Face Music - Catalog - Duo Temuzhin
  • Altai-Khangain-Ayalguu - Duo Temuzhin - Traditional Songs of Mongolia




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P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


- FM 50023 - P & C 1997
more information songs in German
:

Lieder

1. Altai magtaal - trad.
- Vavgaan: voc., hel khuur, tovshuur, aman tsuur - Batsaikhan: morin khuur
Das Altai-Gebirge liegt in Zentralasien und hat Ausläufer zu Kazakhstan, Gorno Altaisk (Süd-Sibiren), Tuva, Mongolien und China. Der Mongolische Altai ist zusammen mit dem Gobi Altai der längste Gebirgszug mit seinen 13 Gipfeln und den 77 Tälern. Dieses Gebirge reicht vom Westen der Mongolei bis zur Wüste Gobi im Süden. Die hier lebenden Stämme nutzen den Reichtum an Wasser und das Steppengras, das ihnen die Natur bietet, für ihre grossen Herden. Sie leben von Milchprodukten, Gersten und Weizen, von Hammel- oder Rindfleisch und gelegentlich von der Jagd. Auch trinken sie gegorene Stutenmilch, genannt "airag", wie die Turk-Völker im Altai.
In diesem Loblied zum Altai (magtaal) wird der Reichtum der Natur gepriesen. Die Berge verleihen den hier lebenden Menschen Kraft und bestimmen ihr Schicksal. Die Texte sind mündlich überliefert. Sie gehören zu den meist gesungenen und kennen viele Versionen. Sie werden sowohl von allen mongolischen Stämmen als auch von den Turk-Stämmen vorgetragen (Gorno-Altai,Tuva, Chakasien ...).

2. Bogd Dunjingarav uuliin magtaal - trad.
- Vavgaan: voc., hel khuur, tovshuur, bells - Batsaikhan: morin khuur
Der Bogd Dunjingarav Berg (uul) liegt südlich der Hauptstadt Ulaanbaatar und wurde bereits von Dshingis Khan für heilig erklärt. Der Berg ist 2224 Meter hoch und zählt 28 Täler.
In diesem Loblied (magtaal) wird der unerschöpfliche Reichtum der Natur an Wasser, einzigartigen Wasserfällen, Blumen und Heilkräutern gepriesen.

3. Böögiin ayalguu - Shamanen Melodie - trad.
- Vavgaan: voc., hel khuur, perc. (Hengereg - grosse Trommel)
Instrumentalstück "Böögiin Melodie" (ayalguu), wie es die Shamanen für ihre Rituale verwenden.
Hengereg ist die grosse Trommel, welche nur Schamanen verwenden. Auf ihr schlagen sie Rhythmen, vergleichbar den "sprechenden Trommeln" der Indianer Nordamerikas.

4. Jeven goliin ayalguu - Jeven Fluss Melodie - trad.
- Vavgaan: voc., aman tsuur
Mit einer aus "uliangar" Holz (Riesenkerbel ein Doldengewächs) gefertigten Flöte, genannt "Aman Tsuur", werden die Melodien des Jeven Flusses, der im Westen der Mongolei im Altai entspringt, wiedergegeben.

5. Ulaanbaatariin magtaal - Musik & Text: G.Vavgaan
- Vavgaan: voc., hel khuur, tovshuur - Batsaikhan: morin khuur
Vavgaan schrieb dieses Loblied (magtaal) zum 355. Jahrestag der heutigen Hauptstadt Ulaanbaatar (früher bekannt unter den Namen: Örgöö, Ikh Khuree, Nomiin Khuree, Niislel Khuree). Die Hauptstadt ist umgeben von vier Gipfeln. Im Süden erhebt sich der berühmte Bogd Dunjingarav und im Norden fliesst der Khatan Fluss vorbei.
Im Text werden die Grösse der Stadt und ihre Ausstrahlung gepriesen. Ebenfalls wird die Legende ihres Beschützers, des "Khangardi" (ein Fabelwesen mit Greifarmen), erzählt.

6. Hel khuur - trad.
- Vavgaan: hel khuur (Instrumentalstück mit Maultrommel in Holz)
(mehr Informationen, siehe Instrumente)

7. Tömör hel khuur - trad.
- Vavgaan: tömör hel khuur (Instrumentalstück mit Maultrommel in Metall)

8. Hümüün törölhtön - trad.
- Vavgaan: hulsan hel khuur (Maultrommel in Bambus)
Dieses Lied wurde erstmals 1924 im alten Ulaanbaatar von einer Frau gesungen, als die Stadt noch Niislei Khuree genannt wurde.
Man lobt die gewonnene Freiheit für die mongolische Frau, endlich studieren zu dürfen und sich frei den Wissenschaften zu widmen.

