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– History – Kunst der Grossen Steppenreiche Asiens




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P & C December 1998
- Face Music / Albi

- last update 03-2016


Text in German
 
- Die diskutierte Kunstgeschichteperiode, die Kunst der Steppenreiche, wurde von den Hunnen oder Hsiong-nu begründet. Diese Kunstform entstand im 3. Jahrhundert vor Christus und dauerte bis zum ersten Jahrhundert nach Christus an. In diesem Gebiet wurden oftmals Tiere als Objekte der Illustrationen verwendet. Filzteppiche, die z.B. Tierabbildungen enthielten, wurden gewöhnlich in allererster Qualität hergestellt. Die Abbildungen enthielten oftmals ausdrucksstarke Bewegungen sich bekämpfender wilder Tiere, wodurch sich umfassende Kenntnisse sowohl der Natur als auch des Verhaltens dieser Tiere widerspiegeln.

- Die Kimmerier, Skythen (oder Sakka) und Sarmaten waren Barbaren, die von griechischen und römischen Geschichtsschreibern als indo-europäische Sprachen sprechende Völker erwähnt wurden. Die Yue-Tsi besetzen die Oasen des Tarimbeckens, als die Han 200 v. Chr. ihre Expansion gen Westen begannen. Als sie von Gansu durch die Han und von Tarim durch die Hsiong-nu vertrieben wurden, zogen die Yue-Tsi weiter nach Westen in das Gebiet der Sakka, wo sie das griechische Baktrien im Jahre 150 vor Christus eroberten und damit den Grundstein für die indo-europäische buddhistische Kushana Dynastie legten, die bis zum dritten Jahrhundert n. Chr. das nördliche Indien, Afghanistan und Sogdien kontrollierte. Die heutigen Tadschiken sind Nachfahren dieser Stämme, die damals zum islamischen Glauben übergetreten sind. Ihre indo-europäische Sprache ist dem Persischen ähnlich, aber heutzutage sind sie geografisch gesehen von den turksprechenden Usbeken, Kirgisen und Uiguren umgeben.

- Man glaubt, dass die Turkkultur und die Turksprachen im 5. Jahrhundert vor Christus um den oberen Jenissejfluss im heutigen Siberien entstanden sind. Turksprechende Völker zogen von diesem Gebiet aus nach Westen in die Steppen nördlich des Aral- und Balchaschsees, wo sie sich zu den Hunnen vereinten, die später die Ebenen zwischen dem Uralgebirge und den Karpaten von den dort lebenden indo-europäischen Stämmen im 4. Jahrhundert nach Chr. eroberten. Ein Jahrhundert später terrorisierten diese wilden berittenen Bogenschützen unter der Führung Attilas Europa. Im gleichen Zeitrahmen wanderten andere turksprechenden Stämme gen Osten in das Gebiet nördlich von China, wo sie bereits im 4. Jahrhundert vor Chr. als Hsiong-nu bekannt wurden. Die Grosse Mauer wurde von den Dynastien Qin und Han gebaut, um China vor den Überfällen dieser unbezähmbaren Kavallerie zu schützen. Der Zusammenbruch der Han-Dynastie im Jahre 220 n. Chr. machte China schwach und geteilt, und bereits ein Jahrhundert später hatten die Topa-Turken das nördliche China erobert, den Buddhismus als Glauben angenommen und die nördliche Wei-Dynastie gegründet.

- Im Vergleich dazu liessen die nachfolgenden Reiche der Sianbi (Shien-pi) und Jujuan (Jujan) im Bereich der Kunst keinerlei Spuren zurück. Aber jeder dieser Nachfolgestaaten hatte seine eigene Schrift. Diese Schriften wurden gewöhnlich auf Holzblöcke geschnitzt.

