Face Music - Catalog - Ensemble Tumbash
  • Höömij - Vol. II - Ensemble Tumbash - Traditional songs from Mongolia




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P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


- FM 50028 - P & C 2000
more information songs in German

Tumbash steht als Symbol für vier friedlich und glücklich zusammenlebende Tiere. Es handelt sich um ein Märchen aus Indien. Eine Taube, ein Hase, ein Affe und ein Elefant leben glücklich und zufrieden miteinander. Sie zeigen Respekt gegenüber dem Älteren. Durch ihre Freundschaft und ein friedliches Zusammenleben haben sie viel erreicht. Die Tiere haben einem geknechteten Volk geholfen, sich von der Obrigkeit zu befreien. Der schlechte Fürst wurde durch ihren Zusammenhalt mit dem Volk besiegt und vertrieben.
Das Wort Tumbash steht auch in der alten Sutra "Subashid", dem Schatz der Weisheit.

Lieder

1. Khan khökhiin uyanga
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe - Batgerel: Gesang (Höömij), Morin khuur - Selenge: Yoochin
Die Melodie ist der Legende vom Khan Khökhii Gebirges gewidmet. Als ein Hirsch seine Hirschkuh verloren hatte, trauerte er um sie und mit ihm trauerte auch die ganze Region um das Khan Khökhii Gebirges, die Landschaft, die Berggipfel und selbst der Fluss.

2. Manduul
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe, Tovshuur - Batgerel: Morin khuur - Sarangerel: Schudraga / Schanz - Selenge: Yoochin
Diese Melodie ist der Königin Mandukhai gewidmet. Mandukhai war die junge Frau des Königs Manduul, der in der Zeit von 1463 bis 1467 in der Mongolei an der Macht war. Nach dem Tod des Königs Manduul ernannte sie einen weisen Jungen aus der Königsfamilie zum Thronfolger. Sie wurde seine Königin und hat in seinem Namen das Königreich regiert.

3. Manarch baigaa shil
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe - Batgerel: Morin khuur - Sarangerel: Schudraga / Schanz - Selenge: Yoochin
Das ist die Melodie eines mongolischen Volksliedes aus der Südmongolei, das von der Liebe handelt.

4. Baavai Chinghis
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe - Batgerel: Morin khuur - Sarangerel: Schudraga / Schanz - Selenge: Yoochin
Dies ist eine Melodie der Buriat-Mongolen, die Tschinghis Khaan gewidmet ist.

5. Dörvön oirdyin uria
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij) - Batgerel: Gesang (Höömij), Morin khuur
Dies ist eine Melodie aus der West-Mongolei. In früheren Zeiten schlossen sich die vier Oirad-Stämme zusammen und damit wurde diese Melodie zum Symbol ihrer Vereinigung.

6. Zuun langhiin joroo luus
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe - Batgerel: Gesang (Höömij), Morin khuur - Sarangerel: Schudraga / Schanz - Selenge: Yoochin
Dies war die Nationalhymne des Kaiserreiches Bogdo, der autonomen Mongolei vor der Volksrevolution. Der 8. Bogdo Javzandambu (Agvaanluvsan) khutagt war vom 29.12.1911 bis zur Volksrevolution von 1921 weltlicher und religiöser Herrscher der Mongolei und wurde als Kaiser der Mongolen (Bogd khan) berühmt.

7. Dörvön tsaghiin tal - Siilen böör
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe - Batgerel: Morin khuur - Sarangerel: Schudraga / Schanz - Selenge: Yoochin
- Der erste Teil ist die Melodie des "Liedes der vier Jahreszeiten", in welchem die Liebe zu einem Mädchen zum Ausdruck kommt.
- Siilen böör ist die Geschichte eines Mongolen, der versehentlich den Vater seiner Verlobten erschossen hatte. Dabei wollte er diesen nur mit einem Gewehrschuss erschrecken.

8. Sharghyin sharghyin joroo
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Limbe - Batgerel: Morin khuur - Sarangerel: Schudraga / Schanz - Selenge: Yoochin
Diese Melodie ist dem Pferd und der Liebe gewidmet.

9. Dörvön nast khölög baatar - tuuli - (mythologische Heldenepen)
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij), Tovshuur, Hel khuur - Batgerel: Morin khuur
Hier handelt es sich um eine mongolische Heldensage aus alter Zeit. Es wird beschrieben wie der Held seinen Feind besiegt.

