Face Music - History of Uganda
  • History of Uganda




- Catalog (in stock)
- Back-Catalog
- Mail Order
- Online Order
- about Artists
- Sounds
- Workshops
- Instruments
- Projects
- History Face
- ten years 87-97
- Review Face

- Photos - Artists
- our friends
- Albis Face
- Albis - Photos
- Albis Work
- Links

- Home

- Contact

- Profil MySpace
- Profil YouTube
- Overton Network

P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


Text in German

Die Gegensätze zwischen den verschiedenen ugandischen Völkern spiegelt die Vielfalt der ugandischen Kultur, Tradition und des ugandischen Lebensstils wider. Uganda entstand aus der Vereinigung vieler Völker mit ihrer eigenen Tradition. Es gibt vier Hauptgruppen der Wandervölker: die Bantu, Hamiten, Negro-Hamiten und die sudanesischen Niloten.

Die fortwährenden Tragödien, die Uganda seit der Unabhängigkeit erfahren musste, standen immer im Mittelpunkt des westlichen Medieninteresses, und aus diesem Grund erachten die meisten Menschen Uganda noch immer als einen sehr vergänglichen Ort, den es zu vermeiden gilt. Der Grossteil des Landes ist aber seit einigen Jahren stabil, und die Wandlung des Landes ist als höchst erstaunlich anzusehen. Kampala ist nunmehr die moderne und geschäftige Hauptstadt eines neuen Ugandas, wobei das Land zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsgrössen Afrikas gehört.
Die wunderschönen Berge, die Trekking-Möglichkeiten sowie die Berggorillas stellen für viele Touristen in Uganda einen interessanten Anziehungspunkt dar. Vor der Unabhängigkeit war Uganda ein wohlhabendes und kohäsives Land. Aufgrund seiner enormen Schönheit bezeichnete Winston Churchill es als "die Perle Afrikas".


Geschichte

Die Archäologie beweist uns, dass die vorgeschichtlichen Menschen in jenem Teil der Erde lebten, der das heutige Uganda umfasst (Homo erectus), und viele Ausgrabungsstätten zeigen eine Jahrhunderte lange Besiedelung. Eine der jüngsten Ausgrabungsstätten befindet sich in Kiboro, nahe dem Albertsee, wo sich Spuren eines Tausende Jahre zurückliegenden Dorflebens finden lassen. Etwa um 1100 vor Christus wanderten Bantu sprechende Völker in das Gebiet des heutigen Ugandas ein, und bis zum 14. Jahrhundert waren sie in verschiedenen unabhängigen Königreichen organisiert.

Im 14. Jahrhundert wurden in Uganda Königreiche errichtet. Zu diesen gehörten die Königreiche Buganda, Bunyoro, Batooro, Ankole (Nkole) und der Busoga Staat. Während der folgenden Jahrhunderte etablierte das Volk der Baganda seine Vorherrschaft. Die Stämme hatten genügend Zeit, um ihre Hierarchien auszuarbeiten, da bis zum 19. Jahrhundert nur wenige Einflüsse von aussen in das Land gelangten. Trotz der Fruchtbarkeit des Landes und seiner Fähigkeit der Produktion von Ernteüberschüssen gab es beinahe überhaupt keine Handelsbeziehungen mit der ostafrikanischen Küste. Die ersten Kontakte wurden durch arabische Händler und europäische Entdecker in der Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt, wobei die letzteren auf der Suche nach Elfenbein und Sklaven in das Land kamen.

Arabische Händler erreichten das Innere Ugandas zum ersten Mal in den 1830ern; dort fanden sie einige afrikanische Königreiche mit gut entwickelten politischen Institutionen vor, die bereits einige hundert Jahre alt waren. Den Händlern folgten in den 1860ern die britischen Forscher, die auf der Suche nach dem Ursprung des Nils waren. Protestantische Missionare kamen 1877 ins Land, gefolgt von den katholischen Missionaren im darauffolgenden Jahr.