- Die Sianbi waren in der Verarbeitung von Leder und Holz wahre Meister ihres Fachs. Die Jujuan wiederum zeigten im Umgang mit Eisen, Leder, Keramik und Holz hohe Kunstfertigkeit. Es ist auch äusserst interessant, dass die Sianbi ein eigenes Orchester mit 80 Instrumenten und ihre eigene Nationalhymne besassen, die zu Beginn und Ende von epischen Schlachten gespielt wurde. Beide Völker errichteten auch Gotteshäuser.

- Bis zur Mitte des 6. Jahrhundert hatte sich das Turkreich, nachdem die Jujuan besiegt worden waren, fest etabliert. Dem Kaiser wurde zum ersten Mal der Titel Khan verliehen, und das Reich erhielt den Namen Khaganate. Die Turken, die als Steppennomaden lebten, entwickelten in dieser Gegend als erste eine phonetische Schrift, und sie waren auch die Schöpfer vieler Monumente. Zu den bekanntesten Monumenten gehören die Statuen der "Steinmänner". Die "Steinmänner" stellen Turkkrieger dar, die gewöhnlich in einer langen Robe mit einer mit Feuer gefüllten Schale in der einen und einem Messergriff in der anderen Hand posieren.

- Zuätzlich zu den "Steinmännern" kann man in einigen Gebieten der Mongolei wichtige Begräbnisstätten der Turkführer finden. Diese beherbergen auch noch Statuen von begrabenen Menschen und Tieren, die mit Turkschriften versehen sind. Die Begräbnisstätten wurden als Gesamtkomplexe mit Gebäuden, Tempeln und zahlreichen Skulpturen organisiert.

- Während dieser Zeit begannen die von "Khans" aus der östlichen Mongolei und der Mandschurei geführten mongolisch sprechenden Stämme ihre Expansion in die nördlichen Steppen, die zuvor vorranging von den turksprechenden, von "Chan-yu" geführten Hsiong-nu bewohnt gewesen waren. Bis zum 5. Jahrhundert kontrollierte ihr mongolisches Juan-Juan-Reich die Gebeite von der Mandschurei bis zum Balchaschsee, einschliesslich dabei einer Reihe von Turkstämmen wie den Krigisen am Jenissejfluss. Das erste mongolische Reich war aber nur von kurzer Dauer. Boumin, ein Turk-Vasalle, rebellierte gegen die Mongolen und zerstörte diese mit Hilfe der nördlichen Wei, die sich ihrer Turk-Wurzeln besannen, im Jahr 552 völlig. Boumin nahm den Titel des Khans der Blauturken (oder K'ou-kiue) an, deren westliche und östliche Khanaten die nördlichen Steppen von der Mandschurei bis zum Aralsee beherrschten. Das Westkhanat herrschte mehr als ein Jahrhundert lang, bevor dessen Stämme durch die Ausbreitung der Tang nach Westen 651 zerstreut wurden. Dem Ostkhanat erging es besser, da es unter Khan Motcho expandierte, der viele unabhängige Turkstämme wie die Krigisen um Jenissej und die Qarluk um Ili vor seinem Tod im Jahr 716 unterwarf. Dieses Reich zerfiel aber 744 nach dem Aufstand der Stämme der Basmil, Qarluk und Uighur.

- 740 wurden die Turkstaemme aber geschlagen, wodurch ihnen die Uiguren nachfolgten. Die Uiguren waren ein halbnomadisches Volk, das zusätzlich zur Viehzucht auch noch ein sehr ertragreiches Einkommen aus Landwirtschaft und Handel, insbesondere aus den lukrativen Märkten entlang der legendären Seidenstrasse, gewinnen konnte.

- Uigurische Städte waren auch wichtige kulturelle Zentren. Dort gab es Tempel und Paläste, die mit kunstvoll gemalten Fresken auf Objekten, die Themen vom alltäglichen Leben bis zu buddhistischen Themen veranschaulichten, verziert waren. Uigurische Wandmalereien blieben erhalten, und gemeinsam mit der Bildhauerei und dem Kunsthandwerk sind sie als Meisterwerke Mittelasiens bekannt und berühmt.

