Face Music - Catalog - Uganda

  • Sarah Ndagire & Pedson Kasume
    - Traditional music from Uganda - Vol. I - East Africa




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P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


- FM 50041 - P & C 2006
more information songs in German - Sarah Ndagire & Pedson Kasume with friends - Ensemble Xpera

In Afrika sind verschiedene ethnische Gruppen beheimatet, von denen jede ihre eigene Musiktradition besitzt. Dabei handelt es sich um ein traditionelles musikalisches Erbe, das mündlich über Jahrhunderte von einer Generation zur anderen überliefert wurde. Trotz äusserer Einflüsse achtet die Mehrheit dieser ethnischen Gruppen auch weiterhin ihre jeweiligen traditionellen Musikstile, welche wiederum eine starke musikalische und kulturelle Identität etablieren müssen und auch weiterhin besitzen, und übt sie auch aus.

Die ugandische Musik ist im Allgemeinen rhythmisch, wobei die Komplexität dieser Rhythmen mit den unterschiedlichen ethnischen Gruppen variiert. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der unterschiedlichen Instrumentation wider. Einige musikalische Formen werden auf einfachen Instrumenten gespielt, während andere, insbesondere dabei die Tanzmusik, in Ensembles mit komplexer Instrumentenzusammensetzung gespielt werden. Die afrikanische Musik ist gewöhnlich pentatonisch, aber einige Stämme setzen auch eine sechsstufige Ganztonleiter ein. Die in der Vokalmusik eingebettete Literatur dient dazu, die sozialen Gemeinschaften zu transformieren, so etwa in ihrer strukturellen Anpassung.

Obwohl in Uganda eine Vielzahl an ethnischen Gruppen eine Heimat gefunden hat, trifft man gewöhnlich eine breite linguistische Unterscheidung zwischen der Bantu sprechenden Mehrheit, die in den zentralen, südlichen und westlichen Teilen des Landes lebt, und der nicht-Bantu-sprechenden Gruppe, die im östlichen, nördlichen und nordwestlichen Teil des Landes beheimatet ist (diese Gruppe kann auch in nilotische und zentralsudanesische Völker unterteilt werden). Die erste Kategorie umfasst das grosse und geschichtlich zentralisierte Königreich Buganda, die kleineren westlichen ugandischen Königreiche Bunyoro, Nkole (Ankole) und Toro (Batooro) sowie die Busoga-Staaten östlich von Buganda. In Uganda gibt es vier ethnische Hauptgruppen, die alle unterschiedliche Ursprünge besitzen. Die zahlenmässig grösste Gruppe, die Bantu, die aus Zentralafrika von den Hochländern Kameruns oder den Kongobecken eingewandert sind, umfasst die Stämme der Baganda, Banyankore, Basoga, Bakiga, Batooro, Banyoro, Banyarwanda, Bagisu, Bagwere und Bakonzo.

Die Völker der zweiten Kategorie (sie machen weniger als 1/10 der Gesamtbevölkerung aus) umfassen die Stämme der Iteso, Langi, Acholi, Alur, Karimojong, Kakwa, Japadhola, Kumam, Sebei, Jonam (nilotische Sprachgruppen aus dem Norden), die Nilo-Hamiten und die Metu, Madi, Lugbara, Lendu und Okebu (zentralsudanesische Gruppe) im Norden und eine Reihe kleinerer Gemeinschaften im östlichen Teil des Landes.

Region Stamm Sprachgruppe ethnische Gruppe
central and southeastern
Buganda
Baganda (Ganda) Bantu (Luganda) Bantu
central eastern
Busoga Basoga Bantu  Bantu
Tororo district Banyole Bantu Bantu
Tororo and Iganga district Basamia-Bagwe Bantu Bantu
Pallisa district Bagwere Bantu (Lugwere) Bantu
Pallisa and Tororo district Iteso Nilotic Hamites
Bugisu Bagisu Bantu Bantu
Jopadhola (Luo) Nilotic Hamitas
Sebei Nilotic Hamitas
central western
Bunyoro Banyoro Bantu Bantu
Batooro Batooro Bantu  (Rutooro) Bantu
Mt. Rwenzori Bakonzo, Konzo Bantu Bantu
south western
Ankole (Nkole)
Banyankore (Bairu, Bahima) Bantu Bantu
south
Kigezi
Bakiga Bantu (Rukiga) Bantu
southwest
Western Province
Banyarwanda (Bafumbira)
- Bahutu, Batutsi and Batwa
Bantu (Kinyarwanda) Bantu
central northern
Langi Nilotic Hamites
Kumam Nilotic (Lwo) Hamites
Acholi
Acholi (Luo-Madi) Nilotic (Lwo) Hamites 
north eastern
Karamoja
Karimojong Nilotic Hamites
northwest
Western Nile Kakwa Nilotic  Hamites
Western Nile Alur, Jonam (Luo) Nilotic Hamites
Western Nile Lugbara; Madi, Metu, Okebu Central Sudanic Hamites

- see map sketch of Uganda regions

- see more information about Kakwa people (Western Nile)


Das Land

Die Republik Uganda ist ein unabhängiger Staat, der sich in Ostafrika entlang des Äquators erstreckt und im Osten an Kenia, im Süden an Tansania und Ruanda, im Westen an die Demokratische Republik Kongo (früher Zaire) und im Norden an den Sudan grenzt. Sie umfasst eine Fläche von 241.040 km2. Die Bevölkerung beträgt etwa 28 Millionen, wovon 66 % Christen (Anglikaner, Katholiken wie auch Anhänger der Pfingstbewegung) und 16 % Muslime sind und etwa 18 % traditionellen Glaubensrichtungen angehören. Es gab auch nachweisbar Sikhs und Hindus im Land. Die offizielle Landessprache ist Englisch, die Hauptstadt heisst Kampala.

Das Land besitzt viele Seen und Sümpfe. Der Viktoriasee und der Kyogasee fliessen in den Nil. Der Edwardsee und der Albertsee befinden sich an der Grenze zum Kongo. Ein Grossteil Ugandas ist flach, und dort gibt es auch Vulkanberge. Der grösste Gebirgszug ist der Ruwenzori an der Grenze zum Kongo, dessen höchster Punkt der Margherita Peak auf dem Mount Stanley 5.110 m misst. Der Gebirgszug Mount Elgon (4'321 m) an der Grenze zu Kenia im Südwesten Ugandas ist ebenfalls sehr gebirgig. Der Rest des Landes besteht aus Grasland und Wäldern. Im Nordosten liegt die Halbwüste.
Im Kabalega National Park im Nordwesten findet man eine grosse Vielfalt an Flora und Fauna, ebenfalls im Lake Mburo National Park im Süden. Als Beispiele dafür sind Flusspferde, Krokodile, Gazellen, Impalas, Tüpfelhyänen, Leoparden, Büffel, Gorrilas und Schimpansen zu nennen. Es gibt auch eine Artenvielfalt an Vögeln wie Weissschopf-Hornvögel, Falken mit langen Schwänzen, graue Papageien, Pygmäenfalken sowie Rebhühner.
Die Wirtschaft basiert im Allgemeinen auf der Landwirtschaft, wobei Kochbananen (Matooke), Cassava, Süsskartoffeln, Bananen, Hirse und Sorghum (Getreide) angebaut werden. Weiters werden auch Kaffee (macht etwa 90 % des Exports aus), Baumwolle, Tee und Tabak produziert. Die Viehzucht, der Fischfang und die Hartholzproduktion stellen einen weiteren Wirtschaftsfaktor dar. Ugandas natürliche Rohstoffe sind Kobalt, Kupfer, Salz und Kalkstein.

Die fortwährenden Tragödien, die Uganda seit der Unabhängigkeit erfahren musste, standen immer im Mittelpunkt des westlichen Medieninteresses, und aus diesem Grund erachten die meisten Menschen Uganda noch immer als einen sehr vergänglichen Ort, den es zu vermeiden gilt. Der Grossteil des Landes ist aber seit einigen Jahren stabil, und die Wandlung des Landes ist als höchst erstaunlich anzusehen. Kampala ist nunmehr die moderne und geschäftige Hauptstadt eines neuen Ugandas, wobei das Land zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsgrössen Afrikas gehört.
Die wunderschönen Berge, die Trekking-Möglichkeiten sowie die Berggorillas stellen für viele Touristen in Uganda einen interessanten Anziehungspunkt dar. Vor der Unabhängigkeit war Uganda ein wohlhabendes und kohäsives Land. Aufgrund seiner enormen Schönheit bezeichnete Winston Churchill es als "die Perle Afrikas".


Geschichte

Im 14. Jahrhundert wurden in Uganda Königreiche errichtet. Zu diesen gehörten die Königreiche der Buganda, Bunyoro, Toro (Batooro), Nkole und der Kleinstaat Busoga. Während der folgenden Jahrhunderte etablierte das Volk der Baganda seine Vorherrschaft. Die Stämme hatten genügend Zeit, um ihre Hierarchien auszuarbeiten, da bis zum 19. Jahrhundert nur wenige Einflüsse von aussen in das Land gelangten. Trotz der Fruchtbarkeit des Landes und seiner Fähigkeit der Produktion von Ernteüberschüssen gab es beinahe überhaupt keine Handelsbeziehungen mit der ostafrikanischen Küste. Die ersten Kontakte wurden durch arabische Händler und europäische Entdecker in der Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt, wobei die letzteren auf der Suche nach Elfenbein und Sklaven in das Land kamen.