9. Höömij - trad.
- Vavgaan: voc. (Obertongesang - mehr Informationen siehe Vokaltechnik)

10. Goviin öndör mod - Gobis hohe Bäume - trad.
- Vavgaan: voc, hel khuur. - Batsaikhan: morin khuur
Eine Kamelmutter sucht in der Wüste Gobi ihr Kleines zum Stillen. Sie wandert entlang hoher Bäume und findet ein Neugeborenes. Sie meint, dies sei nicht ihr Junges, deshalb stillt sie es nicht. Ein Hirte eilt herbei und spielt auf der Pferdegeige "Morin Khuur" eine wunderbare Melodie. Die Kamelmutter bekommt dabei Tränen, und sie beginnt das Kleine endlich doch zu stillen.

11. Khüder dungui nutag - trad.
- Vavgaan: voc. - Batsaikhan: morin khuur
Dieses Loblied erzählt vom Stamm der Burjaten, die sich im Khüder dungui Land (nutag) niedergelassen haben. Eine Minderheit, ein kleiner Stamm, der der alten Heimat im Westen nachtrauert und den Jungen von dieser einstigen wunderbaren Welt erzählt.

12. Khangain magtaal - trad.
- Vavgaan: voc., tovshuur - Batsaikhan: morin khuur
In der Mongolei gibt es drei grosse Berggebiete, der Altai im Westen, der Khangain in der Mitte und der Khentyi im Osten des Landes. Der Khangain ist 4800 Meter hoch.
Erzählt wird die Ülger Sage, "ülger tuuli", von dem Fabeltier und Beschützer der Region. Man bittet den Berg Khangain um seine Hilfe zur Bewältigung des Alltags und um seinen Segen. Das Volk soll hier in Frieden und Glück leben können, Kinder kriegen und Vieh haben in grosser Zahl.

13. Mandal jüüjee - trad.
- Batsaikhan: morin khuur (Instrumentalstück)
In Form eines langen Liedes "urtiin duu", werden die weiten und herrlichen Steppen mit ihren abwechslungsreichen Landschaften vorgestellt. Ein Instrumentalstück auf der "Morin Khuur", facettenreich und mit viel Ornamenten.

Die Mongolen verwenden verschiedene Lied-Typen wie:
- tuuli, heroisch-epische Sage
- urtiin duu, langes Lied, melismatisch reich verziert. Es wird in höchster Lage gesungen und hat keinen festen Rhythmus.
Es gibt drei Kategorien von langen Liedern:
- das Ausgedehnte mit ununterbrochen fliessenden Melodielinien, üppig verziert, lange falsettierte Passagen enthaltend,
- das Gewöhnliche ist kürzer, weniger ausgeziert und verzichtet auf das Falsett,
- das Verkürzte hat Kurzverse, Kehrreime und sprunghafte Melodieverläufe.
- bogino duu, kurzes Lied, strophisch, syllabisch, rhythmisch gebunden, wird ohne Verzierungen vorgetragen.
- höömij, Obertonlied.

14. Düüjin Khuar, Sanduitai mod - trad.
- Batsaikhan: morin khuur (Instrumentalstück)
In diesem langen Lied "urtiin duu" wird von den Chalch-Stämmen, die im Osten der Mongolei in der Steppe leben, und ihrem König Düüjin Khuar und der positiven Kraft des "sanduitai" Baumes erzählt, den acht Kammern des Lebens, der Schönheit der Sonne und des Mondes.

15. Kherlengiin barija - trad.
- Batsaikhan: morin khuur (Instrumentalstück)
Dieses lange Lied "urtiin duu" handelt vom im Osten der Mongolei lebenden Chalch-Volk und dem Fluss Kherlen (Kherlengiin Barija), der aus dem Khentyi-Massiv entspringt und die weiten Steppen im Osten der Mongolei durchwandert.

16. Zavkhan nutgiin magtaal - Loblied auf das Land Zavkhan - trad.
- Vavgaan: voc., tovshuur - Batsaikhan: morin khuur
Zavkhan liegt im Nordwesten des Landes.
Es ist eine wunderbare Gegend mit dem hohen Berg "Otgontenger" und dem Zavkhan Fluss, der durch die Sandsteppe des "Khangai" fliesst.

17. Avgin tsagaan uul - Avgin der weisse Berg - trad.
- Vavgaan: voc. - Batsaikhan: morin khuur
Die Geschichte erzählt von einem Mongolen, der weit entfernt von seiner Heimat lebt und von diesem weissen Berg träumt.

18. Tsonkhon deer suusan yalaa - trad.
- Batsaikhan: morin khuur (Instrumentalstück)
Ein Mongole betrachtet die Fliege (yalaa), die am Fenster sitzt, und träumt von seiner Heimat mit ihrer Herrlichkeit an Natur und von der Liebe zu seiner hübschen Braut.

19. Khotgoidiin unaga - trad.
- Vavgaan: voc. - Batsaikhan: morin khuur
Das Lied erzählt von einem wunderbaren Pferd aus dem Khotgoidin Land..

20. Khalkh jonon - trad.
- Batsaikhan: morin khuur (Instrumentalstück)
Das Lied erzählt von den schwarzen Pferden, die in der Zentralmongolei sehr zahlreich sind.