- Es ist interessant, dass die Uiguren eine auf einem Alphabet basierende Schrift besassen, die später dann während des Mongolischen Reichs von den Mongolen übernommen wurde. Dabei handelt es sich um die traditionelle mongolische Schrift, die auch heute noch in Gebrauch ist. Als Ankerkennung dieser Entwicklungen gibt es immer noch Ehrendenkmäler mit uigurischer Schrift, die an diese hochentwickelte Kultur dieser Periode erinnern.

- Die Uiguren sammelten die Trümmer auf und bauten damit ihre eigene Uigurische Dynastie auf, die sich ein Jahrhundert lang (744 - 840) hielt. Dje Uiguren (vom Gebiet entlang des Flusses Selenge) entwickelten eines der ersten Turkalphabete, indem sie das alte Alphabet Sogdiens adaptierten, um die Turk-Phoneme zu übertragen. Nach der Niederlage der Tang am Fluss Talas im Jahre 751 wurde China aus Mittelasien vertrieben, was zu einem achtjährigen Bürgerkrieg unter dem mongolischen Söldner Nan Luchan führte. Der Tang-Kaiser rief den uigurischen Khan um Hilfe an und bat ihm in Austausch dafür die Hand einer seiner Töchter. Der uigurische Khan Mo-yen-cho ging auf den Handel ein und half den Tang dabei, Luoyang 757 wiederzuerobern. 762 eroberte sein Sohn Teng-li Meou-yu Luoyang für die Tang von den Rebellen zurück. Dort traf er manichäische Missionare und brachte sie mit ihm in die Mongolei zurück, um sein Volk zu bekehren. Die uigurische Schrift, die manichäische Religion sowie ein permanent freundschaftliches Verhältnis zwischen ihrer Hauptstadt Kara-Balgasun und China brachte die Uiguren zwar der Zivilisation näher, schwächte sie aber auch zugleich. Sie wurden 840 von den immer noch primitiven Kirgisen eingenommen, die damit ihre Rolle im Herzen der Mongolei einnahmen. Die geschlagenen uigurischen Stämmer zogen in die Oasen des Tarimbeckens weiter, wo sie auch heute noch leben.

- Aber wie auch die vorherigen Reiche zerfiel auch das uigurische Reich, in diesem besonderen Fall fiel es 840 an die Kitanen. Die Kitanen waren ebenfalls Halbnomaden. Sie erschufen zwei Arten von Schriften: eine ähnelte keiner anderen asiatischen Schrift, während die andere gewisse Gemeinsamkeiten mit der chinesischen Schrift zeigte.

- Die Kitanen waren in vielen Bereichen der Kunst tätig, darunter in der Literatur, der Architektur, der Musik und dem Tanz. Sie beschäftigten sich vorrangig mit Landschafts-, Portrait- und Genremalerei, in welchem Gebiet sie auch einflussgebend waren. Auch waren Poesie und Reiseberichte zu finden. Weiters wurden Handelsbezirke, das Kunsthandwerk und das Reisewesen etabliert.

- Zurück im Jahre 686 überfielen die mongolischen Kitan-Stämme, die sich im Mandschurei-Gebiet des Liao-Flusses niedergelassen hatten, Nordchina. Die sich im Niedergang befindlichen Tang erhielten (natürlich für eine Gegenleistung) Hilfestellung durch den Westturk-Khan Motcho, um sie 697 empfindlich in der Schlacht zu treffen. Aus disem Grund wurde die Expansion der Kitanen um drei Jahrhunderte verzögert; sie war aber nicht aufzuhalten, und 929 jagten sie die kirgisischen Stämme (welche die Uiguren ersetzt hatten) bis zum Fluss Jenissej und sogar weiter bis zu den sehr weit westlichen Steppen nahe des Kaspischen Meers zurück. Die Kitanen errichteten ihre Hegemonie über das nördliche China vom Datong westlich von Peking bis in die Mandschurei und machten die wilden Jurchen-Stämme der Ussuri zu ihren Vasallen. Es dauerte ein wenig mehr als ein Jahrhundert, bis die Kitanen ihre nomadische Kriegskunst verloren und das Reich zerfiel, bevor die immer noch starken östlichen Vasallen rebellierten. Die Jurchen überranten die kitanischen Territorien 1114, gründeten die "chinesische" Kin-Dynastie und setzten die Vertreibung der Song von Kaifeng bis nach Hangzhou an der südlichen Küste 1132 fort.