Nachdem mit dem Vertrag von Berlin im Jahre 1884 die verschiedenen Einflussgebiete der europäischen Staaten in Afrika definiert worden waren, wurden Uganda, Kenia und die Inseln Sansibar und Pemba britische Protektorate. Die Kolonialverwaltung führte Kaffee und Baumwolle als für den Verkauf bestimmte Anbaufrüchte ein und etablierte eine Politik der indirekten Regierung, wodurch den traditionellen Königreichen eine gewisse Autonomie gewährt wurde, wobei aber die Rekrutierung des Baganda-Stammes für den Verwaltungsdienst bevorzugt wurde. Einige tausend Baganda-Führer erhielten von den Briten riesige Ländereien, wodurch sie ihren Reichtum begründeten. Andere Stammesmitglieder, die in der Kolonialverwaltung oder im von den Baganda dominierten Wirtschaftszweig keine Arbeit finden konnten, waren gezwungen, andere Wege zu finden, um Einfluss und Macht zu erwerben. So waren etwa die Acholi und Langi im Militär vorherrschend. Auf diese Art und Weise wurde die Saat für die Konflikte zwischen den Stämmen gelegt, die Uganda nach der Unabhängigkeit entzweien sollten.

Mitte der 1950er gelang es einem Langi-Schullehrer, Dr Milton Obote, eine lose Koalition zu gründen, die Uganda 1962 die Unabhängigkeit bescherte, wobei das Versprechen gegeben wurde, dass das Volk der Baganda Autonomie erhält. Für Uganda war dieser Zeitpunkt nicht unbedingt der beste, um die neu gewonnene Unabhängigkeit unter Kontrolle zu bringen. Im benachbarten Südsudan, im Kongo und in Ruanda herrschten Bürgerkriege, und viele Flüchtlinge strömten ins Land. Sehr schnell wurde auch offensichtlich, dass Obote nicht die Absicht hatte, seine Macht mit dem Kabaka (dem Buganda-König) zu teilen. Obote handelte schnell, er liess einige seiner Kabinettmitglieder verhaften und befahl seinem Armeeführer Idi Amin, den Königspalast zu stürmen. Obote wurde Präsident, die Buganda-Monarchie abgeschafft, und Idi Amin war der aufstrebende neue Stern am Himmel.
Die Wahlen 1996 wurden als Ugandas ersten Schritt in Richtung Rehabilitation gesehen, und das Land wurde durch einen Besuch des US-Präsidentens Bill Clinton im Jahre 1998 "belohnt", obwohl die Einhaltung der Menschenrechte noch internationaler Kritik ausgesetzt war. Im August 1999 unterzeichnete Uganda das Kongo-Friedensabkommen.


Ugandische Kulturen

Die ugandische Bevölkerung setzt sich aus einer komplexen und vielfältigen Reihe von Stämmen zusammen. Der Kyogasee bildet die Nordgrenze für die Bantu sprechenden Völker, die einen Grossteil der östlichen, zentralen und südlichen Landstriche Ugandas dominieren. Zu ihnen gehören das Volk der Baganda und einige andere Stämme. Im Norden leben die Langi und Acholi, die nilotische Sprachen sprechen. Im Nordosten sind die Iteso und Karimojong beheimatet, die mit den Maasai verwandt sind und auch zur nilotischen Sprachgruppe gehören. Die Pygmäen (Volk der Bambuti / Batwa) leben in den Wäldern des Südwestens.

Jeder Stamm besitzt seine eigene Musikgeschichte, wobei Lieder von einer Generation zur nächsten übermittelt werden. Endigindi (Fidel), Entongoli (Leier), Amadinda (Xylophon) und Akogo (Daumenklavier) sind allgemein beliebte Instrumente. Der Acholi Okot p'Bitek ist einer der berühmtesten Verfasser von Folklore, satirischen Gedichten und Liedern.

Es hat aber in der Musik Ugandas gewisse Entwicklungen gegeben. So wurde die Musik insbesondere in der Hauptstadt Kampala schrittweise integriert, wo Instrumente der verschiedenen Regionen gemeinsam in einem Orchester eingesetzt werden oder einen Tanz einer anderen Region begleiten. Alle Instrumente, die auf eine ähnliche Tonleiter (pentatonisch mit gleichen Intervallen) gestimmt werden können, werden nunmehr im selben Orchester gespielt; so besitzt die Kombination aus z.B. Adungu (Harfe), Amadinda (Xylophon), Endingidi (Fidel) einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund, liefert aber in einem nacheinander folgenden Spiel wunderschöne und angenehme Musik. Der berühmteste und wohl einer der ältesten Musikexperten, Ndere Troupe, kann hier als ein Beispiel dafür angeführt werden, wie die Beibehaltung und die Entwicklung der traditionellen ugandischen Musik in Bezug auf Harmonie beispielgebend und wegweisend verknüpft werden können.

Die Kunst der Einheimischen war stets sehr beliebt. Die Afrikaner haben von den Immigranten nur so viel angenommen, als ihnen für ihren Lebensstil entsprechend erschien. Viele verteidigten ihre Stammestraditionen gegen islamische Einflüsse und später gegen die christliche Religion. Die figürlich-plastische Kunst, für die Schwarzafrika berühmt geworden ist, erlangte nicht bei allen Völkern gleich hohe Bedeutung. Bei einigen Stämmen waren vorwiegend der malerische Dekor der Hütten oder die Töpferei von Bedeutung. Bei anderen war es die Maskenschnitzerei. Die Plastik war bei den Bantu hochentwickelt, diese Verbreitung zeigte deutlich, dass die Frau eine soziale Vormachtstellung einnimmt.


Lieder

1. Kamungele - Bakonzo people
- Pedson Kasume: voice, adungu

Der Name einer Person. Die Geschichte ist eher fiktiv. Sie erzählt vom Leben im Dorf, wenn ältere Menschen um das Feuer herumsitzen und die Ennanga spielen und in ihrer lokalen Sprache singen. Die Ennanga ist ein neunsaitiges Instrument (eine Holzzither), das auf der Achten in der diatonischen oder pentatonischen Tonleiter gestimmt ist.

Die Geschichte erzählt von Kindern, insbesondere nach dem Tod der Eltern. Kamungele sagte: "Sie müssen verschwinden, und ich habe nahe einem Flussufer gelebt, nachdem ich mit seinem Bruder Kiregha in Streit darüber ausgebrochen bin, wer den Besitz der Eltern erben soll."

9. Sumba etaara - Bakonzo people
- Sarah Ndagire: voice
- Pedson Kasume: voice, adungu, adungu bass, endingidi, engoma, engalabi, ensaasi

Dabei handelt es sich um ein Volksmärchen. Das Lied heisst "Den Klumpen anheben": Sie erzählen von einem Mann, der sich von seiner Frau scheiden liess, sich später aber ohne Frau einsam fühlte, so dass er sich dazu entschloss, zu seinen Schwiegereltern zu gehen und um Verzeihung zu bitten. Im Haus seiner Ehefrau ist es so dunkel, dass er sie nicht sehen kann, und so bat er seine Schwägerin: "Sofiya; hebe den Klumpen an, so dass ich meine Frau sehen kann."

Bakonzo (Buschmänner)
Dies sind die Völker, die die Dörfer und Farmen unmittelbar entlang der ugandischen Ruwenzori-Gebirgsausläufer besiedeln. Die Bakonzo werden im Allgemeinen mit Konzo abgekürzt. In Uganda stellen die Bakonzo eine wichtige ethnische Gruppe von etwa 30.000 Menschen dar, im Kongo gibt es sogar noch mehr Buschmänner, wobei sie dort als Banande bekannt sind. Sie alle gehören den Bayira, einem Bantu sprechenden Volk, an. Wie die Gebirgsvölker auf der ganzen Erde sind auch sie arbeitssam und selbstsicher und können sich in die Weiten ihrer Hügelzüge zurückziehen, wenn in den Ebenen Unruhren herrschen, was sie mit einer sozialen Stabilität versehen hat, die in Uganda und im Kongo seinesgleichen sucht. Die Bakonzo sind ein sehr würdevolles Volk, ihnen ist Bildung sehr wichtig, und sie legen auch grossen Wert auf den wunderbaren Kerngeist der konservativen afrikanischen Werte, auch sind sie von einem bescheidenen Wesen. Sie sind entspannt und offen. Humor spielt eine grosse Rolle, und über einen guten Witz kann wochenlang gelacht werden. Die Heimstätte der Bakonzo besteht gewöhnlich aus einem oder zwei rechteckigen Häusern und einigen wenigen kleinen Lagerhütten, die am Rand der Vorberge weit verstreut und geflickt angeordnet sind.
Die Häuser bestehen aus einer Doppelschicht aus geflochtenem Bambus, die mit Lehm gefüllt ist, das Dach wird aus Gras oder Bananenpflanzen gefertigt, obwohl dies nunmehr öfter durch das in Afrika übliche Eisenwelldach ersetzt wird. Kaffee [in der letzten Zeit pflanzen manche Kakao an] stellt in den Vorhügeln die vorrangig für den Verkauf bestimmte Anbaufrucht dar. In den Ebenen ist dies Baumwolle. Mit einer wachsenden Bevölkerungsentwicklung haben sich Wirtschaftspolitiken mit dem Ziel von Stabilität etabliert, und die Farmen wurden immer weiter und höher hinauf in die bergigen Hügelzüge gedrängt. Dadurch ergibt sich ein stetig wachsendes Potenzial für Erosion und Umweltschäden, das durch den Druck, den die Menschen auf das Land ausüben, entwickelt wird. Die Bakonzo heiraten gewöhnlich früh, die Mädchen mit etwa 13 oder 14.

4. Okwagala - Buganda region
- Pedson Kasume: voice, endingidi

Ein Mann gibt seinen Freunden Ratschläge zum Thema Liebe und Kommunikation, die den Schlüssel zu guter Liebe darstellen.

