbnisfeierlichkeiten sind die Leichname in Rindentuch eingewickelt. Zu Beginn der Königreiche in Uganda wurden die berühmten Stammesführer so begraben, dass sie in bis zu 200 Stück Mbugo gewickelt waren. Heutzutage, seit dem Wiederaufleben der Königreiche, hat das Rindentuch wieder an Ansehen gewonnen; und viele Baganda erzeugen daraus die verschiedensten Arten von Kleidungsstücken, einschliesslich dabei sehr attraktive Hüte, welche die Insignien Bugandas tragen, Mäntel und lange, fliessende Roben.

Immer noch werden Kanzus, heute eine weisse Baumwollrobe, von Männern getragen (dabei handelt es sich um lange weissen Tuniken mit einem kragenlosen Hals, die mit einem roten Faden, der sich entlang der Mitte nach unten zieht, verziert sind). Die Kanzus wurden nach den arabischen Kleidungsstücken gefertigt, die mit den Sklavenhändlern, die mit Elfenbein handelten, ins Land kamen. Die Frauen tragen Wickel aus gemusterten Textilien (die gewöhnlich aus Kenia oder Tansania importiert werden) oder ein Gomezi, ein Kleid im westlichen Stil mit spitzen Schultern. (Der Legende nach wurde dieses Kleidungsstück der Frauen nach einem asiatischen Schneider names Gomes benannt).

Schmied
Oft amtet der Schmied, dessen Umgang mit dem Feuer magische Vorstellungen erweckt, auch als Priester (Medizinmann) und auch als Erzeuger von Ritualfiguren.

Normalerweise war er aber ein Handwerker, der Eisen bearbeitete und für die Herstellung von alltäglichen Gebrauchsgegenständen, Werkzeugen, Arbeitsgeräten und Waffen verantwortlich war: Speere, Sticks (Hirtenstäbe), Katapulte (Flinten), Pfeilspitzen, Wurfmesser, Messer, Feldhacken, Beile, Gefässe und vieles mehr.
Hervorragende Meister durften auch für Häuptlinge, Clanchefs und den König fertigen, wobei diese Gegenstände aus Eisen mit besonderen Ornamenten und Dekorationen geschmückt wurden. Katapulte (Flinten) und Hirtenstöcke wurden für die Nomadenstämmen im Norden gefertigt.

Töpferei – Kürbisse
In Uganda gibt es verschiedene Arten des Töpfern, wobei die meisten Töpfe und Steingutbehälter aus Kaolin, Ton und dunkler Erde gefertigt sind. Geschickte Töpferkünstler schlürfen den Ton und rollen diesen in ihren Händen, wenn sie daraus die Gegenstände bilden, ohne dass sie dafür eine Fussdrehscheibe verwenden. Bei vielen Stämmen wird Ton zur Herstellung von Pfeifen zum Rauchen, Töpfen zum Tragen von Wasser und Kochen eingesetzt.

Die Ugander besitzen viele Kürbisse, und einige dieser Kürbisse werden als traditionelle Bierbehälter verwendet. Wenn sie halbiert werden, ergeben sie gute Schalen zum Biertrinken. Einige Kürbisse mit langen Hälsen werden zum Sammeln von Trinkwasser verwendet, während andere zum Aufbewahren von Salz oder Kuhbutter benützt werden. Viele Künstler in Uganda schreiben auf Kürbissen, oder sie verzieren sie vor dem Verkauf mit winzigen Perlen. Riesenkürbisse werden zum Befördern von Bananenwein anlässlich von Begräbnissen und Hochzeiten verwendet. Entsprechend den Protokollen müssen solche Kürbisse mit gelben Bananenblättern drapiert und vorsichtig auf trockenen Bananenblättern angeordnet werden.

Korbwaren
Elefantengras und Palmenblätter liefern den Rohstoff für Matten, Körbe und auch geflochtene Bienenkörbe; ebenso für den Fallenbau für Wildtiere. Heute werden auch Handtaschen und Wandbehänge zur Dekoration verarbeitet.

In Uganda werden unterschiedliche Korbarten hergestellt, wobei die meisten dieser mithilfe von Farblösungen auf feine und kunstvolle Art und Weise gefärbt werden, um komplizierte Muster und Designs zu erzeugen, die dadurch das Ergebnis geschickter HandwerkerInnen darstellen.