- Im Westen war das iranische Samanidreich 999 zwischen den muslimischen Turk-Sultanen Ghaznavid von Afghanistan aufgeteilt, die Khorassan südlich von Amu-Darya kontrollierten, und den muslimischen Turk-Khans Qarakhanid von Issik Kul und Kashgaria, die Transoxiana und die Steppen über Syr-Darya in Beschlag nahmen. Ein dritter Turkstamm aus dem Gebiet nördlich des Aralsees, die Seljuk, zog aus diesem Konflikt seinen Vorteil und dehnte sein Einflussgebiet aus, das um etwa 1040 Khorassan, Persien, den Irak und die Türkei umfasste.

- Ende des 12. Jahrhunderts war China in den Süden, der von der chinesischen Song-Dynastie von ihrer Hauptstadt Hangzhou aus kontrolliert wurden, und in den Norden, der von den mongolischen Jurchen, die sich selbst als Kin-Dynastie bezeichneten, von ihrer Hauptstadt Beijing aus regiert wurde, unterteilt. Der Gansu-Korridor befand sich unter Herrschaft des Königreichs Tangut-Tibetan Si-Hia, und die Territorien, die so weit im Westen lagen wie Syr-Darya, wurden von den Kara-Kitanen beherrscht, deren Vassalen, die Karakhaniden, Kashgaria okkupierten, während die Tarimbecken die Heimat der Uiguren waren, die konvertiert waren, teilweise zum Buddhismus, teilweise zur nestorianischen Form des Christentums.Transoxiana und der Grossteil Persiens befanden sich unter Herrchaft der muslimischen Turk-Shahs Khorezm, die in Asien beheimatet waren. Die Steppen, die Heimat der Nomaden, teilten sich verschiedene unabhängige Stämme, so etwa einige Turkstämme (Kirgisen, Keraiten, Uiguren), einige Mongolenstämme (Oirater, Tataren) sowie einige Turkmongolenstämme (Naimanen, Markiten).

- Temudschin, der spätere Dschingis Khan, wurde 1155 am Onon, einem Nebenfluss des Amurs, der heute die nordöstliche Grenze Chinas mit Russland bildet, geboren. Er wurde mit 12 Waise und verbrachte seine Jugendjahre in extremer Armut und grosser Not, die er mit Hilfe seines Bruders Qassar besiegte. Mit 20 Jahren heiratete er Börte, die Tochter eines Stammesführers, und wurde Vassal des Kerait-Königs Togrul, der ihm später dabei half, seine Frau vom Markit-Stamm, der sie gekidnappt hatte, zu befreien. 1196 wird er zum Khan der mongolischen Stämme ernannt und nimmt den Namen Dschingis an. Zwei Jahre später besiegen er und Togrul die Tataren, die seinen Vater ermordet hatten. 1203 besiegt er Togrul, und die Keraiten unterwerfen sich seiner Herrschaft. Im darauffolgenden Jahr werden die Naimanen besiegt und unterworfen. 1206 erklärt ein grosses Kuriltai (Versammlung) aller mongolischen und Turkstämmen, das an den Ufern des Flusses Onon abgehalten wurde, Dschingis zum "Obersten Khan" "all jener, die in Filzzelten leben".