7. Kikwabanga - Buganda region
- Sarah Ndagire: voice
- Pedson Kasume: voice, endongo, endingidi, engalabi, namunjoloba, engoma, ensaasi

Kikwabanga und Sematimba waren zwei sehr reiche Brüder, die auch grosse Krieger waren. Sie hatten aber den Ruf, sehr gierig und selbstsüchtig zu sein. Sie halfen niemals ihren Mitmenschen und behielten alles, was sie besassen, nur für sich selbst. Einmal mussten sie in einen Bürgerkrieg ziehen. Bevor sie weggingen, liessen sie Rinder, Ziegen und Hühner im Stall zurück, so dass sie bei ihrer Rückkehr, nachdem sie den Krieg gewonnen hatten, Nahrung vorfinden würden. Unglücklicherweise wurden sie beide getötet und kehrten nicht zurück.

Das Lied lehrt die Menschen, einen Teil ihres Besitzes anderen zu überlassen, insbesondere in Zeiten, wenn man nicht so viel braucht, wie man besitzt. Gewöhnlich sang ein Mensch in einer armen Gemeinschaft dieses Lied.

8. Enguli
- Buganda region
- Pedson Kasume: voice, endongo

Enguli ist eine Art Rohalkohol aus Getreide. Normalerweise wurde das Lied anlässlich von Ritualen und Zeremonien gesungen, die besonders von älteren Personen besucht wurden. Die Leute begannen, zu viel zu trinken und bekamen Probleme damit, dessen Stärke zu kontrollieren. Dieses Lied warnt vor den negativen Auswirkungen, die ein zu grosser Alkoholkonsum haben kann, es erzählt von einzelnen Personen und ihren Problemen in der Gesellschaft.

10. Ggangaalula - Buganda region
- Sarah Ndagire: voice
- Pedson Kasume: voice, endongo, endingidi, engalabi, namunjoloba, engoma

Ggangaalula ist ein Kiganda-Name (Ganda). Er war Arbeiter im Palast des Buganda-Königs. Unglücklicherweise verliebte er sich in die Tochter des Königs (die Prinzessin), was ein Verbot darstellte. Der Kabaka (der König) befahl, Ggangaalula zu kastrieren und ihn dadurch zu verbannen, dass er aus dem Palast hinausgeworfen wurde. Es wird geschildert, was die Gesellschaft ihm antat, nachdem er seine Männlichkeit verloren hatte. Sie komponierten ein Lied, um ihn zu beleidigen, als einen Scherz und zur Verhöhnung.

11. Maya - Buganda region
- Sarah Ndagire: voice, ullulation, handclapping (engalo)
- Pedson Kasume: voice, endingidi, engalabi, namunjoloba, ensaasi, handclapping (engalo)

Ein Loblied für sich selbst. Maya spricht davon, wie sie vermisst und betrauert wird, wenn sie ihre Mutter und das Dorf verlässt.

12. Serukera - fable - Buganda region
- Pedson Kasume: voice, endingidi

Wörtlich gesehen ist das der Name einer Person, und das Lied ist eine Art Fabel, in welcher Serukera sehr für seine Eigenschaft als wirklich grossartiger und tapferer Mann in seiner Gemeinschaft gelobt wird. Er wird für seinen Mut gelobt, weil er gegen die Sonne gekämpft und diese besiegt hat, weil er gekämpft und seine Rippen gebrochen hat, und er kämpfte und besiegte alle seine Feinde und kämpfte sogar weiter, als er bereits nackt war.
Das Lied Serukera ist aber auch sehr aktuell. Es weist auch auf andere Aspekte des sozialen Lebens hin, so etwa Reichtum, denn es wird erwähnt dass Serukera ein sehr altes Auto besass, das als Wakadala bekannt war, auf welches er anstelle einer Motorhaube eine Tierhaut gespannt hatte, von der man sagt, dass sie jedes Mal bei Regen furchtbar gestunken hatte. Obwohl Wakadala so alt war, leistete er bei Hochzeiten zum Transportieren von Essen und Gästen wertvolle Dienste.

Buganda - Ihre Musik ist hauptsächlich langsam, wobei mehr Augenmerk auf ein regelmässiges Metrum gelegt wird. Sie besteht aus kontrastierten Lyriken und Jodlern (schwingenden Vokallinien). Da sie ihren Ursprung bei den negroiden Völkern haben, umfassen sie eine Vielzahl von Liedformen wie Schlaflieder, historische Lieder, Arbeitslieder, Zeremonienlieder, Loblieder für den König (Kabaka), Hochzeitslieder etc. Diese sind rein pentatonisch. Die meisten Vokallinien besitzen eine responsoriale Form, Soloform und Chorusform. Da diese Lieder vokal sehr dominant sind, dienen sie hauptsächlich der sozialen Transformation.

Traditionelle Tänze - Jeder Stamm in Uganda besitzt zumindest traditionelle Tänze. Baakisiimba, Nankasa und Muwogola sind traditionelle Tänze, die ihren Ursprung im Palast des bugandischen Königs hatten.

Buganda liegt in Zentraluganda, und es handelt sich dabei um eine Region des Baganda-Stammes, deren Mittelpunkt Kampala-Stadt darstellt. Die Grenzen Bugandas sind im Süden der Viktoriasee, im Osten der Viktoria-Nil und im Norden der Kyogasee. Das Volk der Baganda stellt die grösste ethnische Gruppe dar. Das Königreich umfasst 52 Clans. Zur Zeit handelt es sich dabei um das grösste der traditionellen Königreiche.
Baganda ist plural, während Muganda singular ist, und oftmals werden sie einfach durch das Stammwort und Adjektiv, "ganda", bezeichnet. In der Kolonialzeit wurde diese Region niemals erobert. Der mächtige König (Kabaka) Mutesa stimmte der britischen Politik, Buganda Protektoratstatus zu verleihen, zu. Die traditionelle Ganda-Wirtschaft basierte auf Ackerbau und Bananenplantagen. Die Viehzucht spielte nur eine untergeordnete Rolle. Bananen waren dabei das Grundnahrungsmittel. Frauen erledigten den Hauptteil der landwirtschaftlichen Arbeit, während die Männer meistens Handel und Politik betrieben (und in Zeiten vor der Kolonisierung auch Kriegsherren - Krieger).
Gandas soziale Organisation basierte auf der männlichen Erbfolge. Vier oder fünf Generationen, die durch männliche Vorfahren verwandt sind, machen einen Clan aus. Die Clanführer regelten Heiraten, die immer zwischen zwei unterschiedlichen Linien zu erfolgen hatten, um sowohl wichtige soziale als auch politische Allianzen zu bilden. Sie halfen auch dabei, Land zu kultivieren, Zeremonien und Rituale des Gedenkens an ihre Ahnen zu arrangieren. Die Dörfer der Ganda, die manchmal aus bis zu vierzig oder fünfzig Häusern bestanden, lagen im Allgemeinen an Berghängen. Frühe Dörfer der Ganda umschlossen das Heim eines Anführers oder Häuptlings, das der Dorfbevölkerung einen gemeinsamen Treffpunkt bot. Der Anführer forderte von seinen Untertanen Tribut ein, leistete Tribut an den Kabaka (König), verteilte die Ressourcen unter seinen Untergebenen, sorgte für Ruhe und Ordnung und vertiefte die soziale Solidarität durch seine geschulte Entscheidungsfähigkeit. Im späten 19. Jahrhundert verstreuten sich die Dörfer der Ganda immer mehr, da die Rolle der Anführer in Reaktion auf politische Unruhen, Wanderbewegungen und fallweise Aufstände der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung verlor.
Die meisten Linien behielten ihre Verbindung zu einem Heimatgebiet (Butaka) innerhalb eines grösseren Clangebiets, aber die Angehörigen einer Linie lebten nicht notwendigerweise auf Butaka-Land. Männer einer Linie bildeten oftmals den Kern eines Dorfes, während ihre Frauen, Kinder und Schwäger zum Dorf dazukamen. Es stand den Menschen frei, ihr Gebiet zu verlassen, wenn sie mit dem lokalen Führer unzufrieden wurden, und sich mit anderen Verwandten oder Schwägern niederzulassen, was sie auch oftmals taten. Die Familie wird in Buganda oftmals als der Mikrokosmos eines Königreichs bezeichnet. Der Vater wird verehrt und als Oberhaupt der Familie respektiert. Seine Entscheidungen werden im Allgemeinen nicht in Frage gestellt. Die soziale Stellung eines Mannes wird durch jene bestimmt, mit denen er Beziehungen in der Form von Schutzherr-Abhängiger etabliert, und der beste Weg, diese Beziehung sicherzustellen, erfolgt durch die Kinder. Die Kinder der Baganda, manche weniger als drei Jahre alt, werden weggeschickt, um in den Heimen ihre soziale Höherstellung zu leben, um dadurch einerseits die Loyalität zwischen den Eltern zu vertiefen und anderseits um eine Basis für die soziale Mobilität der Kinder zu schaffen. Die Ganda-Kultur toleriert soziale Unterschiede viel leichter, als dies in vielen anderen afrikanischen Gesellschaften der Fall ist. Selbst vor der Ankunft der Europäer gehörten Menschen, die ausserhalb von Buganda geboren waren, oftmals der sozialen Gemeinschaft vieler Dörfer der Ganda an. Einige dieser Neuankömmlinge waren als Sklaven in die Region gekommen, aber bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts blieben viele Gastarbeiter, die keinen Baganda.-Ursprung aufweisen konnten, in Buganda, um dort Farmen zu bewirtschaften.

Geschichte Bugandas
Die frühe Geschichte Bugandas wurden von einer Generation in der Form von mündlich überlieferter Geschichten zur nächsten Generation weitergegeben. Unglücklicherweise haben sich, wie dies bei mündlicher Überlieferung oftmals der Fall ist, viele verschiedene Versionen davon entwickelt, eben abhängig von der Quelle. Es gibt unterschiedliche Versionen davon, wie das Königreich Buganda etabliert wurde. Einige davon sind nachfolgend dargestellt.

