Face Music - Catalog - Ensemble Khan Bogd

Magtaal - Höömij - Vol. II - Ensemble Khan Bogd




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P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


- FM 50044 - P & C 2005
more information: songs - in German - see: Ensemble Khan Bogd


Das Ensemble wurde 1997 gegründet. Alle Mitglieder haben an der Akademie für Musik in Ulaanbaatar studiert.

Die Mongolen gaben ihrem ranghöchsten Fürsten (Häuptling) der Stämme den Titel Khan (Khan = König). Undur Gegeen Zanabazar war der erste Bogd (1635-1723), dieser hohe buddhistische Mönch regierte von Urga, der historischen Hauptstadt der Mongolei, aus: Er war ein gefeierter Mönch und Staatsmann, und er war auch der grösste mongolische Künstler. Seit Zanabazar, diesem höchsten Repräsentanten der Buddhisten im 17. Jahrhundert, wurde die Bezeichnung Khan Bogd (König Bogd) eingeführt. Khans waren gleichzeitig höchster buddhistische Führer und weltliche Führer. Der letzte mongolische Khan Bogd starb 1924. Er war der letzte religiöse und weltliche Führer der Mongolen, der im Khan Bogd Palast residierte. Die Residenz wurde als Ulaanbaatar bezeichnet, d.h. "Rote Krieger" oder "Rote Helden".

In der Mongolei verwendet man die Bezeichnung Bogd auch für wichtige oder heilige Berge oder ganze Gebirge, so etwa das Tavan Bogd-Gebirge im Norden der Mongolei Hövsgöl aimark, der Aj Bogd-Gipfel in der Westmongolei in der Gobi-Altai Provinz, oder das Bogd Khan-Gebirge in der Umgebung von Ulaanbaatar, das älteste Schutzgebiet in der Mongolei (heute ein Nationalpark).

Im Ensemble Khan Bogd werden diese lamaistischen Götter und weltlichen Fürsten sowie die Berge mit Lobliedern gepriesen (siehe in diesem Album „Magtaal - Höömij - FM 50044 - Vol. II“). Einige Lieder und Texte werden mit Kehlkopfstimme vorgetragen (Höömij). In einem ersten Album „Ayalguu - FM 50043 - Vol. I“, werden kurze Lieder (bogin duu) und lange Lieder (urtyin duu) vorgetragen, in denen die Frauenstimme eine wichtige Bedeutung einnimmt. Sie handeln von der Natur, den Menschen, den Tieren (vor allem dem Pferd) und dem Land, der Heimat der Mongolen im Allgemeinen.

Die mongolischen Lieder weisen ein grosses Repertoire auf. Musik verbreitete sich von Haus zu Haus anlässlich von Festen und durch Unterricht. Das Familien- oder Clan-Treffen stellte eine gute Möglichkeit dar, sich zu treffen und gemeinsam zu singen, von anderen zu lernen und eine neue Melodie mit nach Hause zu nehmen. Auf diese Weise wurden die alten Muster, die in verschiedenen Ecken der Mongolei dargebracht wurden, durch die lokalen Meister für die gesamte Nation erhalten. Einige spezifische Arten dabei sind: labor (Arbeitslied); buuvei (Schlaflied); Jägerruf (um Tiere durch das Imitieren ihres Rufes anzulocken); verschiedene Herdenrufe [um die Herden durch Signale zu lenken (jedes Tier besitzt sein eigenes Signal)]; uukhai oder glyingoon, Lieder die mit jahreszeitlich bedingten Ereignissen in Zusammenhang stehen (die Ankunft des Frühlings, das Fliessen von Stutenmilch, das Training für das Pferderennen etc.); viele andere Lieder, die Geburtstage, Hochzeiten, nationale Feiertage, den Gewinn eines Pferderennens oder eines Ringkampfes, Feierlichkeiten für die Alten, das Schneiden von Wolle, das Kämmen von Kaschmir, die Zeit der Ernte ankündigen; sowie viele Lieder, um gemeinsam zu singen und zu tanzen.