Die Batooro (Toro) und Bahima aus Ankole (Nkole) in Westuganda stellen feine, kleine zylindrische Körbe (endiiro) her, in welchen Hirsebrot serviert und warm gehalten wird. In Buganda sind die Körbe aber grösser, und oftmals werden darin Kaffeebohnen, Früchte und sogar Flaschenbier serviert. Bei modernen Ganda-Hochzeiten stellen sich in Kanzu und Boding gekleidete Männer und Frauen neben den Körben (Bibbo) auf, wenn sie sich dem Heim der Braut zu Beginn der Hochzeitsfeierlichkeiten nähern.

Wunderschön handgewobener Bierkorb aus Gras. Diese Gegenstände sind absolut selten und somit einzigartig. Dafür wird eine ganz bestimmte Grassorte verwendet, die nur in gewissen Gegenden hoch in den Bergen wächst. Es dauert Tage, um diese Sorte zu ernten. Zweitens ist auch der Färbevorgang äusserst mühsam, da nur gewisse natürliche Pflanzen dafür verwendet werden. Ist das Gras gefärbt, so wird es sehr, sehr eng gewoben, um die wunderschönsten Muster zu bilden. Diese Biertöpfe werden von Männern verwendet, um ihr selbst gebrautes Bier oder ihre selbst erzeugte Sauermilch (Amasi) mitzunehmen, wenn sie auf die Jagd gehen. Da diese Körbe so eng gewoben sind, lecken sie niemals und halten ihren Inhalt selbst an den heissesten Tagen kühl. Der Korb wird von Zeit zu Zeit in Wasser getaucht und danach in den Bäumen aufgehängt, wo selbst die kleinste Brise den Inhalt kühlt. Diese einzigartigen Gegenstände sind leider sehr selten geworden, und es gibt nur noch eine Handvoll Menschen, die immer noch diese Töpfe webt.

Handgewobener Nähkorb mit Deckel. Diese Artikel werden aus Wildrohr gewoben, und gewisse Stränge werden mit Farben gefärbt, die aus natürlichen Quellen wie Pflanzen und Früchte gewonnen werden. Anschliessend werden sie in einen Korb gewoben, um hübsche Muster zu bilden. Absolut wunderhübsche handgewobene Grifftasche. Diese Gegenstände werden aus Wildrohr gewoben, und gewisse Stränge werden mit Farben gefärbt, die aus natürlichen Quellen wie Pflanzen und Früchte gewonnen werden. Anschliessend werden sie in einen Korb gewoben, um hübsche Muster zu bilden.

Traditional basket of the Batooro and Bakanzo people - shop in Rubana - phone: 0782562640

Skulpturen und Masken
Den Europäern blieb es lange verwehrt, die kubischen und surrealistischen Formen der Schwarzafrikaner zu erkennen, weil man den griechischen Vorstellungen verhaftet war. Man hatte Mühe, in diesen „Götzen“ geistige Visionen und formale Lösungen in Kunst zu sehen. Im Mittelpunkt stand die menschliche Figur, aber nicht in ihren natürlichen Proportionen; betont wurde, was geistig an Bedeutung hatte, so dass diese abstrakten Formen entstanden. Die Kunst stand in erster Linie im Dienst der Religion – abstrakte Begriffe wie göttliche Kraft, göttliche Grösse, Erhabenheit, Ruhe und Tod mussten künstlerisch gestaltet werden, durften aber keine allzu grosse Ähnlichkeit zu Menschen aufzeigen, da dies als Vermessenheit angesehen worden wäre.

Für Völker ohne Schrift stellte die Kunst eine natürliche Ausdrucksform dar. Sie war Sprache, die von allen verstanden wurde. Sie erzählt die Stammesgeschichte, die Mythen und Legenden. Sie verleiht den sakralen Handlungen die nötige Würde. Skulpturen waren Ausdruck für unsichtbare und übersinnliche Kräfte. Diese Gegenstände wurden in verschiedenen Kulthandlungen eingesetzt. Skulpturen hatten allgemein einen Symbolgehalt, man erstellte für sie auch Altare und Tempel. Tierskulpturen wurden für Kraft und Schutz sowie als Wächter aufgestellt.