Nachdem mit dem Vertrag von Berlin im Jahre 1884 die verschiedenen Einflussgebiete der europäischen Staaten in Afrika definiert worden waren, wurden Uganda, Kenia und die Inseln Sansibar und Pemba britische Protektorate. Die Kolonialverwaltung führte Kaffee und Baumwolle als für den Verkauf bestimmten Anbau ein und etablierte eine Politik der indirekten Regierung, wodurch den traditionellen Königreichen eine gewisse Autonomie gewährt wurde, wobei aber die Rekrutierung des Baganda-Stammes für den Verwaltungsdienst bevorzugt wurde. Einige tausend Baganda-Führer erhielten von den Briten riesige Ländereien, wodurch sie ihren Reichtum begründeten. Andere Stammesmitglieder, die in der Kolonialverwaltung oder im von den Baganda dominierten Wirtschaftszweig keine Arbeit finden konnten, waren gezwungen, andere Wege zu finden, um Einfluss und Macht zu erwerben. So waren etwa die Acholi und Langi im Militär vorherrschend. Auf diese Art und Weise wurde die Saat für die Konflikte zwischen den Stämmen gelegt, die Uganda nach der Unabhängigkeit entzweien sollten.

Mitte der 1950er gelang es einem Langi-Schullehrer, Dr Milton Obote, eine lose Koalition zu gründen, die Uganda 1962 die Unabhängigkeit bescherte, wobei das Versprechen gegeben wurde, dass das Volk der Baganda Autonomie erhält. Für Uganda war dieser Zeitpunkt nicht unbedingt der beste, um die neu gewonnene Unabhängigkeit unter Kontrolle zu bringen. Im benachbarten Südsudan, im Kongo und in Ruanda herrschten Bürgerkriege, und viele Flüchtlinge strömten ins Land. Sehr schnell wurde auch offensichtlich, dass Obote nicht die Absicht hatte, seine Macht mit dem Kabaka (dem Buganda-König) zu teilen. Obote handelte schnell, er liess einige seiner Kabinettmitglieder verhaften und befahl seinem Armeeführer Idi Amin, den Königspalast zu stürmen. Obote wurde Präsident, die Buganda-Monarchie abgeschafft, und Idi Amin war der aufstrebende neue Stern am Himmel.

Alle politische Aktivitäten kamen rasch zum Stillstand, und die Armee war befugt, jeden sofort zu erschiessen, der nur unter dem Verdacht stand, dem Regime kritisch gegenüber zu stehen. Während der nächsten acht Jahre verloren etwa 300.000 Ugander ihr Leben, viele davon in oftmals abscheulicher Weise. Die Gruppe, die am meisten im Ziel der Verfolgung durch Amin stand, waren die Stammesangehörigen der Acholi und Langi, die Intellektuellen und die 70.000 Menschen umfassende asiatische Gemeinschaft. 1972 blieben den Asiaten, von welchen viele bereits 1912 aus anderen britischen Kolonien eingewandert waren, um in den ugandischen Plantagen zu arbeiten, 90 Tage, um das Land zu verlassen, wobei sie nur mitnehmen konnten, was sie am Leibe trugen.

In der Zwischenzeit brach die Wirtschaft zusammen, die Infrastruktur zerfiel, die Vielfalt an wildlebenden Tieren wurde von Soldaten auf der Suche nach Fleisch, Elfenbein und Häuten mit Maschinenpistolen ermordert, und die Tourismusindustrie löste sich in Asche und Rauch auf. Der Flüchtlingsstrom über die Grenze nahm flutartige Ausmasse an. Die Inflation erreichte 1000 %, und am Ende waren die Kassen der Schatzkammer so leer, dass die Soldaten nicht mehr bezahlt werden konnten. Angesichts einer rastlosen Armee, die durch Kämpfe zwischen den Stämmen aufgerieben wurde, sah sich Amin gezwungen, eine Entscheidung zu treffen. Törichterweise entschied er sich für einen Krieg mit Tansania. Die Armee Tansanias überrannte die ugandische Armee und stiess bis ins Herz Ugandas vor. Amin floh nach Libyen. Die etwa 12.000 Soldaten aus Tansania, die in Uganda verblieben, um vorgeblich den Wiederaufbau des Landes zu unterstützen und Ordnung und Recht zu erhalten, richteten sich gegen die Bevölkerung Ugandas.