Die Ankunft von Kintu
Vor der Gründung der Kintu-Dynastie waren die Menschen, die in der Region lebten, die später als Baganda bekannt wurden, nicht in einer einzigen politischen Einheit vereint. Die Menschen waren in Gruppen organisiert, die gemeinsame Vorfahren aufwiesen und die wichtigste Einheit in der Kultur Bugandas darstellten - den Clan. Trotz einer gemeinsamen Sprache und Kultur waren die Clans lose autonom. Die Clanführer (Abataka) regierten über ihre jeweiligen Clans. Es gab kein Kastensystem, und alle Clans waren gleichgestellt. Dies schloss aber die Tatsache nicht aus, dass von Zeit zu Zeit ein Clan militärisch stärker als ein anderer Clan war. In einem solchen Fall konnte der Anführer für eine bestimmte Zeitspanne Hegemonie über die anderen Clans schaffen.
In Übereinstimmung mit der allgemein akzeptierten Version der Geschichte war Bemba zur Zeit der Ankuft Kintus der Anführer. Kintu kam als erobernder Held nach Buganda. Es scheint, als ob zu dieser Zeit Buganda nur sehr spärlich bevölkert war. Es wird erzählt, dass er 13 Clans (bannansangwawo) mit sich brachte und sich selbst als König etablieren konnte. Ein weiterer Grund, der dafür spricht, könnte darin liegen, dass Bemba ein sehr harter und unbarmherziger Führer war. Seine Untertanen waren bereits darauf eingestellt, gegen ihn zu revoltieren, und so war es auch, dass einige hervorstehende Clanführer den einfallenden Truppen Kintus beitraten. Eine Schlüsselrolle spielte dabei Mukiibi, Oberhaupt des Lugave-Clans, dem das Kommando über die einfallenden Truppen übertragen wurde, eine grosse Rolle. Ein weiteres interessantes Detail findet sich darin, dass Buganda der Name des Hauses war, in dem Bemba lebte. Dieses Haus befand sich in Naggalabi, Buddo. Als Bemba in der Schlacht geschlagen wurde, schlief Kintu als Zeichen seines Siegs in Bembas Haus. Auf diese Weise wurde Kintu der "Anführer" über Bembas Haus. Dieser Name nahm schliesslich die Bedeutung des gesamten Gebiets an, über das Kintu befahl. Bis zum heutigen Tag findet anlässlich der Krönung eines neuen Königs die Zeremonie in Naggalabi statt, um Kintus Sieg über Bemba zu gedenken. Nach der Schlacht, in der es gelang, Bemba zu vertreiben, fand ein allgemeines Konklav der Clans und Clanälteren statt, das in Magonga im Busujju-Land auf einem Hügel mit dem Namen Nnono abgehalten wurde. Dieses Treffen war von grosser historischer Bedeutung, da in diesem Treffen die Regierungsform Bugandas sowie die Beziehung zwischen den Clans und dem König formal festgelegt wurde. Obwohl es sich dabei um eine ungeschriebene Übereinkunft handelt, stellte dies ein Einverständnis zwischen den Clans dar, das bis zum heutigen Tag eingehalten wird. Im Wesentlichen regelte diese Übereinkunft die Verfassung Bugandas. Nach dem Treffen kehrte Bukulu auf die Ssese-Inseln zurück. Nach seinem abschliessenden grossen Sieg errichtete Kintu seinen Palast in Nnono. Hier ernannte er seine erste Regierung und belohnte seine wichtigsten Anhänger mit der Stellung von Anführern. Aus diesem Grund stellt Nnone einen der wichtigsten kulturellen und historischen Orte in Buganda dar. Weiters liefert dies auch den Grund dafür, warum Menschen, wenn sie von wichtigen, kulturell bedeutenden Geschehen sprechen, diese als von Nnone stammend (ebyennono) bezeichnen. Zusätzlich zu seinen militärischen Eroberungen bildete Kintu auf ganz geschickte Weise Allianzen mit den Führern der ursprünglichen Clans. Kintu war der erste König Bugandas, der seine Autorität mit anderen Clanführern teilte. Dies könnte dann natürlich dabei eine Rolle gespielt haben, dass er als König von Buganda akzeptiert wurde. Bei der Organisation seines Königreichs sprach Kintu den Clanführern Autorität über die jeweiligen Clans in kulturellen Belangen zu. Daraufhin wurde Kintu zum Vermittler zwischen den Clans im Falle von Unstimmigkeiten, wodurch weiters seine Rolle Ssaabataka, Oberhaupt aller Clans, gefestigt wurde.

2. Ekitumbwe - Banyoro people
- Sarah Ndagire: voice, yodelling
- Pedson Kasume: endingidi, engoma, engalabi, ebinyege

Dieses Lied beschreibt den typisch weiblichen Charakter. Sie sprechen über dies und das, tratschen wirklich und präsentieren sich gewöhnlich selbst als Heldinnen.

- Banyoro - Die Melodien basieren auf einem konstanten mit zwei unterschiedlichen Rhythmen (Runyege und Entongoro). Ihre Vokallinien sind durch massives Jodeln (melismatische Linien) charakterisiert. Ihre Musik ist hauptsächlich responsorial. Sie haben den Ursprung bei den Buschmänner und Negroiden, wobei ihre Musik klar pentatonisch ist. Manchmal sind ihre Vokallinien polyphon.

- Runyege / Entongoro Tanz - Dabei handelt es sich um einen zeremoniellen Tanz aus dem Königreich Bunyoro und Toro. Es ist auch ein Werbungstanz, der von der Jugend aufgeführt wird, wenn es für sie Zeit wird, Ehepartner zu finden. Der Tanz wurde nach den Rasseln (Ebinyege) benannt, die an den Beinen der Jungen befestigt waren, um ein Rasseln zu erzeugen - rhythmische Geräusche. Der durch Rasseln erzeugte Ton ist insofern noch aufregender, als er gut synkopiert, wenn der Haupttakt ersetzt wird und alles mit den Rhythmen von Lied und Trommeln eins wird.

Vor langer Zeit kam es in den Königreichen einmal zu einem Problem, als mehr als 10 Männer dasselbe wunderschöne und hübsche Mädchen heiraten wollten. Und so wurde eine sehr grosse Zeremonie organisiert, zu welcher alle männlichen Kandidaten erscheinen mussten und wo sie zu tanzen hatten. Das Mädchen musste den besten männlichen Tänzer wählen. In dieser Kultur glaubt man, dass die besten Tänzer auch das beste Eheleben bieten können. Diese Zeremonie dient auch dazu, um den Stärksten unter den Männern herauszufinden, da afrikanische Familien ihre hübschen Mädchen nicht schwachen Männern anvertrauen wollen. Der Grund dafür liegt darin, dass das Mädchen während einer Dürreperiode oder Hungersnot einen Ehemann haben sollte, der sich wirklich darum bemüht, Wasser und Nahrung zu finden. Und so ist es in diesem Tanz so, dass der Mann, der als Erster ermüdet, auch als Erster verliert, und jener Mann, der bis zum Schluss tanzt, den Wettkampf gewinnt. Es gab aber ein Problem, als einige Mädchen mit bestimmten Männern verheiratet werden wollten, diese aber als Erste ermüdeten. Es war sehr traurig, aber die Mädchen hatten keine andere Wahl, da ihre Eltern für sie den Ehemann wählten.

Das Volk der Bunyoro ist als Banyoro (Einzahl Munyoro) bekannt. Sie gehören dem Königreich Bunyoro-Kitara in Westuganda an, im Gebiet östlich des Albertsees. Ihr kultureller Führer ist der Omukama (König). Das Königreich Bunyoro-Kitara umfasst die Gebiete Hima, Masindi und Kibale. Ihre Muttersprache ist Runyoro-Rutooro, eine Bantusprache. Runyoro-Rutooro wird auch von der Bevölkerung des Königreichs Toro (Batooro) gesprochen, deren kulturelle Traditionen jenen der Banyoro sehr ähnlich sind.

- Ebinyege - Binyege - Entongoro (Rasseln)

Diese haben ihren Ursprung in Bunyoro und Toro (Batooro) in Westuganda entlang der Ausläufer des Ruwenzori-Gebirgszugs. Die Samen werden in diese trockenen Früchte eingefüllt, um beim Schütteln ein rhythmisches Muster zu erzeugen. Ebinyege werden an die Beine der Männer gebunden, um den Ton zu erzeugen, und der Runyege-Tanz (Werbungstanz) ist nach den Ebinyege benannt und daher sehr wichtig.

Zu den Bantuvölkern von West-Lacustrine gehören die Banyoro, Batooro und Banyankore; man sagt, dass ihre komplexen Königreiche das Produkt der kulturellen Vermischung zweier unterschiedlicher ehtnischer Gruppen, der Hima und der Bayira, sind. Man sagt, dass die Hima von den Schafhirten abstammen, die vom Nordosten in das Gebiet eingewandert sind. Von den Bayira glaubt man, dass die Nachfahren jener Landbevölkerung sind, die vor den Hima die Region landwirtschaftlich bewirtschaftet hatten. Die Region Bunyoro liegt in der Ebene Westugandas und umfasst etwa 3 % der Gesamtbevölkerung. Die zentralen Punkte sind Masindi und Hima. Die Region Batooro entwickelte sich aus einem abtrünnigen Segment Bunyoros, das sich irgendwann vor dem 19. Jahrhundert abgespaltet hatte. Die Batooro und Banyoro sprechen Sprachen, die eng miteinander verwandt sind, nämlich Lutooro und Lunyoro (eine Bantusprache); sie haben aber auch viele anderen kulturellen Gemeinsamkeiten. Die Batooro leben an der Grenze Westugandas, südlich des Albertsees und umfassen etwa 3,2 % der Gesamtbevölkerung. Vor der Koloniealzeit lebten sie in einem höchst zentralisierten Königreich wie Buganda, das wie die Gesellschaft der Bunyoro aufgebaut war.