10. Höömijn törluud
-
Enkhjargal: Gesang (Höömij) - Batgerel: Gesang (höömji), Morin khuur
Dieses Stück besteht aus mehreren Höömij-Variationen in der Kharkiraa-Technik (brummendes, krächzendes Höömij, welches wegen ihrer grandiosen und pathetischen Melodieführung besonders für den Vortrag von epischen Gesängen verwendet wird, und in der Isagree-Technik (eine Art pfeifendes Höömiij) mit der Khamryn (= Nase: der Ton kommt nur durch die Nase) Höömij.

- Chöömij - Obertongesang (Kehlgesang)
Er wird vor allem bei gesellschaftlichen Anlässen, wie beim Essen oder Trinken vorgetragen.
Bei den Mongolen wird der Obertongesang Höömij (= Kehle) genannt. Der Sänger singt über einem tiefen, anhaltenden Grundton (Bordun) eine Melodie. Es kommen verschiedene Techniken zur Anwendung, wobei die Resonanzräume und der Stimmsitz unterschieden werden: Kharkhiraa = Lunge, Khamryn = Nase, Tövönkhiin = Kehle und Bagalzuuryn = Hals. Der Klang wird durch die Art der Mundöffnung, Zungenlage, Zahnstellung, Kehle, Nase und Lippen geformt. Es werden immer gleichzeitig zwei Töne gebildet, wobei der Grundton gehalten wird.
Den Obertongesang in verschiedenen Stilen findet man auch bei den Türkstämmen wie bei den Baschkiren aus dem Ural, deren Stil Uzliau heisst, bei den Tschakassen, die ihren Obertongesang Khai nennen, bei den Altaiern, die ihren Obertongesang Koomoi nennen und den Tuvenern mit ihrem Khoomei.
Der Obertongesang wird von Völkern in Sibirien sowie von den Kasachen und den mongolischen Stämmen heute noch praktiziert. Es handelt sich dabei um eine spezielle Gesangstechnik, bei der Obertöne oder Teiltöne zusätzlich zum Grundton deutlich erklingen, d.h. eine zweite Stimme schwebt über der ersten, der Grundstimme. Wer diese Gesangstechnik beherrscht kann den Oberton sogar lauter klingen zu lassen als den ursprünglichen Grundton. Mitunter ist dieser nicht einmal mehr hörbar. Ferner ist es möglich, zum Grundton einen weiteren orgelartigen Ton hinzukommen zu lassen, der eine Oktave tiefer liegt, also eigentlich ein Unterton ist. Auch diese Technik wird häufig von Obertonsängern verwendet. So tragen die Türkstämme im Altai ihre Texte oft in Niederton-Kehlkopfstimme (Strohbassregister, tiefe Frequenz bis zu 20 Hz) vor.
- Tuuli sind mythologische Heldenepen
Mongolische Epen erzählen von erbitterten Kämpfen der guten Mächte gegen die Kräfte des Bösen und sind literarisch hochrangige Dichtungen.
Der Epenvortrag war stets an Rituale gebunden, und man schrieb ihm magische Kräfte zu. Naturgeister sollten durch das Vortragen von Epen günstig gestimmt werden, und man versuchte damit die bösen Geister zu vertreiben. In der Regel fand der Epengesang in den runden Filzzelten der Hirten während der Suche nach einem Winterquartier, vor Jagden oder Schlachten, bei Unfruchtbarkeit oder Krankheit statt.


Instrumente

- Hel khuur (Maultrommel)
Die heutigen Maultrommeln werden aus Messing oder Stahl hergestellt. Früher wurden sie aus Holz oder Bambus gefertigt. Am Metall in Hufeisenform wird eine elastische Feder als Vibrator befestigt, welche man als Zünglein bezeichnet. Der Spieler legt den länglichen Teil des Instrumentes in den Mund, dabei drückt er sie leicht an die Vorderzähne. Der Ausführer bringt das Zünglein mit der rechten Hand in Bewegung. Die Höhe der Klänge wird mittels Veränderung der Mundhöhle, die gleichzeitig als Resonanzkörper dient, bestimmt.

- Limbe (Blasinstrument, Querflöte)
Dieses Instrument wird häufig zur Begleitung verwendet, gelegentlich aber auch als Soloinstrument. Früher wurden die Limbe aus Bambus oder Holz gefertigt, heute meist aus Kunststoff, vorab die aus China importierten Instrumente. Diese Querflöte ist mit den Nomaden Zentralasiens eng verbunden.
Das Instrument ist ca. 64 cm lang und hat neun Bohrungen, davon eine Blasöffnung und zwei für das Stimmen. Gespielt wird es oft mit Zirkuläratmung*, und der Klang gibt Geräusche aus der Natur, der Umweld und des Lebensraumes des Spielers wieder.
- *Zirkuläratmung: Ein Ton wird geblasen, während man gleichzeitig durch die Nase einatmet. Die Luft wird dazu in den Backen gesammelt und durch die Wangenmuskulatur ausgepresst ("Sackpfeifen-Prinzip"). Die Zungenwurzel wirkt gleichsam als Ventil.