Auch Masken waren Ausdruck übersinnlicher Kräfte. In den Maskentänzen wurde die göttliche Kraft vermittelt, die Tänzer waren nur Medium. Mit Maskenaufführungen wurden Drohungen seitens der Dämonen beschwichtigt, und die guten Geister wurden um Hilfe gebeten. Es gab auch Tänze für die Zeit vor der Aussaat, nach einer erfolgreichen Ernte, für Regen oder eben für die Fruchtbarkeit des Stammes. Tänzer mit Gesichtsbemalung mit Kringel, Tupfen und Streifen ersetzten oftmals Masken, dabei handelte es sich vielleicht sogar um deren Urform.

Kunsthandwerk wurde vor allem während der arbeitsärmeren Trockenzeit von der ganzen Gemeinde (Dorfbewohnern) ausgeübt. Besonders begabte Künstler wurden gefördert, und manche wurden von den Königen an den Hof gerufen. Dadurch waren ihre Lebensgrundlagen gesichert, und sie genossen einen hohen Status. Vorerst entsprachen die Skulpturen einer gesellschaftlichen Notwendigkeit, indem sie den Kollektivsinn und eine Ordnung bestimmten und Beziehungen zu übernatürlichen Mächten regelten. Später wurden daraus auch Prestige und Dekoration. Rohstoffe dafür lieferten die Wollbäume, die Ebenholzbäume und Mahagonihölzer. Bei den Bantuvölkern war dies besonders entwickelt, die Nomaden (Hirtenvölker) hatten das Handwerk eher weniger gepflegt.

Diese aus Holz gefertigten (geschnitzten) Figuren und Masken für Rituale und auch andere Alltagsgegenstände in Eben- oder Mahagoniholz hatten somit eine hohe religiöse Bedeutung verloren. Tabakpfeifen haben sich heute zu Massenwaren entwickelt und sind für den Verkauf an Touristen bestimmt.

Felle

Batik
Man glaubt, dass diese Technik mehr als tausend Jahre alt ist, und es gibt geschichtliche Beweise dafür, dass Stoffe, die mithilfe dieser Resisttechnik verziert worden waren, in den frühen Jahrhunderten vor Christus in Afrika, dem Nahen Osten sowie in einigen Orten in Asien zu finden waren. Obwohl es keine sichere Erklärung dafür gibt, wo die Batiktechnik "erfunden" worden ist, sind viele Beobachter davon überzeugt, dass sie von Reisenden vom indischen Subkontinent nach Asien gebracht worden ist.
Geschmolzenes Wachs wird auf den Stoff aufgetragen, bevor dieser in den Farbstoff getaucht wird. Wo immer das Wachs durch das Gewebe sickert, kann der Farbstoff nicht eindringen. Manchmal werden mehrere Farben verwendet, wobei einige Stufen des Färbens, Trocknens und Wachsens durchlaufen werden. Die dünnen Wachslinien werden mit einer Tjanting-Nadel (canting, gesprochen "chahn-ting"), einem Werkzeug mit Holzgriff, das eine winzige Metallschale mit einer winzigen Auslaufrinne besitzt, aus der das Wachs sickert, aufgetragen. Andere Methoden, um das Wachs auf das Gewebe aufzutragen, umfassen das Ausgiessen von flüssigem Wachs, das Aufmalen des Wachses mithilfe eines Pinsels sowie das Auftragen von Heisswachs auf einen vorgeschnitzten Holz- oder Metalldrahtblock und das Stanzen des Gewebes. Die Kunstfertigkeit in einem Batikstück erkennt man daran, ob das Muster auf beiden Seiten des Stoffes gleich gut erkennbar ist. Dies weist auf das Auftragen von Wachs auf beiden Seiten hin, entweder mithilfe des Cantings oder des Spiegelbild-Designblocks.
Das fertig bearbeitete Gewebe wird zum Trocknen aufgehängt. Danach wird es in ein Lösungsmittel eingetaucht, um das Wachs aufzulösen, oder es wird zwischen Papiertüchern oder Zeitungsblättern gebügelt, um das Wachs zu absorbieren und die tiefen Farben und feinen Faltenlinien zu zeigen, die der Batiktechnik ihren Charakter geben.
Die Erfindung des Kupferblocks oder der -kappe, die von den Javanern im 20. Jahrhundert entwickelt wurde, stellte für die Batikproduktion eine echte Revolution dar. Es wurde möglich, hochqualifizierte Designs und komplizierte Muster viel schneller zu erzeugen, als dies mittels Handmalerei jemals möglich gewesen ist..