Traditionellerweise besitzt ein Munyoro nur einen Ibara (Namen) und einen Empaako (Lobnamen), der ihm/ihr kurz nach der Geburt verliehen wurde. Dieser Name war immer ein Kinyoro-Name. Offiziell wird der Name von den Clanälteren vergeben, aber in der Praxis spielt der Wille der Eltern bei der Namensgebung eine enorme Bedeutung. Wie die meisten afrikanischen Namen sind Kinyoro-Namen tatsächlich Wörter oder Phrasen in der Runyoro-Sprache und besitzen eine Bedeutung. Diese Bedeutung basiert auf den Umständen, die zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes in der Familie oder dem Clan vorherrschen. So impliziert z.B. der Name Nyamayarwo (Fleisch für den Tod), dass die Eltern auf das Schlimmste vorbereitet sind, da viele ihrer Kinder bereits gestorben sind. Namen wie Ndyanabo (Ich esse mit schlechten Menschen), Nyendwooha (Niemand liebt mich), Nsekanabo (Ich lache mit schlechten Menschen) etc. spiegeln die Gefühle der Eltern wider, die mit ihren Nachbarn auf Kriegsfuss stehen. Nach der Einführung des christlichen Glaubens im 17. Jahrhundert wurde eine neue Klasse von Namen geschaffen. Dabei handelt es sich um den Taufnamen, der bei der Taufe verliehen wird. Viele Banyoro haben als Taufnamen aus diesem Grund englische Namen wie Charles, Henry, George etc.; andere wiederum nahmen Namen aus der Bibel wie etwa Matayo (Matthäus), Yohana (Johann), Ndereya (Andreas) etc. Auch ist darauf hinzuweisen, dass der Islam im religiösen Erbe der Bunyoro eine wichtige Rolle spielt; somit haben alle Banyoro, die der islamischen Glaubensrichtung angehören, zusätzlich zu ihrem Kinyoro-Namen einen islamischen Namen. Dabei sind Namen wie Muhamadi (Mohammed), Isimairi (Ismael), Arajabu (Rajab), Bulaimu (Ibrahim) etc. sehr stark verbreitet. Es gibt auch ganz spezielle Namen, die Zwillingen und den Kindern nach Zwillingen vorbehalten sind. Diese Namen sind Standard. Bei Zwillingsjungen wird der Erstgeborene Isingoma genannt, der andere Kato. Die weiblichen Versionen sind Nyangoma bzw. Nyakato. Erhält ein Mensch den Namen Kaahwa, so folgt er/sie einem Zwillingspärchen.

Einzigartig für die Banyoro und Batooro sind ihre Lobnamen, die Empaako. Diese Namen werden verliehen, wenn dem Kind sein regulärer Kinyoro-Name gegeben wird. Dabei handelt es sich um ganz besondere Namen, die dazu dienen, Liebe und Respekt zu zeigen. Kinder sprechen ihre Eltern mit dem Empaako und nicht dem regulären Namen an. Der Empaako kann auch ein Gruss sein, wenn sich die Banyoro begrüssen. Anstelle der westlichen Grussformel "Guten Morgen, John" ersetzen die Banyoro John mit dem Empaako. Es gibt elf Empaako-Namen, die allen Banyoro und Batooro gemein waren: Die Namen lauteten Abwooli, Adyeeri, Araali, Akiiki, Atwooki, Abbooki, Apuuli, Abbala, Acaali, Ateenyi und Amooti. Der offizielle Empaako des Omukama (Königs) lautete immer Amooti, ungeachtet dessen, wie er genannt worden war, bevor er zum Omukama wurde. Ein weiterer ganz besonderer Empaako, der für den Omukama allein reserviert ist, lautet Okali. Im Gegensatz zur allgemeinen Regel, dass die Kinyoro-Namen eine Bedeutung haben, besitzen die Empaako keine Kinyoro-Bedeutung, da sie in der Runyoro-Rutooro-Sprache keine richtigen Wörter darstellen. Es handelt sich dabei um Wörter (oder Wortverstümmelungen) in der Luo-Sprache, der ursprünglichen Sprache der Babiito, die vom Norden eingedrungen waren und Bunyoro kolonisiert hatten. Die Banyoro und Batooro haben aber diese Luo-Namen in ihre Sprache assimiliert und sogar Versuche unternommen, ihnen eine gewisse Bedeutung zu verleihen. So ist etwa Ateenyi die grosse Schlange des Flusses Muziizi; Abwooli ist die Katze; Akiiki ist der Retter der Nationen; Araali ist der Blitz etc.

Jeder Munyoro gehört einem Clan an. Der Clan ist die kollektive Gruppe von Menschen, die dieselben Vorfahren haben und somit Blutsverwandte sind. Lange vor der Tradition der Königreiche lebten die Banyoro in Clangruppierungen. Ganze Landstriche wurden nach dem Clan, der dort lebte, benannt. So war etwa Buyaga das Gebiet des Bayaga-Clans, Buruli das des Baruli-Clans, Bugahya das des Bagahya-Clans etc. Der Clan ist für einen Munyoro von grosser Bedeutung, sowohl für Männer als auch für Frauen. Wichtig ist, dass man sich der Clanbeziehungen mütterlicher- wie auch väterlicherseits sehr wohl bewusst ist. Dies ist für die Vermeidung von Inzucht unerlässlich. Man kann nicht in seinem eigenen Clan oder in dem seiner Mutter heiraten. Auch ist die Heirat eines Cousins, sei er auch noch so weit entfernt verwandt, einfach nicht akzeptabel. Eine Ausnahme von dieser Regel wird von den Prinzen und Prinzessinnen des Königreichs beansprucht. Um ihre blaue Blutlinie am Leben zu erhalten, hörte man auch manchmal, dass die Angehörigen des königlichen Clans von Bunyoro, Toro und Buganda sehr nahe Verwandte ihres eigenen oder mütterlichen Clans heirateten.

- Die Batembuzi-Dynastie
Die ersten Könige gehörten der Batembuzi-Dynastie an. Batembuzi bedeutet Vorläufer oder Pioniere. Die Batembuzi und ihre Regentschaft sind nicht gut dokumentiert, um sie spinnen sich viele Mythen und mündlich überlieferte Legenden. Die Gelehrten sind sich über die geschichtliche Zeitspanne nicht einig, und schon gar nicht über die Namen und zeitliche Abfolge der einzelnen Könige. Man glaubt, dass ihre Regentschaft bis in die afrikanische Bronzezeit zurückreicht.

- Die Babiito-Dynastie
Jeder Versuch, die zeitlichen Daten dieser oder einer anderen Dynastie zuvor festzusetzen, ist reine Mutmassung, da es zu dieser Zeit noch keine schriftlichen Aufzeichnungen gab. Die Historiker unserer Zeit legen den Beginn der Babiito-Dynastie etwa mit der Zeit der Invasion des Bunyoro durch die Luo aus dem Norden zusammen. Der erste Mubiito-König (Einzahl) war Isingoma Mpuga Rukidi I, dessen Herrschaft etwa um das 14. Jahrhundert eingeordnet wird.

- Die Bachwezi-Dynastie
Der Bachwezi-Dynastie folgte die Babiito-Dynastie des gegenwärtigen Omukamas (König) der Bunyoro-Kitara. Den Bachwezi wird die Gründung des alten Reichs der Kitara zugesprochen, das die Gebiete des heutigen Zentral-, West- und Südugandas, des nördlichen Tansanias, westlichen Kenias und östlichen Kongos einschliesst. Es gibt nur wenige Aufzeichnungen darüber. Das gesamte Reich war von Geheimnissen umgeben, so dass ihnen der Status von Halbgöttern zugewiesen wurde, und sie von den verschiedenen Clans verehrt wurden. Viele traditionelle Gottheiten in Batooro (Toro), Bunyoro und Buganda besitzen typische Kichwezi-Namen (Adjektive) wie Ndahura, Mulindwa, Wamara, Kagoro etc.
Die Bachwezi-Dynastie muss sehr kurz gewesen sein, da von den Historikern in geschichtlichen Dokumenten nur drei königliche Namen erwähnt wurden. Die Bachwezi-Könige waren in zeitlicher Reihenfolge Ndahura, Mulindwa und Wamara.
Neben der Gründung des Königreichs von Kitara spricht man den Bachwezi auch die Einführung des einzigartigen langhörnigen Ankole-Rindes, des Kaffeeanbaus, des Eisenschmelzens sowie die erste Bildung einer organisierten und zentralisierten Regierung unter dem König zu.
Dennoch weiss niemand, was mit den Bachwezi passierte. Um ihr Verschwinden ranken viele farbenprächtige Legenden. Eine Legende besagt, dass sie nach Westen zogen und im See Mwitanzige (Albertsee) verschwanden. Es gibt einen kleinen Kratersee im heutigen Fortpotal, in dem sie verschwanden.
Eine weitere Legende besagt, dass sie im See Wamala verschwanden, der den Namen des letzten Königs der Dynastie trägt. Die Gelehrten sind sich darüber einig, dass sie sich einfach der einheimischen Bevölkerung assimilierten und heute die Stammesgruppen der Bahima von Ankole und der Batutsi aus Ruanda bilden. Die Bahima und Batutsi weisen die elegant grosse Gestalt und die helle Gesichtsfarbe der Bachwezi auf, und sie sind die traditionellen Hirten des langhörnigen Ankolerindes.

Heutzutage stellt das Königreich Bunyoro-Kitara den Rest eines einstmals mächtigen Königreichs Kitara dar. Am Höhepunkt seines Ruhms gehörten dem Reich die heutigen Bezirke Masindi, Hoima, Kibale, Kabarole und Kasese an; auch Teile Westkenias, Nordtansanias und Ostkongos gehörten dazu. Dass Bunyoro-Kitara nur noch ein kümmerlicher Rest dessen ist, was es einmal war, können auch Historiker bestätigen. Man könnte sich nur fragen, wie ein einst mächtiges Königreich wie Kitara zum heutzutage bevölkerungsarmen und unterentwickelten Bunyoro-Kitara wurde. Dies stellt ein Ergebnis einer jahrelangen orchestrierten, vorsätzlichen und bösartigen Marginalisierung dar, die auf die frühe Kolonialzeit zurückzuführen ist.