- Kharkhorum der Khan residierte dort, als die Hauptstadt des grossen mongolischen Reiches von Dschingis' Khan Sohn Ugudei gebaut wurde. Die bedeutendsten Kunstwerke dieser Periode, die überlebt haben, sind die Portraits der mongolischen Khane und ihrer Frauen.

- Nun begann Dschingis Khan damit, sein Reich zu bilden, indem er das Königreich Si-Hia Königreich bezwang, das Gansu 1209 unterworfen hatte, und indem er Beijing von der Kin-Dynastie eroberte und diese zwang, sich 1215 nach Kaifeng zurückzuziehen. Er nahm die freiwillige Unterwerfung von Kara-Khitan (Ili, Talas, Issik Kul und Kaschgaria) im Jahre 1218 an und besiegte das Khorezm Reich, indem er 1220 Samarkand und 1221 Urgench eroberte. Seine Generäle Djebe und Subotai eroberten Persien, Aserbaidschan und Georgien, und sie passierten das Gebiet nördlich des Kaukasus, um die Turkstämme der Kiptschak und deren russische Verbündete zu besiegen, wobei sie 1222 Kiew einnahmen. Er starb 1227, während er die aufständischen Si-Hia in Gansu terrorisierte.

- Nach dem Tode Dschingis Khans erbte sein zweiter Sohn Tschaghatai die Gebiete zwischen dem Amu-Darya und Kublai Khans China (das auch das heutige Xinjiang umfasste). Im 14. Jahrhundert verzweigte sich das Tschaghatai Khanat in einen sesshaften Zweig, der zum Islam konvertierte, Landwirtschaft in seinen Lebensbereich aufnahm und sich in Transoxania, südlich von Syr-Darya, niederliess, sowie in einen nomadisch lebenden Zweig, der die mongolische Lebensweise beibehielt und sich als Meister von Mogholistan (Tschaghatais Khanat) zwischen Syr-Darya und China etablierte.

- Im Vergleich dazu war die Kunst des Mittelalters rein buddhistisch ausgelegt. Der Buddhismus wurde einige Male über die Seidenstrasse, mit den Uiguren und auch während des mongolischen Reichs in der Mongolei eingeführt. Aber erst im 16. Jahrhundert konvertierte Altan Khan zum Lamaismus. Bereits kurz darauf wurde diese Glaubensform als Staatsreligion der Mongolei angenommen, als Altan Khan an Sodnomjamtso, den bedeutendsten Mönch Tibets, den Titel Dalai Lama verlieh.

- 1586 wurde das erste lamaistische Kloster auf den Ruinen von Kharakorum errichtet. Dieser Trend setzte sich bis ins 20. Jahrhundert fort, als im gesamten Land zahlreiche Klöster errichtet wurden. Diese Tempel wurden im chinesischen und tibetanischen Stil auf der Grundlange eines auf dem traditionellen mongolischen Ger und Zelt basierenden Modells errichtet.

- Timur, ein Turk-Vassal des Tshaghatai Kanats in Transoxiana, bezwang seine Meister und wurde zur Geissel Mittelasiens, der im Westen als Tamerlane bekannt war. Sein Reich erstreckte sich vom Fergana-Tal zum Schwarzen Meer, als er 1407 starb. Sein Sohn Tschah konnte nicht verhindern, dass das Reich in rivalisierende Splittergruppen zerfiel. Nach Jahrzehnten des Kampfes fielen im Westen Aserbaidschan, Irak und Persien unter die stabile Herrschaft der Turkomanen, während das Tschaghatai Kanat seine Herrschaft über Mogholistan unter Khan Younous um das Jahr 1480 herum im Osten festigte.