Die Nomadenhirten in der Mongolei spielten, wie andere Nomaden Innerasiens, Saiten- und Blasinstrumente. Die einheimische Musik der Mongolei besitzt einen reichen Hintergrund sowie eine jahrhundertealte Tradition. Die Ensembles (Orchester) haben am Hof oder in den Klöstern für lamaistische Feierlichkeiten oder anlässlich von rituellen Zeremonien gespielt. Die Ensembles spielen aber auch für täglichen Rituale und Feste in den Ger (Jurte - runde Hirtenzelte). Die Morin Khuur (Pferdekopf-Geige oder "Fiddel") (morin = Pferd; khuur = Ton, Reim, Melodie) ist das wichtigste traditionelle Instrument zum Tanz und zur Begleitung von Liedern. Es stellt das Nationalinstrument dar.

Man sagt, das Instrument stehe mit einem hübschen Jüngling in Zusammenhang. Man spielt es auch, wenn ein Mutterschaf nicht willig ist, sein Junges zu stillen.
Eine Legende erzählt von der Entstehung dieses Instrumentes. Ein Mongole vermisste sein verstorbenes Pferd so sehr, dass er sich durch Verwendung des Pferdekopfes, der Knochen und der Pferdeschwanzhaare ein Instrument baute und darauf zu spielen begann, vorab vertraute Geräusche, die er von seinem geliebten Pferde so vermisste.

Die Geschichte dieses Instruments basiert auch auf zwei weiteren Legenden:
- Ein Schäfer erhielt von seiner Geliebten als Geschenk ein magisches Pferd, das fliegen konnte. Er verwendete es in der Nacht, um seine Geliebte zu treffen. Seine eifersüchtige Ehefrau schnitt dem Pferd aber die Flügel ab, so dass es vom Himmel fiel und starb. Der trauernde Hirte schuf aus seinem geliebten Pferd eine Pferdekopf-Geige.
- Ein Junge namens Sükhe (oder Suho). Nachdem ein böser Gott (Heidengott) das preisgekrönte weisse Pferd des Jungens niedergemetzelt hatte, kam der Geist des Pferds zu Sükhe im Traum zurück und wies ihn an, aus dem Körper des Pferdes ein Instrument zu bauen, so dass die beiden immer zusammenbleiben konnten und keiner der beiden allein sein musste.




Songs

-
Magtaal (praising songs)

Loblieder (magtaal) werden zu Ehren der lamaistischen Götter und Naturgeister, Helden oder einzelner Tiere gesungen. Epentexte enthalten auch Lobgesänge an Berge, Flüsse, die Natur im Allgemeinen. Hierbei handelt es sich um eine uralte Tradition, wie sie auch heute noch von den Stämmen im Raume des Mongol-Altai im Westen der Mongolei lebendig gehalten wird.