Das Volk der Bunyoro widersetzte sich unter der Herrschaft des mächtigen Königs Cwa II Kabalega der Unterdrückung durch die Kolonialkräfte. Kabalega und seine gut trainierte Armee aus "Abarusuura" (Soldaten) setzte selbst sein Leben aufs Spiel, als er einen wilden und blutigen Widerstand gegen die Kräfte der Kolonisierung einsetzte. Am 9. April 1899 wurde Kabalega von den einfallenden Kolonialkräften gefangen genommen und auf die Seychellen ins Exil geschickt. Durch die Gefangennahme von Kabalega wurden die Banyoro militärisch, sozial und wirtschaftlich geschwächt, wovon sie sich nie wieder richtig erholt haben. Die Verfolgung der Banyoro durch die Kolonialkräfte kam durch die schändliche Gefangennahme und die Entsendung ins Exils von Kabalega nicht zu einem Halt. Es wurden auch weiterhin systematischer Genozid, sowohl von den Kolonialkräften als auch anderen fremden Eindringlingen, betrieben. Die Bemühungen der Kolonialherren, die Gemeinschaft der Bunyoro aufzulösen, waren zahlreich und dauerten eine lange Zeit. Dazu gehörten Invasionen, in welchen die Massen massakriert wurden; grosse fruchtbare Landstriche wurden entvölkert und als Jagdgebiete reserviert; der Anbau von Tabak und Baumwolle anstelle von Feldfrüchten wurde unterstützt; die Plünderungen und Schändungen der Dörfer durch die einmarschierenden Kräfte wurden gebilligt; es wurden tödliche Krankheiten wie etwa Syphilis importiert, die bald epidemische Ausmasse annahmen; usw.
Der Omukama (König) des Königreichs Bunyoro-Kitara wurde aber durch das Statut Nr. 8 des Jahres 1993, das vom ugandischen Parlament erlassen wurde, wieder eingesetzt, nachdem 27 Jahre lang die Monarchie geherrscht hatte. Anders als der Omukama vor 1967, der Titularoberhaupt der lokalen Regierung Bunyoros gewesen war, ist der Omukama heute ein kultureller Führer mit keinerlei Regierungsfunktionen.

3. Otwenge - Alur people
- Sarah Ndagire: back vocal
- Pedson Kasume: voice, adungu, adungu bass, endingidi, engalabi, engoma, ensaasi

Der Ausdruck "Otwenge" bedeutet wörtlich gesehen "Ellbogen". Es handelt sich um ein Lied aus der Gemeinschaft der Alur aus dem nordwestlichen Uganda (Westnil), und wird gewöhnlich verwendet, um den Adungu-Tanz (wörtlich: Bogenharfentanz) zu begleiten. Dabei handelt es sich um einen Tanz, der für die jungen talentierten Jungen und Mädchen der Gemeinschaft gespielt wird. Das Lied wird gewöhnlich auf der Adungu gespielt und unterstreicht die Bedeutung des Ellbogens in den Tanzmotiven und Bewegungen sowie die allgemeine Rolle des Körpers des Tänzers.

- Adungu - Adeudeu (Bogenharfe - Saiteninstrument)
Die Adungu ist eine neunsaitige (gebogene) Harfe der Alur aus dem nordwestlichen Uganda. Sie ist der Tumi-Harfe der benachbarten Kebu sehr ähnlich, und sie wird auch von den Lugbara- und Ondrosi-Stämmen in dieser nordwestlichen Region rund um den Nil verwendet. Die Harfe wird verwendet, um epische und lyrische Lieder zu begleiten, und sie wird auch als Soloinstrument oder in Ensembles eingesetzt. Spieler der Bogenharfe besassen bereits immer einen hohen sozialen Status, und sie gehören auch zum königlichen Gefolge. Heute wird die Bogenharfe auch in Kirchen gespielt.
Die Adungu besteht aus einem bogenförmigen Hals, einem Resonanzkörper aus Holz, in welchem der Hals befestigt ist, sowie aus einer Reihe parallel geführter Saiten unterschiedlicher Länge, die gezupft werden. Die Saiten sind an einem Ende am Resonanzkörper befestigt und laufen in einem schiefen Winkel zum Hals hin aus, wo sie befestigt und mithilfe von Wirbeln gestimmt sind.
Die erste, zweite und dritte Saite sind in Oktaven mit der sechsten, siebten bzw. achten gestimmt. In der traditionellen Musik ist das Instrument pentatonisch (fünf Töne) gestimmt, es kann im modernen Stil aber auch diatonischen gestimmt werden.

- Westnil: Ihre Melodien basieren auf der Hofmusik, die ruhiger ist und komplexere Rhythmen besitzt. Die Abstimmskala ist für die meisten dieser Stämme diatonisch. Dies heisst, dass sie der Musik aus dem Kongo (Zaire) sehr ähnlich ist und sich weiter der westafrikanischen Musik im Allgemeinen anpasst.

Adungu

Adungu bass


5. Imbalu - drum rhythms from the Bagisu people
- Sarah Ndagire: voice, ullulation, handclapping (engalo)
- Pedson Kasume: voice, engoma, ensaasi

Mwaga ist ein zeremonieller Initiationstanz des Volks der Bagisu. Sie glauben, dass ein Junge nur dann zum Mann werden kann, wenn er beschnitten wird; diese Zeremonie ist in diesem Tanz dargestellt. Vor dieser Initiation muss der Junge tanzen, weil er nur dann die spirituellen Kräfte ohne Furcht beherrschen und dadurch ein Mann werden kann. Unterzieht sich ein Mann, selbst wenn er älter ist, dieser Zeremonie nicht, so wird er wohl niemals als Mann angesehen werden, und er wird niemals den Respekt der Gemeinschaft gewinnen. Es ist tatsächlich so, dass dieser Mann so lange verflucht sein wird, bis ihn die Geister dazu zwingen, diese Zeremonie zu durchlaufen.

- Bagisu - Der Ursprung der Bamasaaba ist zwar nicht bekannt, aber Traditionen, die über Generationen mündlich die Geschichte überlieferten, wiesen auf Ägypten [Misiri] als traditionelle Heimat hin, aber es könnte sich dabei auch um das ähnliche Epizentrum handeln, in welchem am Ende des Millenniums, so etwa um 900 vor Christus, Wanderbewegungen vom unteren Nil und nordwestlichen Äthiopien stattfanden. Zu diesen Gruppen gehören auch die nilotischen und hamitischen Gemeinschaften, die aus den Völkern der Hima und Tutsi aus dem westlichen Uganda, Ruanda und Burundi bestehen. Es ist wahrlich schwierig, die Bamaasaba in die ugandischen Gemeinschaften einzureihen, da sie sowohl den ugandischen als auch den keniatischen Gemeinschaften angehören. Die Sprachenstruktur ähnelt sehr stark jener der Baganda und Bakonzo aus dem Westen Ugandas, während ihre kulturellen Spuren jener der hamitischen Gruppen aus dem nordwestlichen Äthiopien ähnlich sind. Die Bagisu, die auch als Gisu, Bamasaaba (Volk aus der Region Bugisu) bezeichnet werden können, sind mit dem keniatischen Volk der Bakusu verwandt. Man glaubt, dass die Babukusu aus Westkenia von Bamasaaba aus eingewandert sind, insbesondere aus den Gebieten rund um Bubulo im heutigen Bezirk Manafwa. Viele Clans der Babukusu haben ihre Wurzeln bei den Bamasaaba. Masinde Muliro, früher ein altgedienter Politiker und Älterer der Babukusu von Kitale, stammte aus dem Clan der Bakokho, dessen Hauptstandort bei Sirilwa, nahe Bumbo in Uganda, liegt. Andere Clans, die mit beiden Seiten verwandt sind, schliessen die Batiiru Babambo, Batiiru, Baata und Bakitang'a ein. Es gibt auch andere Clans, deren Namen aber nur auf einer Seite zu finden sind, so etwa Babichache und Balonja, die hauptsächlich zu den Babukuhu gehören. Diese gemeinsamen kulturellen Bindungen stellen einen weiteren Verweis auf die engen Beziehungen zwischen diesen beiden ethnischen Schwestergruppen dar. Während der Wahlversammlung, die zur ugandischen Verfassung von 1995 führte, führte Mulongo Simon, ein Delegierter aus Bubulo East, Babukusu als eine der ethnischen Gruppen ein, wodurch die Tatsache anerkannt wurde, dass beide Gruppen, sowohl die Bamasaaba als auch die Babukusu, eng miteinander verbunden sind. Die Bagisu sprechen einen Dialekt der Masaba-Sprache, der als Lugisu (Bantu-Sprache) bezeichnet und von den anderen Dialekten innerhalb der Bamasaaba-Gruppe allgemein verstanden wird, und der auch von den Bakusku verstanden wird. Die Bezeichnung Bamasaaba wird auch manchmal austauschbar für die Bezeichnung Bagisu verwendet, wenngleich letztere in der Realität eine Untergruppe der Hauptgruppe Bamasaaba sind.