1980 wurde die Regierung von einer Militärkommission übernommen, die für die Präsidentenwahlen in Uganda einen Zeitpunkt später im Jahr festlegte. Obote kehrte aus dem Exil in Tansania zurück und wurde in vielen Teilen des Landes enthusiastisch willkommen geheissen; in einer ganz offenkundig manipulierten Wahl fuhr er einen Sieg ein. Wie Amin bevorzugte auch Obote gewisse Stämme. Viele Beamte und höhere Führungskräfte des Militärs und der Polizei, die Angehörige südlicher Stämme waren, wurden durch Anhänger Obotes, die zu den nördlichen Stämmen gehörten, ersetzt, und die Gefängnisse begannen sich erneut zu füllen. Berichte über Gräueltaten sickerten ins Ausland durch, und es wurden einige Massengräber entdeckt. In der Mitte des Jahres 1985 wurde Obote in einem von Tito Okello angeführten Militärputsch gestürzt.

Kurz nachdem Obote 1980 Präsident geworden war, bildete sich eine Guerrillaarmee, die gegen seine auf Stämmen basierende Regierung gerichtet war. Diese Armee wurde von Yoweri Museveni angeführt, der während Amins Regentschaft in Tansania im Exil gelebt hatte. Aus einer Gruppe von 27 wuchs eine Guerrillaeinheit von etwa 20.000 Mitglieder heran, viele von ihnen Waisenkinder. Zu Beginn gab man den Guerillas, die als National Resistance Army (NRA) bekannt waren, nicht viele Chancen, aber zu dem Zeitpunkt, zu welchem Obote vertrieben worden war und Okello die Macht übernommen hatte, kontrollierte die NRA einen grossen Teil Westugandas. Zwischen der NRA und den Regierungstruppen Okellos kam es zu intensiven Kampfhandlungen, und bereits im Jannuar 1986 wurde klar, dass Okellos Tage an der Macht gezählt waren. Die NRA startete eine kompromisslose Offensive und nahm die Hauptstadt ein.

Trotz Musevenis marxistischer Tendenzen erwies er sich als pragmatischer Führer, der einige Erzkonservative in sein Kabinett ernannte und Bemühungen dahingehend unternahm, den Einfluss der katholischen Gemeinschaft im Land sicherzustellen. Die Monarchie wurde schliesslich 1993 wiedereingesetzt, wobei der Sohn Mutesas II, Ronald Muwenda Mutebi II, als Kabaka inthronisiert wurde. Buganda ist nunmehr eine konstitutionelle Monarchie, mit einem Lukiiko genannten Parlament, das seinen Sitz in mit Bulange bezeichneten Parlamentsgebäuden einnimmt. Das Lukiiko besitzt einen Oberfeldweibel, einen Sprecher und provisiorische Sitze für die königliche Familie, 18 Bezirksoberhäupter, Kabinettminister, 52 Clanführer, geladene Gäste und eine Gallerie. Der Kabaka nimmt nur an zwei Sitzungen im Jahr teil: das erste Mal, wenn er die erste Sitzung im Jahr eröffnet, und das zweite Mal, wenn er die letzte Sitzung des Jahres beendet.

In der Zwischenzeit kehrten beinahe 300.000 ugandische Flüchtlinge aus dem Sudan zurück. Die Wirtschaft erholte sich, und auch Hilfsleistungen und Investitionen kehrten wieder ins Land zurück. Museveni gewann die Wahlen in den Jahren 1994, 1996, 2001 und 2006.

Die Wahlen 1996 wurden als Ugandas ersten Schritt in Richtung Rehabilitation gesehen, und das Land wurde durch einen Besuch des US-Präsidentens Bill Clinton im Jahre 1998 "belohnt", obwohl die Einhaltung der Menschenrechte noch internationaler Kritik ausgesetzt war. Im August 1999 unterzeichnete Uganda das Kongo-Friedensabkommen.