1. Höömijiin khelkee ayalguu - Loblied für König Manduul
- Orkhonbaatar Chinbat: ever buree, male voice, höömij, Gereltsogt Jamba: limbe, tsuur (frame drum), male voice, höömij, Ganburged Bukhchuluun: morin khuur, male voice, höömij, Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: morin khuur, male voice, höömij, Ganbaatar Enkhzaya: yoochin, shigshuur (shaman rattle), Gankhuyag Uyanga: khuuchir, Gankhuyag Solongo: yatga
- Diese Melodie ist der Königin Mandukhai gewidmet. Mandukhai war die junge Frau des Königs Manduul, der in der Zeit von 1463 bis 1467 in der Mongolei an der Macht war. Nach dem Tod des Königs ernannte sie einen weisen Jungen aus der Königsfamilie zum Thronfolger. Sie wurde seine Königin und regierte in seinem Namen das Königreich.
2. Ikh ezen Bogd Chingiss khaan - Loblied für König Genghis
- Ganburged Bukhchuluun: morin khuur, male voice, text and höömij
- Orkhonbaatar Chinbat, Gereltsogt Jamba: male voice and höömij
- Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: morin khuur, male voice, and höömij
- Während des 13. Jahrhunderts regierte Dschingis Khan den gesamten Raum Innerasiens, von China bis nach Osteuropa. Der legendäre mongolische Krieger und Eroberer hat aber mehr als Terror und Zerstörung in seinem Leben hinterlassen. Er selbst glaubte an Schamanismus, war aber dennoch für alle anderen Religionen offen und unterstützte alle Arten der Künste. Er förderte die alte mongolische Schrift (die Mongolisch-Uighur Buchstaben "Uigarjin"). Er wurde in Burkhan Khaldun Uul (im Chentij Gebirge) geboren, sein Name in der Kindheit lautete Temuzhin. Sein Vater Esuhei (heisst „Held“) vom Clan der Borjigid wurde von benachbarten Tartaren getötet (vergiftet), als er neun Jahre alt war. In seinem Leben gab es zwei wichtige Menschen: seine Mutter Oylen und seine Ehefrau Börte (Burteljin goo). Sein berühmtes Pferd hörte auf den Namen "Er 2 Zagal".
3. Dörvön Oirdiin uria - Loblied für den Stamm der Oird
- Orkhonbaatar Chinbat, Gereltsogt Jamba: male voice and höömij
- Ganburged Bukhchuluun: morin khuur, male voice and höömij
- Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: male voice, and höömi
- Dieser Stamm besitzt eine sehr eigene Tradition. Sie sind sehr heldenhafte Menschen. Die Mongolen nannten sie die "Blauen Mongolen". Damals besassen sie eine dunklere Hautfarbe. Die Oirds (auch Oirat oder Oyrat geschrieben) sind ein Stammeszweig, der den Westen der Mongolei besiedelte.
4. Jargalant Altai magtaal - Loblied für diesen Berg im mongolischen Altai-Bezirk
- Gereltsogt Jamba: tovshuur, male voice and höömij
9. Gal Shargiin unaga - Loblied für den Golf von Gal Sharga
- Duuren Uuriintuya: female voice (special voice „giingoo“)
- Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: morin khuur, male voice and höömij
- Der Golf von Gal Sharga mit den besten Pferden. Uuriintuya singt über diese schnellsten Pferde, die für das Rennen bereit sind. Insbesondere für diese schnellen Pferde singt man in einer Stimme, die als "giingoo" bezeichnet wird.
10. Khan Bogd magtaal - Loblied für Khan Bogd (auf alle Könige und Berge)
- Duuren Uuriintuya: female voice
- Natsag Gankhuyag: male voice (text of prayer), Orkhonbaatar Chinbat: ever buree, male voice (text of shaman), höömij, tsuur (shaman drum), shigshuur (shaman rattle), shaman bells, Gereltsogt Jamba: limbe, male voice, höömij, damar, denshig, Ganburged Bukhchuluun: morin khuur, male voice, höömij, Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: morin khuur, male voice, höömij, Ganbaatar Enkhzaya: yoochin, female voice, Gankhuyag Uyanga: khuuchir, female voice, Gankhuyag Solongo: yatga, female voice
- Wir loben alle unseren König Bogd und unsere schönen und grossen Khan-Bogd-Berge.
- Wir loben unsere Heimat, die Mongolei, mit den Schamen, die wir "Div tenger boo" nennen.
- Wir loben unsere Religion und unsere buddhistischen zeremoniellen Rituale.

Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert war der berühmteste Bildhauer der buddhistischen Länder Asiens unser Undur Gegeen Zanabazar (1635-1723), der erste Jebtsundamba Khutuktu, oder Bogdo Gegeen (König Bogd), und der grösste mongolische Bildhauer. Er gründete unsere Kunstschule "Zanabazar“. Sein künstlerisches Talent wurde bereits offensichtlich, als er noch ein kleiner Junge war, als er beobachtet wurde, wie er mit seinen kleinen Freunden mit Freude zeichnete und Tempel und Häuser baute. Mit vierzehn Jahren ging er nach Tibet, wo er vom Panchen Lama geweiht und vom Fünften Dalai Lama zum Jebtsundamba Khutuktu ausgerufen wurde. Zu dieser Zeit wurde der Potala Palast wiederaufgebaut, und Zanabazar muss mit vielen grossartigen Künstlern und Handwerkern bei deren Arbeit in Lhasa in Kontakt gekommen sein. Bei seiner Rückkehr in die Mongolei im Jahr 1651 begleiteten ihn Hunderte von tibetischen Lamas und viele Künstler und Handwerker, die vom Fünften Dalai Lama geschickt worden waren, um den Glauben zu verbreiten und neue Klöster zu errichten.