Mountain Elgon, der lokal als Masaba bekannt ist, der Legende nach Vater des Volks der Bagisu, besitzt eine lange Geschichte der Besiedelung durch Menschen. Die Bagisu, ein Bantu sprechendes Volk, waren die ersten Siedler auf den westlichen und südwestlichen Hängen der Berge. Da sie der Tradition nach Landwirtschaft betrieben, begannen sie im 14. Jahrhundert damit, die fruchtbaren Vulkanböden des Mt. Elgon nutzbar zu machen. Bis zum heutigen Tag verblieben sie auf den Hängen des Berges und besiedeln gegenwärtig den Mbale-Bezirk. Im gesamten Osten Afrikas sind sie für die Produktion von qualitativ hochwertigem Arabica-Kaffee bekannt. Etwa ein Jahrhundert nach der Ankunft der Bagisu wanderten die Kalenjins (eine nilo-hamitische Gruppe) aus dem Norden zum Mt. Elgon. Jene, die sich auf dem Berg niederliessen, nannten sich selbst Saboat. Später teilten sie sich in verschiedene unterschiedliche Gruppen auf, zu denen auch der El Kony-Clan gehörte, der sich in den Wäldern und höheren Heide- und Moorlandzonen bewegte. Eine weitere Gruppe, die Sebei, liess sich auf den nördlichen Hängen auf der ugandischen Seite des Mt. Elgon nieder und konzentriert sich gegenwärtig im Bezirk Kapchorwa. Anders als die landwirtschaftlich aktiven Bagisu sind die Sebei oder Ndorobo hauptsächlich Viehhirten. Heute haben die Sebei aber auch landwirtschaftliche Praktiken wie den Anbau von kommerziell verwertbarem Mais oder Getreide übernommen.

Heute bewohnen die Bamasaaba die östlichen Bezirke Sironko, Manafwa, Manjiya und Mbale etc. sowie Westkenia. Sie sind ein hauptsächlich Landwirtschaft betreibendes Volk, die Hirse, Bananen, Gemüse, Honig, Bambus und Sorghum (Getreide) auf kleineren gepachteten Stückchen Land anbauen. Traditionelle Ressourcen wie medizinische Pflanzen und Wasser, geheiligte Böden und die Folklore der Vorfahren, die mündlich von der älteren zur jüngeren Generation überliefert wurde, all dies trägt zur untrennbaren Beziehung zwischen dem Volk und dem Berg bei. Die Politik der Bamasaaba vor der Ankunft der Europäer war auf dezentralisierte Weise organisiert, hielt aber an einem strengen Clansystem fest, das sie als Gemeinschaft zusammenbrachte. Sie besassen eine starke Armee aus Jugendlichen, die damit beschäftigt waren, das Vieh zu hüten und in Kampfhandlungen (Krieger) trainiert zu werden. Sie wehrten Angriffe der benachbarten Völker der Luo, Iteso, Elgon Masaai (Saboat und Sebei) ab. Früher, als die Masaai den östlichen Teil des Mt. Elgon noch dominiert hatten, waren sie die traditionellen feindseligen Nachbarn. Die beidseitige wirtschaftliche Aktivität von sowohl Tier- als auch Nahrungsmittellandwirtschaft erzeugte eine unverwüstliche Wirtschaftssituation, die sowohl ihren Lebensunterhalt sicherte als auch zur Entwicklung einer unabhängigen kulturellen Gemeinschaft führte, die Jahrhunderte voll Feindschaft ertrug.

Das Vorrücken der europäischen Missionare in den späten 90ern des 19. Jahrhunderts, das durch Kakungulu, einen britischen Muganda-Agenten erleichtert wurde, lieferte den Grundstein für die koloniale Herrschaft der Briten in diesem Gebiet. Dies veränderte die geopolitischen Zustände von Bamasaaba von diesem Zeitpunkt an auf sehr dramatische Weise. Sie fochten einen vergeblichen Kampf gegen die organisierten Elitekämpfer aus Ganda, verloren aber ihre Souveränität und wurden fremder Herrschaft unterworfen. Die von Bishop Tucker geführte und von Kakunglu unterstützte Church Missionary Society (CMS) setzte in diesem Gebiet britische und insbesondere anglikanische Systeme ein, d.h. die Arbeits- und Strasseninfrastruktur wurde verbessert und administrative Einheiten wurden etabliert, die wie das zentralisierte System des Königreichs Buganda aufgebaut waren. Bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1962 hatte Bamasaaba verschiedene westliche Erziehungssysteme.

Die Bamasaaba sind für ihre traditionellen Zeremonien der männlichen Beschneidung berühmt, die jedes Jahr durchgeführt werden. Diese Zeremonie stellt eine wichtige kulturelle Verbindung zwischen der örtlichen Bevölkerung rund um den Mt. Elgon dar. Während der dreitägigen Zeremonie, in welcher getanzt, Freunde und Familie besucht, gefeiert und Geschenke ausgetauscht werden, wird, nachdem die Monate langen Vorbereitungen ein Ende gefunden haben, wobei etwa vom ältesten Onkel väterlicherseits dem Kandidaten Bambusstreifen übergeben werden, um die Verantwortlichkeit und Stärke zu symbolisieren, die erforderlich sind, um den Herausforderungen des Mann-Seins entgegen treten zu können, der Kandidat mit Häuten dekoriert, wobei er zwei schwarze und weisse Colobus-Affenschwänze durch die Luft schwingt, wenn er bei seinem Lauf durch die Dörfer begleitet wird. Eine Kombination von Geräuschen, wozu das Läuten von Glocken gehört, die an den Kandidaten befestigt sind, aber auch Fideln, Flöten und Gruppengesang, hinterlässt dieses Ereignis bei jedem Zuschauer einen unvergesslichen Eindruck. Auf verschiedenen traditionellen Trommeln mit unterschiedlicher Tonhöhe werden komplizierte Rhythmen gespielt, was oftmals die Zuschauer zum Tanzen bringt und stimuliert. Die Person, die einer Beschneidung unterzogen wird, wird bei seinem Lauf durch die Dörfer begleitet, und am Ende muss er auch stark sein, da der Mann während der Beschneidung keinen Laut (Schrei) von sich geben darf, da er ansonsten für seine Familie peinlich wäre. Für den Kandidaten ist es von enormer Wichtigkeit, während der Beschneidung "stramm" zu stehen, um zu zeigen, dass er dies tun kann und bereit ist, ein Mann zu sein. Die Neulinge werden nach dieser Zeremonie als Erwachsene aufgenommen, und man erwartet, dass sie nun ihren formalen Beitrag zum Wachstum der jeweiligen Gemeinschaften leisten. Anders als die Bagisu werden bei den Sebei auch die Frauen beschnitten.

6. Idra Niri - Lugbara people
- Pedson Kasume: voice, adungu

Idra Niri, eine Schwiegermutter, sitzt auf einem Kochstein und belehrt ihre Schwiegertochter über Egoismus, Traurigkeit, Neid und Arroganz zu Hause. Dieses Lied unterrichtet die frisch verheirateten Frauen des Volks der Lugbara vom Westnil darüber, wie sie sich zu Hause zu benehmen haben, wenn sie einmal verheiratet sind; und in diesem Lied rät die Mutter ihrer Schwiegertochter direkt von den oben erwähnten Dingen in ihrem Haus ab.

Gaze-Tanz - Dabei handelt es sich um einen aktuellen Tanz aus der westlichen Nilregion in Norduganda, der vom Volk der Lugbara vorgeführt wird. Er stellt eine direkte Transformation der Tanzbewegungen der Lugbara, die nach den gegenwärtigen Trends tanzen, hin zu den Stilrichtungen aus dem Kongo (Zaire), dar.

Lugbara ist eine ethnische Gruppe, die hauptsächlich in der westlichen Nilregion in Norduganda und in den benachbarten Gegenden in der Demokratischen Republik Kongo, die ein beinahe baumloses Plateau bildet, zu finden ist. Sie sprechen eine zentralsudanesische Sprache, die jener sehr ähnlich ist, die von den Madi gesprochen wird, mit denen sie viele kulturelle Gemeinsamkeiten haben. Die Madi leben in den östlichen Ebenen. Die beiden Gruppen sprechen beinahe identische Sprachen und weisen starke kulturelle Ähnlichkeiten auf. Beiden bauen Hirse, Cassava, Sorghum, Gemüse und eine Reihe von Wurzelfrüchten an. Auch Hühner, Ziegen und - in höheren Umgebungen - Rinder sind sehr wichtig. Weizen wird angebaut, um Bier brauen zu können, und auch Tabak stellt eine wichtige für den Verkauf bestimmte Anbaufrucht dar.

Mythologie - Alle stammen von den ersten Menschen ab, die vom Geist (dem Schöpfer der Menschheit) zu Beginn auf die Erde gebracht worden waren. Der Geist erschuf einen Mann (gborogboro) und eine Frau (meme) und im Anschluss daran die Haustiere. Meme trug in ihrem Leib die Tiere, so dass, nachdem die Gazelle ausgebrochen war, alle anderen Tiere folgten. Sie trug auch einen Jungen und ein Mädchen, die sich über einige Generation selbst in Paaren fortpflanzten, bis die Lugbara-Helden Jaki und Dribidu geboren wurden. Adroa wies sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften auf; so war er der Schöpfergott und erschien auf der Erde als ein dem Tode naher Mensch. Er wurde als sehr grosser weisser Mann mit nur halbem Körper abgebildet, dem ein Auge, ein Bein etc. fehlte. Seine Kinder wurden als Adroanzi bezeichnet. Sie waren Naturgötter bestimmter Flüsse, Bäume und anderer geheiligter Wildtiere. In der Nacht folgten sie den Menschen und beschützten sie vor Tieren und Räubern, so lange diese nicht über ihre Schulter zurückblickten, um sicherzugehen, dass Adroanzi ihnen folgte; drehte sich die Person um, so töteten sie ihn oder sie sofort.

