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Central Asia, Siberia: Abakan - Republic Khakassia (Federation of Russia)
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FM 50049 - Ensemble Han Tigir - Hongorai - wind of our homeland - Traditional songs of the Khakas people
FM 50050 - Ensemble Han Tigir - female voice - Traditional songs of the Khakas people
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Das Ensemble Han Tigir stellt traditionelle Musik aus Zentralasien vor: Epen, Loblieder und Gesänge in Kehlkopfstimme (Obertongesang). Der Name bedeutet auch Universum, was in ihrem schamanischem Glauben mit den drei Welten verstanden wird: mit einer oberen Welt, in der die Himmelsgötter wohnen (Tenger), und einer mittleren Welt, dem Diesseits mit einer beseelten Natur. Sie glauben an die Existenz von Wesen in der Form von Geistern (wie Erd- oder Wassergeister), an einen Platz der Ewigkeit, wo Menschen wieder geboren werden, das irdische Leben mit den Königreichen der Völker, die darin in Harmonie, im Gleichgewicht, zu leben haben. Und schliesslich gibt es die untere Welt, die Welt des Todes.
Die Chakassen, auch Jenissey Kirgisen oder Abakan Tartaren genannt, sind ein Turkvolk die ihren Nachkommen eine äusserst interessante Kultur hinterlassen haben, deren fundamentale Merkmale aus uralter Zeit bis heute überliefert wurden. Zu einer der wichtigsten Formen chakassischer Kunst zählt die Rezitation von Epen zur Begleitung der zweisaitigen Laute Komys (Topshur). Manchmal werden diese auch mit dem Chatkhan (Jadagan), einer Wöllbrettzither, oder dem seltenen Yykh (Ikili), eine Kniegeige, begleitet. Die Texte werden üblicherweise von Obertonsängern (Khaigee) mit tiefer Kehlkopfstimme vorgetragen.
Der Name Chakass ist chinesischen Ursprungs und wurde für einen antiken Stamm, der im Sajan-Gebirge lebte (Mount Karagosh 2'930 m), verwendet. Das Aussehen und die Sitten kirgisischer Völker wurden schon in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten in chinesischen Chroniken erwähnt. Die Chakassen haben für sich eigene Stammesbezeichnungen (Sagai, Chachin, Biltir, Schoren, Chojbal, Chyzyl) gefunden.
Das heutige chakasische Gebiet war schon im Paläolithikum von Hirtennomaden, Jägern und Fischern bevölkert. Die Herrscher wechselten (die Hunnen, die Dschudjanen, die Altai Turkvölker oder "Oiroten", ein Mongolenstamm), die Völker wanderten und die Grenzen verschoben sich. Seit dem 6. Jahrhundert hat sich durch den Einfluss der Altaiischen und Uigurischen Völkerstämme das türkisch-ethnische Element durchgesetzt. Während dieser Periode erhoben sich alte Kirgisenstämme, und etwas später (8. - 9. Jahrhundert) erschienen die Jenissej Kirgisen, die Urahnen der Chakassen.
Heute leben die Chakassen in Sibirien am Oberlauf des Jenissej-Flusses. Das nördliche und östliche Gebiet besteht aus flachen Steppen (die Abakan-Minusinsk-Ebene), während der südliche und westliche Teil gebirgig (das Sajan- und das Altai-Gebirge) ist. Die Nachbarschaft des Chakasischen Territoriums bilden die Region Kemerovo, die Provinz Krasnojarsk und die Republiken Altai und Tuva. Die Hauptstadt heisst Abakan, was Bärenblut bedeutet, und liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses in den Jeniseey. Das Gebiet ist anderthalb Mal grösser als die Schweiz und hat eine Bevölkerung von rund einer halben Million Menschen, davon sind heute etwa 10% Chakassen und der Rest Zugewanderte, vorab Russen.
Die Industrie entwickelt sich langsam, an Bedeutung zugenommen hat der heimische Wellnesstourismus aus den nahen Grossstädten Sibiriens (Novosibirsk, Krasnojarsk etc.), da Heilquellen vorhanden sind. Neben dem urbanen Leben in der Grossstadt, gibt es noch Nomaden die von Jagd, Fischfang, Pferde- und Viehzucht sowie Schaf- und Ziegenhaltung leben. Daneben wird auch Landwirtschaft mit Getreide, Kartoffeln und Gemüse betrieben. Gefördert wird industriell zudem Kupfer und Gold.
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