(Kehlkopfgesang)

Er wird vor allem bei gesellschaftlichen Anlässen wie beim Essen oder Trinken vorgetragen.

Bei den Mongolen wird der Kehlkopfgesang Höömij (= Kehle, Rachenhöhle) genannt. Der Sänger singt über einem tiefen, anhaltenden Grundton (Bordun) eine Melodie und gleichzeitig erzeugt er die ausgewählten Obertöne, um eine formantische Melodie aus Harmonien zu modulieren.

Es kommen verschiedene Techniken zur Anwendung, wobei die Resonanzräume und der Stimmsitz unterschieden werden: Kharkhiraa = Lunge, Khamriin = Nase, Tövönkhiin = Kehle und Bagalzuuriin = Hals. Der Klang wird durch die Art der Mundöffnung, Zungenlage, Zahnstellung, Kehle, Nase und Lippen geformt. Es werden immer gleichzeitig zwei Töne gebildet, wobei der Grundton gehalten wird.

Den Obertongesang in verschiedenen Stilen findet man auch bei den Turkstämmen, wie etwa den Baschkiren aus dem Ural, deren Stil Uzlyau heisst, bei den Chakasen, die ihren Obertongesang Khai nennen, bei den Altaiern, die ihren Obertongesang Koomoi nennen und den Tuvinern mit ihrem Khoomei.

Der Obertongesang wird von Völkern in Sibirien sowie von den Kasachen und den mongolischen Stämmen heute noch praktiziert. Es handelt sich dabei um eine spezielle Gesangstechnik, bei der Obertöne oder Teiltöne zusätzlich zum Grundton deutlich erklingen, d.h. eine zweite Stimme schwebt über der ersten, der Grundstimme. Wer diese Gesangstechnik beherrscht, kann den Oberton sogar lauter klingen lassen als den ursprünglichen Grundton. Mitunter ist dieser nicht einmal mehr hörbar. Ferner ist es möglich, zum Grundton einen weiteren orgelartigen Ton hinzukommen zu lassen, der eine Oktave tiefer liegt, also eigentlich ein Unterton ist. Auch diese Technik wird häufig von Obertonsängern verwendet.


5. Setgemj - Vier Berge - Höömij
- Orkhonbaatar Chinbat, Gereltsogt Jamba, Ganburged Bukhchuluun,
Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: male voice and höömij
- Die Stadt Ulaanbaatar liegt zwischen vier Bergen. Dieses Höömij preist diese Berge sowie die Natur um die Hauptstadt.
6. Höömijn törluud - andere Variante des Höömij
- Orkhonbaatar Chinbat, Gereltsogt Jamba, Ganburged Bukhchuluun, Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: male voice, höömij
- Dieses Stück besteht aus mehreren Höömij-Variationen in der Kharkiraa-Technik (Lunge) (brummendes, krächzendes Höömij, welches wegen ihrer grandiosen und pathetischen Melodieführung besonders für den Vortrag von epischen Gesängen verwendet wird) und in der Isagree-Technik (eine Art pfeifendes Höömiij) mit der Khamryn (= Nase: der Ton kommt nur durch die Nase) Höömij.
7. Elstiin gangad nutag - Das Land von Elstiin Gangad in der Gobi - Höömij aus der Westmongolei
- Duuren Uuriintuya: female voice
- Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: morin khuur, male voice
- In der Westmongolei befinden sich die höchsten Berge, und die Wüste Gobi beginnt. Es weiden hier viele Yaks in dieser schönen Landschaft mit den Bergen und dem Sand dazwischen. Die Region Elstiin Gangad ist die Heimat der Yak-Hirten.
9. Zakhchin-tatlaga - Tanzmelodie aus der Westmongolei
- Ganburged Bukhchuluun: morin khuur, Dorjnyam Shinetsog-Gyeni: morin khuur
- Bei den westmongolischen Stämmen und den Tsalchchin wird beim Tanz (Volkstanz "bij" - "bielgee") vorrangig der Oberkörper bewegt. Mit ihren Bewegungen bringen sie auch ihre Identität, das Geschlecht, die Sippe und ethnische Zugehörigkeit zum Ausdruck. Neben den geschlechtsspezifischen Tanzbewegungen werden ebenfalls typische Tätigkeiten aus dem Alltag, aus dem nomadischen Hirtenleben, der täglichen Arbeit auf dem Felde oder der Geschichte ihres Stammes vorgetragen. Diese Tänze werden vorwiegend bei Festen in den Ger (Jurte - runde Hirtenzelte), bei Feiern des örtlichen Adels oder in Klöstern getanzt. Jeder Stamm hat besondere Eigenheiten.