- Nach dem Zusammenbruch des Tamerlanschen Reichs nahm die Sheybanid-Horde (von Dschingis Khans Enkel Scheyban), die die Gebiet südöstlich des Uralgebirges besetzte und einige kirgisische Stämme umfasste, um 1350 herum in Gedenken an Kiptchak Khan Ötsbeg, der den Grossteil seiner Horde ein Jahrhundert zuvor zum islamischen Glauben konvertiert hatte, den Namen Usbekistan an. Fortwährende Unstimmigkeiten zwischen den geschwächten Nachfolgern Timurs ermöglichten die Invasion Transoxanias. Die Usbeken eroberten Khorezm (südlich des Aralsees) und Transoxiana (heutiges Usbekistan), wo sie 1500 Samarkand einnahmen. Als sie damit begannen, sich an ein sesshaftes Leben anzupassen, spalteten sich die Kirgisen und andere abtrünnige Stämme (die als Kasachen oder "aufrührerische Abenteurer" bekannt wurden) von den Usbeken ab und bildeten mit Billigung des Tschaghatai Khanats eine unabhängige Horde im nördlichen Mogholistan.

- Etwa zu dieser Zeit setzten die mongolischen Oirat-Stämme mit ihrer Ausdehnung aus ihren traditionellen Ländern westlich des Baikalsees (existiert zuerst in der westlichen Mongolei und im nördlichen Xinjiang (Altairegion)) ein, wobei sie die dort verbliebenen Kirgisen aus dem Jenissejgebiet vertrieben und Druck auf die Kirgis-Kasachen ausübten, die nach Westen zogen und sich in drei Horden aufteilten: in die Grosse Horde, die zwischen Tian Shan und dem Balchaschsee ansässig war, die Kleine Horde zwischen dem Uralfluss und dem Aralsee, sowie die Mittlere Horde im Norden der beiden anderen. Diese Horden wurden später zu den heutigen Kasachen.

- Etwa um 1560 zogen kirgisische Kasachenstämme in die Issik-Kul-Region und wurden dort als Karakirgisen bekannt, als die Vorfahren der heutigen Kirgisen. Dem letzten der Tschaghatai Khane blieb nur noch Kaschgaria, das schon sehr bald in einige kleinere Khoja-Uigur-Königreiche zerfiel.

- Währenddessen bildeten die expandierenden Oirat das Djungar-Reich, wobei sie 1680 die Westmongolei, Ostkasachstan, Tian Shan und Kashgaria eroberten. Als sie von den Oirat stark unter Druck gesetzt wurden, nahmen die drei kasachischen Horden den Schutz der Russen an, die eine Reihe von Forts bauten, aber nicht mehr, bis die Mandschu die Oirat-Bevölkerung dezimierten, das Djungar-Reich liquidierten und Kacshgaria 1760 annektierten. Danach fielen die Russen ein, annektierten die kasachischen Gebiete und brachten Kosakensiedler ein, um das Land landwirtschaftlich zu nutzen.

- Im 19. Jahrhundert verlief ein Grossteil der Entwicklung in der mongolischen Kunst in Urga, das heute als Ulaanbaatar bekannt ist; dieses Zentrum wurde zum Treffpunkt von Künstlern und Kunsthandwerkern von höchster Qualität. In diesem Zeitrahmen stellten Thangka-Gemälde (im mongolischen sakhuis) den beherrschenden Kunststil dar, unter Mithilfe unterschiedlicher Techniken wie nagtan, martan und gartan erzeugt wurde. Da in dieser Zeit alle Künstler und Gebildeten Mönche waren, wurden die Thangka-Gemäle als ein Ausdruck der eigenen Spiritualität innerhalb eines traditionellen buddhistischen Rahmens angesehen. Um einen Thangka zu beginnen, wachte der Künstler bei Sonnenaufgang auf, reinigte seinen Körper und seine Seele, indem er die Gebete einer bestimmten Gottheit las. Daraufhin machte der Künstler die ersten Pinselstriche zur Stunde von Glück und Wohlstand.

- Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde die buddhistische Kunst der Mongolei immer sekulärer und etablierte dadurch ihre Gemeinsamkeit mit der europäischen Kunst.

- see Historical map of the Great Steppe Empires of Asia
 

© Albi - Face Music - Februar 2006 – Deutschübersetzung Hermelinde Steiner

 

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