Ugandische Kulturen

Die ugandische Bevölkerung setzt sich aus einer komplexen und vielfältigen Reihe von Stämmen zusammen. Der Kyogasee bildet die Nordgrenze für die Bantu sprechenden Völker, die einen Grossteil der östlichen, zentralen und südlichen Landstriche Ugandas dominieren. Zu ihnen gehören das Volk der Baganda und einige andere Stämme. Im Norden leben die Langi und Acholi, die nilotische Sprachen sprechen. Im Nordosten sind die Iteso und Karimojong beheimatet, die mit den Masaai verwandt sind und auch zur nilotischen Sprachgruppe gehören. Die Pygmäen (Volk der Batwa und Bambuti) leben in den Wäldern des Südwestens.

Jeder Stamm besitzt seine eigene Musikgeschichte, wobei Lieder von einer Generation zur nächsten übermittelt werden. Endigindi (Fidel), Entongoli (Leier), Amadinda (Xylophon) und Akogo (Daumenklavier) sind allgemein beliebte Instrumente. Der Acholi Okot p'Bitek ist einer der berühmtesten Verfasser von Folklore, satirischen Gedichten und Liedern.

In den Worten der Zauberer und Hexerei wird Tod manchmal interpretiert; eine Krankheit oder eine andere Todesursache wird nicht als die tatsächliche Ursache angesehen. Wenn bei einem Begräbnis die Verwandten jemanden verdächtigen, schuld am Tod der/des Verstorbenen zu sein, so ruft ein Geistermedium den Geist des/der Verstorbenen an, um sie/ihn zu fragen, wer wirklich für den Tod verantwortlich war. Im Allgemeinen ist es so, dass die Frauen die traditionellen Heiler sind. Magische Kräfte und Kräuter wurden zur Heilung einer Krankheit verwendet.

Wenn das Essen serviert wurde, hatten strenge Regeln eingehalten zu werden. Alle Mitglieder des Haushaltes wuschen sich ihre Hände und sassen auf Matten auf dem Boden. Besucher und Nachbarn, die vorbeischauten, mussten ebenfalls am Mahl der Familie teilnehmen. Normalerweise wurde ein kurzes Gebet gesprochen, bevor die Familie zu essen begann. Während des Essens sprachen Kinder nur, wenn sie von älteren Personen oder den Eltern etwas gefragt wurden. Es wird auch als unhöflich angesehen, den Raum zu verlassen, wenn andere noch essen.

Die Frauen wurde unterrichtete, zuzuhören und den Wünschen ihrer Väter, Ehemänner und Brüder und sogar den anderen Männern der Gemeinschaft zu entsprechen. Die Männer waren dominanter als die Frauen. In den 1980ern knieten die Frauen in ländlichen Gegenden wie z.B. Buganda nieder, wenn sie mit einem Mann sprachen. Die Frauen in Uganda trugen ihre Kinder auf dem Rücken und balancierten schwere Lasten auf ihren Kopf. Wenn sie in den Feldern arbeiteten, wurden sie nicht weniger als die Männer respektiert. Bis zum 20. Jahrhundert hatten die Frauen auch erste Handelsunternehmen gegründet, wobei sie von ihnen geerntetes Gut verkauften.