Instrumente

- Limbe
(Blasinstrument)

Das Instrument wird häufig zur Begleitung verwendet, gelegentlich auch als Soloinstrument. Früher wurde es aus Bambus oder Holz gefertigt, heute meist aus Kunststoff, vorab die aus China importierten Instrumente. Diese Flöte (Querflöte) ist mit den Nomaden Zentralasiens eng verbunden.
Das Instrument ist ca. 64 cm lang und hat neun Bohrungen, davon eine Blasöffnung und zwei für das Stimmen. Gespielt wird es oft mit Zirkuläratmung*, und der Sound spiegelt das Gehörte aus der Natur oder den Klang der Umwelt, des Lebensraumes, wider.
- *Zirkuläratmung (bituu amisgal): Ein Ton wird geblasen, während gleichzeitig durch die Nase eingeatmet wird. Die Luft dazu wird in den Backen gesammelt und durch die Wangenmuskulatur ausgepresst ("Dudelsack-Prinzip"). Die Zungenwurzel wirkt gleichsam als Ventil.


- Surnai - ever buree (Blasinstrumentt)

Rohrblattinstrument, eine Art konisch konstruierte hölzerne Oboe (ever buree - Horn) mit sieben plus einem Grifflöchern, einem aufgesetzten Metalltrichter und Mundstück. In seiner kurzen Form wird das Instrument auch "haidi", Meeresflöte, genannt.


- Khuuchir (Saiteninstrument)

Schlangenhaut-Geige oder Rosshaar-Geige - ein Streichinstrument, das vorab von den Nomaden (genannt "die Wilden") verwendet wurde. Die Chinesen nennen es "Mongolen-Instrument" oder "Huk'in". Es wird auf die Quinte gestimmt, und man kennt eine kleinere und eine mittlere Form.
Es besitzt einen kleinen zylindrischen, kantigen oder tassenförmigen, unten offenen Schallkörper aus Bambus, Holz oder Kupfer mit Schlangenhautdecke. Der Hals ist durch den Korpus hindurchgesteckt. Von den meist 4 seidenen Saiten stehen die erste und dritte im Einklang, die zweite und vierte in der Oberquinte: der mit Pferdehaar bezogene Bogen ist untrennbar zwischen die Saitenpaare hineingeflochten. Diese wird "sihu" genannt, was auf chinesisch "vier" oder auch "vier Ohren haben" heisst. Die kleineren Instrumente haben 2 Saiten und werden "erh-hu" genannt (chinesischen = zwei).

- Khun tovshuur - Tovshuur (Saiteninstrument)

Die "Khun tovshuur" ist ein zweisaitiges lautenartiges Saiteninstrument, ähnlich der tuvanischen, altaischen und kasachischen Laute. Korpus und Hals werden aus Zedernholz geschnitzt. Der Korpus wird oft mit dem weichen Leder von Wildtieren, Kamel- oder Ziegenfell überzogen. Die Saiten sind aus Pferdeschwanzhaaren gewunden. Die beiden Saiten werden im Abstand einer Quarte gestimmt.
Die Westmongolen verwenden diese Laute zur Begleitung von "tuuli" (heroisch-epischen Sagen) und "magtaal" (Loblieder)

- Morin khuur (Saiteninstrument - Pferdekopf-Geige)

Die Pferdekopf-Geige ist ein typisch traditionelles, zweisaitiges Instrument der Mongolen. Der Boden und der Hals sind aus Holz gefertigt. Das Ende des Halses hat die Form eines Pferdekopfes, und der Klang ist vergleichbar mit dem einer Violine oder eines Cellos. Die Saiten werden aus getrockneten Hirsch- oder Bergschafsehnen gewunden. Es wird mit einem Bogen gespielt, der aus Weidengerte gefertigt wird und mit Pferdeschwanzhaaren bespannt ist, die mit Lärchen- oder Zederholzharz bestrichen werden.
Man verwendet das Instrument zum Spielen von mehrstimmigen Melodien. Beim Streichen durch den Bogen wird die Melodie gespielt und gleichzeitig erklingt die gestrichene Saite nach. Dieses Instrument ist das weitverbreitetste in der Mongolei, und man braucht es bei vielen Gelegenheiten wie dem Zelebrieren von Ritualen, bei der Begleitung von Tänzen oder Liedern, auch werden Geräusche der Pferdeherden wiedergegeben.