21. Kholiin gazar - trad.
- Vavgaan: voc. - Batsaikhan: morin khuur
Ein Mongole des Zavkhan Stammes ist weit weg und hat Heimweh.

22. Günjilmaa - trad.
- Vavgaan: voc. - Batsaikhan: morin khuur
Es lebte einst ein hübsches Mädchen namens Gunjilmaa und ein Mongole aus dem Stamme der Chalch verliebte sich in sie


Instrumente

- Tsuur (Blasinstrument)
Die "Tsuur" ist ein traditionelles Mongolisches Blasinstrument (Flöte) gefertigt aus "uliangar"-Holz (Riesenkerbel, ein Doldengewächs). Melodie und Sound erinnern an den Wasserfall am Jevinfluss. Die "Aman Tsuur" gefertigt von den Altai-Urianchai-Stämmen sind beliebt und haben den besten Klang.

- Khun Tovshuur (Saiteninstrument)
Die "Khun Tovshuur" ist ein zweisaitiges lauteartiges Saiteninstrument, ähnlich der tuvanischen, altaischen und kasachischen Laute. Der Korpus und der Hals werden aus Zedernholz geschnitzt. Der Korpus wird oft mit weichem Leder von Wildtieren, Kamel- oder Ziegenfell überzogen. Die Saiten sind aus Pferdeschwanzhaaren gewunden. Die beiden Saiten werden im Abstand einer Quarte gestimmt.
Die Westmongolen verwenden diese Laute zur Begleitung von "tuuli" (heroisch-epische Sagen) and "magtaal" (Loblieder).

- Morin Khuur (Saiteninstrument - Pferde-Kopf-Geige)
Die Pferde-Kopf Geige ist ein typisch traditionelles Instrument der Mongolen. Der Boden und der Hals sind aus Holz gefertigt. Das Ende des Halses hat die Form eines Pferde-Kopfes, und der Klang ist vergleichbar mit dem einer Violine oder einem Cello. Die Saiten werden aus getrockneten Hirsch- oder Bergschafsehnen gewunden. Es wird mit einem Bogen gespielt, der aus Weidengerte gefertigt und mit Pferdeschwanzhaaren bespannt, die werden mit Lärchen- oder Zederholzharz bestrichen.

- Hel Khuur
Die Maultrommel wird aus Messing oder Stahl hergestellt. Früher wurde diese aus Holz oder Bambus gefertigt. Am Metall in Hufeisenform wird eine elastische Feder gleich einem Vibrator befestigt, welche man als Zünglein bezeichnet. Der Spieler legt den länglichen Teil des Instrumentes in den Mund, dabei drückt er diesen leicht an die Vorderzähne. Der Ausführer bringt das Züngchen mit der rechten Hand in Bewegung. Die Höhe der Klänge wird mittels Veränderung der Mundhöhle, die gleichzeitig als Resonanzkörper dient, bestimmt.


Vokaltechnik

- Chöömij (Obertongesang)
Er wird vor allem bei gesellschaftlichen Anlässen, wie beim Essen oder Trinken vorgetragen.
Bei den Mongolen wird der Obertongesang Höömij (= Kehle) genannt. Der Sänger singt über einem tiefen, anhaltenden Grundton (Bordun) eine Melodie. Es kommen verschiedene Techniken zur Anwendung, wobei die Resonanzräume und der Stimmsitz unterschieden werden: Kharkhiraa = Lunge, Khamriin = Nase, Tövönkhiin = Kehle und Bagalzuuriin = Hals. Der Klang wird durch die Art der Mundöffnung, Zungenlage, Zahnstellung, Kehle, Nase und Lippen geformt. Es werden immer gleichzeitig zwei Töne gebildet, wobei der Grundton gehalten wird.
Den Obertongesang in verschiedenen Stilen findet man auch bei den Türkstämmen wie bei den Baschkiren aus dem Ural, deren Stil Uzliau heisst, bei den Chakassen, die ihren Obertongesang Khai nennen, bei den Altaiern, die ihren Obertongesang Koomoi nennen und den Tuvenern mit ihrem Khoomei.
Der Obertongesang wird von Völkern in Sibirien sowie von den Kasachen und den mongolischen Stämmen heute noch praktiziert. Es handelt sich dabei um eine spezielle Gesangstechnik, bei der Obertöne oder Teiltöne zusätzlich zum Grundton deutlich erklingen, d.h. eine zweite Stimme schwebt über der ersten, der Grundstimme. Wer diese Gesangstechnik beherrscht kann den Oberton sogar lauter klingen zu lassen als den ursprünglichen Grundton. Mitunter ist dieser nicht einmal mehr hörbar. Ferner ist es möglich, zum Grundton einen weiteren orgelartigen Ton hinzukommen zu lassen, der eine Oktave tiefer liegt, also eigentlich ein Unterton ist. Auch diese Technik wird häufig von Obertonsängern verwendet. So tragen die Türkstämme im Altai ihre Texte oft in Niederton-Kehlkopfstimme (Strohbassregister, tiefe Frequenz bis zu 20 Hz) vor.

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