Die ugandische Küche besteht hauptsächlich aus einem dicken Brei aus Bohnen oder einer Fleischsauce, der mit Huhn-, Rind-, Ziegen- oder Hammelfleisch serviert wird. Die Stärke bzw. den Brei gewinnt man aus Hirse (Millet), Mais (Ugali), Cassava (Maniok-Wurzel) oder Kochbananen (Matooke). Es gibt auch Reis, Sorghum (Mohrenhirse – eine alte Getreideart), Süsskartoffeln oder eben normale Kartoffeln (Irish-Potatoes genannt). Ugali (Mais) wird zu einem dicken Brei gekocht, bis dieser hart wird. Danach wird er flach und in ziegelartiger Form aufgetischt. Es wird auch Chapatis, eine Art Omelette (Mehlspeise mit Wasser), serviert. Auch kennt man hier Samosas; dabei handelt es sich um mit Bohnen oder Fleisch gefüllte Teigtaschen. Man kocht auch Fisch, so etwa den Mandazis (Karpfen) oder den Tilapia (Barsch). Wenn dies nicht bereits ansprechend genug ist, so bietet das tropische Klima des Landes eine gesunde Auswahl an Früchten wie Ananas, Mangos, Bananen, Avocados, Papayas, Orangen oder Passionsfrüchte (Maracuja). Obwohl nur äusserst selten zu finden, stellt Mkat Mayai (Broteier) einen exzellenten Snack dar. Ursprünglich ein arabisches Gericht, handelt es sich dabei um Weizenteig, der in einen dünnen Pfannkuchen ausgerollt, mit Faschiertem und rohen Eiern gefüllt und danach in ein ansprechendes Päckchen gefaltet und schliesslich auf einer heissen Platte gebraten wird. Bier ist wahrscheinlich das in Uganda am häufigsten erhältliche Getränk. Pombe ist ein Bier, das lokal aus gegärten Bananen erzeugt wird; auch Waragi (Schnaps) ist ein lokaler Alkohol auf der Basis von Bananen. Bei Enguli handelt es sich um Getreideschnaps. Diese Getränke haben es so richtig in sich und können einen unangenehmen Kater am darauffolgenden Morgen verursachen.

Cassava - Maniok Passion - Maracuja


Bevor mit den arabischen Händlern die Baumwolle ins Land gebracht wurde, wurden Fasern der Bananenpflanze und Rindengewebe (Barkcloth), die innere Rindenschicht eines bestimmten Baums, am häufigsten verwendet. Heute werden Rindengewebe und Kanzus (eine weisse Baumwollrobe) mit "traditionellen" männlichen Kleidungsstücken assoziiert. Die Frauen tragen Wickel aus gemusterten Textilien (die gewöhnlich aus Kenia und Tansania importiert werden) oder ein Gomezi, ein Kleid im westlichen Stil mit spitzen Schultern. Andere natürliche Materialien wie Kürbisse werden ebenfalls für eine Vielzahl von Zwecken verwendet.

Es hat aber in der Musik Ugandas gewisse Entwicklungen gegeben. So wurde die Musik insbesondere in der Hauptstadt Kampala schrittweise integriert, wo Instrumente der verschiedenen Regionen gemeinsam in einem Orchester eingesetzt werden oder einen Tanz einer anderen Region begleiten. Alle Instrumente, die auf eine ähnliche Tonleiter (pentatonisch mit gleichen Intervallen) gestimmt werden können, werden nunmehr im selben Orchester gespielt; so besitzt die Kombination aus z.B. Adungu (Harfe), Amadinda (Xylophon), Endingidi (Fiedel) einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund, liefert aber in einem nacheinander folgenden Spiel wunderschöne und angenehme Musik. Das berühmteste und wohl eines der ältesten Ensemble, Ndere Troupe, kann hier als ein Beispiel dafür angeführt werden, wie die Beibehaltung und die Entwicklung der traditionellen ugandischen Musik in Bezug auf Harmonie beispielgebend und wegweisend verknüpft werden können.

Die Kunst der Einheimischen war stets sehr beliebt. Die Afrikaner haben von den Immigranten nur so viel angenommen, als ihnen für ihren Lebensstil entsprechend erschien. Viele verteidigten ihre Stammestraditionen gegen islamische Einflüsse und später gegen die christliche Religion. Die figürlich-plastische Kunst, für die Schwarzafrika berühmt geworden ist, erlangte nicht bei allen Völkern gleich hohe Bedeutung. Bei einigen Stämmen waren vorwiegend der malerische Dekor der Hütten oder die Töpferei von Bedeutung. Bei anderen war es die Maskenschnitzerei. Die Plastik war bei den Bantu hochentwickelt, diese Verbreitung zeigte deutlich, dass die Frau eine soziale Vormachtstellung einnimmt.