- Yoochin (Saiteninstrument)

Kastenzither - Hackbrett mit 13 Doppeldrahtsaiten. Diese werden mit zwei Holz-Schlagstöcken angeschlagen, mit sog. Holzhämmerchen (vergleichbar mit der Santur der Perser). Das Schallbrett ist aus schwarzem Holz und reich mit Ornamenten verziert.
Das Instrument war nur den Städtern bekannt und wurde vorerst auch nur von ihnen gepielt.


- Yatga (Saiteninstrument)

Eine gestrichene Wölbbrettzither mit beweglichen Stegen. Sie besteht aus einem schmalen, gewölbten, hohlen Holzkorpus und einem flachen Holzboden. Die Saiten werden gezupft, und ihr Ton ist sehr sanft. Das Instrument galt als heilig, und sein Spiel war an Rituale und Tabus gebunden. Es wurde vorwiegend am Hofe und in Klöstern verwendet, da die Saiten die zwölf Stufen der Palasthierarchie symbolisierten.

Das Spiel dieser zwölfsaitigen Zither war den Hirten vorerst verboten, ihnen war nur das Spielen der Zehnsaitigen gestattet, mit der auch Epen vorgetragen wurden.

Mongolen spielen traditionellerweise drei verschiedene Arten dieser Zithern, die sich durch ihren Resonanzkörper oder ihren Hohlkörper, in dem der Ton verstärkt wird, unterscheiden. Konstruktionen umfassen die Meister Yatga mit 21 Saiten;
Ikh Gariing Yatga, die einheimische Yatga; Akhun Ikh Yatga und die Harfe, die als Bosoo Yatga bezeichnet wird.

- Tuur - Rahmentrommel (Schlaginstrument)

Dabei handelt es sich um eine einköpfige Schamanentrommel. Ihr Rahmen ist gewöhnlich oval, manchmal aber auch rund. Die Membran ist mit Zeichnungen auf der einen oder auf beiden Seiten verziert.

- Shigshuur - Schamanen-Rassel (Schlaginstrument)

Die mongolischen Schamanen verwenden auch eine Art Rassel, die als Shigshuur bezeichnet wird. Sie ist aus Kuhhorn gefertigt, wobei das spitze Ende in die Form eines Rabenkopfes geschnitzt ist. Die Shigshuur wird verwendet, um Energie in eine spezifische Richtung zu lenken und zu senden, wobei die Rassel wie ein pickender Rabe geschüttelt wird.

- Denshig - kleine Klangbecken (Schlaginstrument)

Das sind zwei ausgebeulte Messingteller, deren Griffe (Knäufe) durch einen kleinen Riemen verbunden sind. Bei den Gottesdiensten schlägt ein Lama zwei Tellerchen gegeneinander, was einen dem Anschlag eines Glöckchens ähnlichen Ton erzeugt, der aber bedeutend weicher und melodischer ist.

- Damar - kleine Trommel (Schlaginstrument)

Kleine Trommeln, die im Kloster verwendet werden, an die Art einer Spule erinnerndes hölzernes Gehäuse. Auf beiden runden Aussenseiten mit Leder überzogen. In der Mitte der Spule ist ein Band aus Seide mit Stickereien und zwei Knöpfe an einer Schnur befestigt. Durch das Hin- und Herbewegen werden diese zwei Knöpfe auf das gespannte Leder dieser kleinen Trommel geschlagen.

-
Schamanenglöckchen (Schlaginstrument)

Diese Glöckchen sind aus Messing oder Eisen gefertigt. Sie sind auf dem Tuch befestigt. Diese Glöckchen sind meistens Signale, die Schamenen beim Tanz einsetzten, um die Götter aufzuwecken.


Revised by Hermelinde Steiner


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