- Khun tovshuur - Tovshuur (Saiteninstrument)
Die "Khun tovshuur" ist ein zweisaitiges lautenartiges Saiteninstrument, ähnlich der tuvanischen, altaischen und kasachischen Laute. Korpus und Hals werden aus Zedernholz geschnitzt. Der Korpus wird oft mit weichem Leder von Wildtieren, Kamel- oder Ziegenfell überzogen. Die Saiten sind aus Pferdeschwanzhaaren gewunden. Die beiden Saiten werden im Abstand einer Quarte gestimmt.
Die Westmongolen verwenden diese Laute zur Begleitung von Tuuli (mythologische Heldenepen) und Magtaal (Loblieder).

- Morin khuur (Saiteninstrument - Pferdekopf-Geige)
Die Pferdekopf Geige ist ein typisch traditionelles, zweisaitiges Instrument der Mongolen. Der Boden und der Hals sind aus Holz gefertigt. Das Ende des Halses hat die Form eines Pferdekopfes, und der Klang ist vergleichbar mit dem einer Violine oder einem Cello. Die Saiten werden aus getrockneten Hirsch- oder Bergschafsehnen gewunden. Es wird mit einem Bogen gespielt der aus Weidengerte gefertigt wird und mit Pferdeschwanzhaaren bespannt ist, die mit Lärchen- oder Zederholzharz bestrichen sind.
Man verwendet das Instrument zum Spielen von mehrstimmigen Melodien. Beim Streichen durch den Bogen wird die Melodie gespielt und gleichzeitig erklingt die gestrichene Saite nach. Dieses Instrument ist das weitverbreitetste in der Mongolei und man braucht es bei vielen Gelegenheiten wie dem Zelebrieren von Ritualen, zur Begleitung von Tänzen oder Liedern, und es werden auch die Geräusche der Pferdeherden wiedergegeben.
Man sagt, das Instrument sei verbunden mit einem hübschen Jüngling. Man spielt es auch, wenn ein Mutterschaf nicht willig ist, sein Junges zu stillen.
Eine Legende erzählt von der Entstehung dieses Instrumentes. Ein Mongole vermisste sein gestorbenes Pferd so sehr, dass er mit dem Kopf, den Knochen und den Schwanzhaaren des Pferdes ein Instrument baute und darauf vorab die vertrauten Geräusche spielte, die er von seinem geliebten Pferde so vermisste.

- Yoochin (Saiteninstrument)
Das Yoochin gehört zur Familie der Kastenzither. Es handelt sich um ein Hackbrett mit 13 Doppeldrahtsaiten. Die Saiten werden mit zwei hölzernen Schlagstöcken, sog. Holzshämmerchen, angeschlagen (das Instrument ist mit dem Santur der Perser vergleichbar). Das Schallbrett besteht aus schwarzem Holz und ist reich mit Ornamenten verziert.
Das Instrument war nur den Städtern bekannt und wurde vorerst auch nur von ihnen gespielt.

- Shudraga / Shanz (Saiteninstrument mit einem dem Banjo vergleichbaren Klang)
Dies ist eine langhalsige Schalenspiesslaute mit ovalem Klangkörper, der vorn und hinten mit Schlangenhaut überzogen ist. Die drei Saiten sind an einem Stab befestigt, der durch den Korpus gesteckt wird. Angeschlagen oder gezupft wird mit einem Plektrum aus Horn oder mit den Fingern. Da die Töne nicht nachklingen, wird jede Note meist mehrmals angeschlagen.


Mehr Informationen zur Geschichte der Mongolen und zu traditionellen Liedern aus der Mongolei findet man unter:
- Duo Temuzhin, "Altai-Khangain-Ayalguu", FM 50023
- Ensemble Temuzhin, "Altai-Khangain-Ayalguu 2", FM 50026
- Ensemble Ardiin Ayalguu, Solongo, FM 50024.

Vielen Dank an Enkhjargal Chuluunbaatar, Selenge Zangad, Batgerel Tsegmed, Sarangerel
Shagdarsuren, Oyuntuya Saldan and Silvia Delorenzi-Schenkel für ihre Hilfe

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