Handwerk

Handwerkliches Können wurde von Generation zu Generation übermittelt und bekam mit der Zeit in Form, Gestaltung, Verzierung (Ornamente) und Ausdruckskraft eine eigene Identität innerhalb solcher Gemeinschaften (Kommunen). Korbwaren, Töpfe und alltägliche Gebrauchsgegenstände für Haushalt oder zur täglichen Arbeit auf dem Felde wurden in gemeinschaftlicher Arbeit gefertigt, ebenfalls Werkzeuge für die Jagd und den Kampf. Es wurden in Holz geschnitzte Fetischfiguren und Masken für Rituale und als Prestige hergestellt. Ausführungen in Formen und Verzierungen (Ornamente) wurden zu Markenzeichen einer solchen Gemeinschaft (Stamm). Heute können wir deshalb diesen Gemeinschaften eine örtliche und zeitliche Herstellung von Gegenständen zuordnen.

Hergestellt wurden Kürbisgefässe (Kalabassa) und Holzgefässe, die für Esswaren oderGetränke verwendet wurden; Tonwaren wurden ohne Töpferscheibe hergestellt; Wasserpfeifen zum Hanfrauchen; Korbwaren für den Alltagsgebrauch; Bierkörbe oder Matten aus Gras; Kleider und Bedeckungen aus Fellen oder Rindentuch (Barkcloth); Zipfel und Schürzen; Gürtel und Hüfthalter; Haarschmuck und Gesichtsornamente; Amulette; Halsketten oder Perlen; Arm- und Beinschmuck; Armketten, Ringe; weiters Schilder, Speere, Pfeil und Bogen; Schwerter, Tanzwaffen; Jagdmesser; Finger- und Handgelenksmesser; Jagdausrüstung. Aus Holz geschnitzt wurden Dekorationen, Fetisch-Kultfiguren und Ritualmasken.
Z.B. bei den Karimojong (ein hamitischer Stamm) wird die Haartracht aus menschlichem Haar gefertigt, das mit Schmiere und Ton verfilzt wird. Diese Konstruktion wird mit einem Drahtgeflecht um die Vorderkante herum verstärkt. Mit roter, blauer und gelber Farbe wird ein Muster gebildet. Die Ösen über der Krone und an der Rückseite halten Pfauenfedern und andere Ornamente..

Neben alltäglichen Gebrauchsgegenständen für den Haushalt, die Feldarbeit, die Jagd oder den Kampf wurden auch Ritualobjekte hergestellt. Fetischfiguren, Masken. Mehrköpfige Speere wurden in zeremoniellen oder magisch-religiösen Praktiken verwendet, wobei die Töpfe mit mehreren Öffnungen verwendet wurden, um dem Opfer, das sich den Zorn und die Wut des Kabaka (König) zugezogen hat, mit Bier zu vergiften. Die Luo (Fluss-See-Niloten) und die Basamia-Bagwe (Bantu-Stamm) verwenden in gewissen Riten, insbesondere in jenen in Zusammenhang mit der Geburt von Zwillingen, Töpfe mit zwei Öffnungen. In der Zauberei gibt es auch verschiedene Objekte (so z.B. Totems und Kultfiguren), um den Magiern in Zeremonien Kraft zu verleihen. Solche magischen Kräfte wurden mit dekorierten Utensilien wie Leopardenfellen, Kuhschwänzen, Schwänzen, Tierhörnern, Schlangenhaut, Federn seltener Vögel, Muscheln und Perlen unterstützt.

Aus Plastik und aus Aluminium produzierte Ware hat den Markt erobert und dabei die lokalen traditionellen Handarbeiten verdrängt. Immer mehr Menschen in Uganda verwenden aus Kunststoff hergestellte Produkte, so z.B. Kanister, Becher und Schüsseln. Regionale und lokale Handwerker haben nun mit der Herstellung traditioneller Waren in modernen Formen begonnen und versuchen, auf den Markt zurückzukommen. Dieser Bereich scheint nunmehr im Wachstum begriffen zu sein und besitzt enormes Potential, da diese Produkte an Touristen verkauft werden können. In diesem Zusammenhang basiert alles darauf, das Kunsthandwerk der Einheimischen mit seinen traditionellen Ornamenten in neuen Formen zum Ausdruck zu bringen.

- Mehr Informationen sind zu finden unter –
Traditionelles Handwerk der ugandischen Bevölkerung

   
back to the Index – Projects Uganda

Überarbeitet und übersetzt von Hermelinde Steiner

PageTop