Religion - Sie glauben, dass die Lebenden und die Toten denselben Stammbaum haben und miteinander in permanenter Beziehung stehen. Daraus ergibt sich, dass die Toten über die Handlungen der Lebenden immer Bescheid wissen und sich um sie sorgen, da sie sie als ihre Kinder ansehen. Unter gewissen Umständen schicken die Toten den Lebenden Krankheit, um sie daran zu erinnern, dass sie die gegenwärtigen Hüter des Lugbara-Stammbaums und ihrer Schreine sind. Auch Gott wird mit der Beziehung zwischen den Lebenden und Toten in Verbindung gebracht. Er ist der Schöpfer der Menschheit, der vor langer Zeit die Welt erschaffen hatte. Er wird aber als Gott im Himmel, unnahbar und gut (Onyiru), und als Gott in den Strömen, der den Menschen nahe steht, und als gefährlich "schlecht" (Onzi) angesehen. Während Gott die Welt erschuf, bildeten die heldenhaften Vorfahren und ihre Nachfahren, die Vorfahren, ihre Gesellschaft.

Geschichte - In ihrem Standpunkt in der Nil-Region waren die Lugbara nur spärlicher Verwaltung durch die Kolonialherren seit 1900 unterworfen, obwohl das Gebiet von den Briten seit 1894 an den Etat Independant du Congo verpachtet worden war. Obwohl einige arabische Expeditionen in der Vergangenheit in dieses Gebiet eingedrungen waren, waren die Lugbara dabei aber nicht vom Sklavenhandel betroffen. Die Belgier rückten 1900 in dieses Gebiet vor, wobei sie bei Ofude, westlich des Mount Eti, einen Vorposten eröffneten, der sich einige Jahre lang hielt. Die Anhänger eines Propheten namens Rembe, eines Kakwa, der etwa vierzig Meilen nördlich von Lugbara lebte, wurden danach mit der kolonialen Verwaltung betraut, wobei sie die Beziehung zwischen den Lugbara und den Kolonialherren überwachten und so mächtige Oberhäupter erschufen, wie sie in Lugbara zuvor noch nie existiert hatten. Im Jahre 1908, nach dem Tod des belgischen Königs Leopold II., wurde dieses Gebiet Teil des Sudans. Bis zum Jahre 1914 war der südliche Teil der Lado-Enklave an Uganda übergeben worden, und es wurde bei Arua eine Station errichtet. Die Africa Inland Mission und die Roman Catholic Verona Fathers (Comboni-Missionare) kamen in den 1920-ern ins Land; sie eröffneten Schulen und grosse Missionen, die von Europäern betrieben wurden.

Symbole - Die Schreine für die Vorfahren stellen eines der sichtbaren Anzeichen der Lugbara-Religion dar. Es gibt viele verschiedene Schreine, wobei die bekanntesten dieser jene waren, die für den Geist eines Vorfahrens (Orijo, oder Geisterhaus) errichtet wurden. Sie wurden aus Granitstücken gebaut, die in der Form eines Hauses angeordnet wurden und sich unter der Kornkammer der Ehefrau des Häuptlings befanden. Da ein Geist für die Lebenden Probleme verursachen kann, kann er verschiedene Schreine besitzen, in welchem als Opfergaben Nahrungsmittel und Bier von den Nachkommen, die in einer bestimmten Verbindung lebten, offeriert wurden. Andere Schreine sind jene, die für die Vorfahren gebaut wurden, Schreine für jene Personen, die keine Söhne zurückliessen, Schreine für die Geister der Brüder der Mutter sowie Schreine für die Frauen dieses Stammbaums. Steine, die ein Teil eines für die Vorfahren gebauten Schreins sind, stellen ebenfalls ein wichtiges Symbol für Reichtum und Ansehen dar, und sie werden von den Söhnen dieser Person nach deren Tod geerbt.

Übersetzt von Hermelinde Steiner

Namunjoloba

Endongo

Endingidi

Engalabi

Instrumente





- Endongo - Entongoli - Leier - Bogenleier - Harfenlaute - Kora - Streichinstrument

Hierbei handelt es sich um den bekanntesten Vertreter des Königreichs Buganda und Busoga. Im Allgemeinen ist die Harfenlaute das Instrument der Griot-Vertreter, oder Lobliedsänger, wie dies die ähnliche Kora oder Soron bei den Menschen von Guinea, der Elfenbeinküste, aus dem Senegal, Gambia und Südmali ist. Es wird entweder als Soloinstrument gespielt oder zur Begleitung von Lobliedern verwendet. Die Endongo weist sechs bis acht Saiten auf, die gezupft werden. Die Struktur des Instruments unterscheidet sich aber von der eigentlichen Harfe sehr stark. Sie besteht aus einem grossen halbkreisförmigen Resonanzkörper aus Kürbis, über den ein langer und gerader zylindrischer Hals oder Querbalken verläuft, dessen unteres Ende sich über die Basis hinaus erstreckt und dazu dient, die Saiten zu halten. Die Saiten bestehen aus Ochsensehnen, die an plattierten Lederringen befestigt sind, die entlang des Querbalkens bewegt werden können, um die Saiten zum Klingen zu bringen. Die Saiten verlaufen entlang der zwei Seiten eines grossen gekerbten Stegs in der Mitte des Klangtisches, der sie in zwei parallele Sätze unterteilt. Der Spieler hält das Instrument vor sich, so dass er die Saiten zwischen dem Steg und dem Hals mit Daumen und Zeigefinger jeder Hand zupfen kann. Die Leier besitzt einen vierseitigen Rahmen, der aus dem Klangkörper, zwei Armen und einem Querbalken besteht.
Die Endongo, die Leier der Ganda, besitzt eine Öffnung, und die Entongoli, die Leier der Songa, besitzt zwei Stücke aus Stoff, Rinde oder Bananenblättern, die um den Rahmen herum gewickelt sind. Die Saiten sind eng um die Faser gewickelt, was danach als Stimmwirbel dient. Die Saiten sind nicht in der Ordnung ihrer Tonhöhen angeordnet. Die höchste Tonhöhe im Stimmumfang ist die dritte von links, die niedrigste ist die fünfte Saite. Die Saiten 7, 2, 4, 1 und 5 sind in Oktaven gestimmt.






- Endingidi - Adigirgi - Röhrenfidel - einsaitige Fidel - Saiteninstrument

Dieses Instrument ist in den Buganda-, Busoga-, Ankole-, Kigezi-, West-Nil- und Acholi-Regionen sehr beliebt. Sie besteht aus einer einzelnen Saite, die an einem biegsamen Stock befestigt ist und manchmal einen Klangkörper besitzt. Anders als andere Instrumente mit einer einzelnen Saite wird sie mit einem Bogen gespielt. Manchmal werden zwei oder mehr Fideln gespielt, was ein sehr homogenes Spiel ergibt. Die Fidel wurde vor allem für die leichte Musik sehr beliebt.


In der afrikanischen Tradition bringen die Trommeln jene Energie zum Vorschein, die ein musikalisches Spiel vorantreibt. Musik ist nicht nur Unterhaltung, sie ist vielmehr an die visuellen und dramatischen Künste und auch im grösseren Sinn an das Leben selbst gebunden. Trommeln können zur Kommunikation eingesetzt werden, so etwa um Information und Signale durch die Imitation der Sprache zu übertragen.
Viele afrikanischen Sprachen sind sowohl tonal (d.h. die Bedeutung hängt von den Abwandlungen der Tonhöhe ab) als auch rhythmisch (Akzente können dauernd sein), wodurch die Sprache eine musikalische Qualität erhält, die dadurch von Trommeln oder anderen Instrumenten imitiert werden kann. Trommelmusik und Tanz sind ständige Begleiter bei vielen Arten von Zeremonien wie Geburt, Hochzeit und Beerdigung.



- Engalabi - Lange Trommel - Schlaginstrument

Diese traditionelle Trommel besitzt einen Kopf, der aus Reptilienhaut gefertigt und an einem hölzernen Resonanzkörper befestigt ist. Die Engalbi aus der Region Buganda spielt bei Zeremonien und im Theater eine sehr wichtige Rolle. Sie wird als "Okwabya olumbe" bezeichnet, d.h. die Installation eines Nachfolgers des Verstorbenen; es gibt in Luganda (Bantudialekt der Buganda) das Sprichwort "Tugenda mungalabi", was so viel heisst wie, wir gehen zur Engalabi, d.h. "langes trommeln". Beim Spielen der Trommel werden immer die blossen Hände verwendet.




- Namunjoloba - Embuutu - Akaduumi - Leittrommel - Schlaginstrument





- Engoma - Empuunyi - Ugandische Trommel - Schlaginstrument

Während grössere Versionen dieser Trommel traditionellerweise aus alten Hartholzbäumen geschnitzt werden, sind diese Trommeln heute aus Kieferholzplatten gefertigt, die gemeinsam wie Fässer zusammengesetzt sind. Kleinere Trommeln werden auf einer Drehbank laminiert und gedreht und können einen Strick besitzen, um das Instrument zu tragen. Alle diese Trommeln besitzen Köpfe, die aus Haut gefertigt sind, die von Stiften gehalten wird, die in die Seiten der Trommeln gehämmert wurden.

- Embuutu; grosse Trommel
- Empuunyi; Basstrommel



Ensaasi - Akacence - Enseege - Schüttelrohre- Schlaginstrument

Schüttelrohre bestehen aus Kürbis- oder Muschelpaaren, die manchmal Stockgriffe besitzen: Sie werden zur Begleitung traditioneller Instrumente in Uganda verwendet. In den zentralen und nördlichen (Alpaa) Regionen gibt es Schüttelrohre, die einen kontinuierlichen Ton erzeugen, wenn die Perlen sich im Kürbis oder in der Muschel von einer Seite zur anderen bewegen. Im Allgemeinen erzeugen diese Schüttelrohre dadurch ein Geräusch, dass viele kleine Objekte wie etwa Kieselsteine im Inneren des Körpers gemeinsam geschüttelt werden.


- mehr Informationen zu Traditional instruments of the Uganda people und Traditional dance of the Uganda people

Übersetzung von Hermelinde Steiner

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