Edelsteine - Schmuck
Die Menschen haben sich schon von frühester Zeit an mit Schmuck behängt. In Uganda verwendeten die Menschen Schmuck aus Tierteilen wie Knochen, Hörnern, Federn, Zähnen sowie aus Stein, Samen, Holz, Lehm und wertvollen Metallen etc., um sich selbst zu schmücken. Hergestellt wurden auch Amulette, Halsketten oder Perlen, Arm- und Fussreifen mit Verzierungen, Kettchen, Ringe und Haarnadeln.

Im Sektor des kommerziellen Kunsthandwerks stellt Schmuck aber noch ein relatives Novum dar, wobei importierte Perlen als Halsketten, Armreifen, Hüftbänder etc. den lokalen Markt dominieren. Andere Artikel dieser Untergruppe sind Ohr- und Fingerringe.

Das Material – Verarbeitung und Farben

- Holz wurde mit einem Beil mit Querscheide, einem „Querbeil“, bearbeitet. Es wurde entweder mit Russ und einem Fettgemisch poliert oder auch mit Saft aus Wurzeln und Blättern behandelt. Anschliessend wurde es in ein Schlammbad gelegt.
- Ton wurde ohne Töpferscheibe frei von Hand geformt. Besonders berühmt sind die Lehmplastiken aus Luziva in Uganda.
- Elfenbein, ursprünglich als Symbol der Kraft geschätzt und als Jagdtrophäe begehrt, wurde vortrefflich zu Armringen und Masken verarbeitet oder eben nur einfach geschnitzt. Vielen dieser Amulette hat der Kontakt mit der Haut und das Einreiben mit Tukula (Rotholzpulver) und Öl einen warmen, rötlichbraunen Farbton verliehen.
- Eisen wurde zu Lanzen, Wurfmessern, Arbeitsgeräten usw. verarbeitet. Die Verarbeitungszeit dieser Gegenstände reicht bis 1'500 v.Chr. zurück.
- Bronze wurde zusammen mit Zink und Blei gegossen und bekam somit eine gelbliche Farbe, wodurch sich auch der Name „Gelbguss“ ergibt.
- Gold und Silber wurden ebenfalls schon sehr früh verarbeitet. In den islamisch dominierten Regionen wurde eher Silber bevorzugt.
- Flechterei – Blätterfasern, die Stängel von Bananenpflanzen sowie verschiedene Gräser lieferten deren Rohstoff. Die Verarbeitung war im wahrsten Sinne des Wortes Handarbeit: Hände, Füsse und Zähne wurden dafür eingesetzt. Man erzeugte Körbe, Schalen, Siebe, Schilder und Matten (diese wurden auch als Dekoration und Wandbehänge verwendet). Etwas später entwickelte sich das Weben mit Webstuhl.
- Leder wurde besonders von den Hirtenstämmen und Jägern geschätzt und bearbeitet. Die Masaai hatten eine besondere Vorliebe dafür und bemalten die Lederschilder mit harmonisch ausgewogenen abstrakten Zeichnungen. Frauen tragen Leder, das mit Fransen und reichlich mit Perlen und Kaurischnecken geschmückt wurde.
- Kürbisse (Kalebassen) mit Muster und Motiven, die mit Figuren oder geometrischen Zeichnungen geschmückt sind.

- Farben dominierten, insbesondere dabei „Weiss“, „Schwarz“ und „Rot“. Dies sind Farben mineralischer, tierischer und pflanzlicher Herkunft.
- Weiss (übersinnliche Kräfte, Gefahr und Tod) - Schwarz (Erde) - Rot (Energie)

Überarbeitet und übersetzt von Hermelinde Steiner

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